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Kabelloser Kopfhörer für Läufer Beats Powerbeats2 Wireless im Test

Mit den Kopfhörern Powerbeats2 Wireless von Beats gehört der Kabelsalat beim Laufen der Vergangenheit an. Wir haben den Wireless-Kopfhörer getestet.

Beats Powerbeats2 Wireless im Test +
Foto: Hersteller

Die Kopfhörer Powerbeats2 Wireless von Beats funken über Bluetooth mit dem Smartphone oder dem MP3-Player.

Erster Eindruck und Verarbeitung der Powerbeats2 Wireless

Ein bisschen erinnert das Auspacken der Beats-Kopfhörer an das Auspacken von Apple-Produkten. Das mag auch daran liegen, dass Apple den Kopfhörer-Hersteller Mitte des letzten Jahres für drei Milliarden Euro übernommen hat. Die Verpackung vermittelt einen hochwertigen Eindruck und macht Lust aufs Produkt. Neben den Kopfhörern ist eine Hartschalen-Tragetasche sowie ein Micro-USB-Aufladekabel im Lieferumfang enthalten. Außerdem liegen weitere Ohreinsätze bei; das ist wichtig, weil jeder Ohreingang unterschiedlich geformt ist. Insgesamt macht die Verarbeitung der Kopfhörer einen sehr hochwertigen Eindruck, die verwendeten Materialien wirken robust genug für den Lauf-Einsatz.

Inbetriebnahme der Kopfhörer

Der Nachteil von Wireless-Produkten wie die Powerbeats2 Wireless liegt auf der Hand: Vor der Nutzung muss man den Akku der Kopfhörer aufladen. Das funktioniert bei den Powerbeats2 Wireless über das mitgelieferte Micro-USB-Kabel. Laut Hersteller reichen 15 Minuten Ladezeit aus, um in den Genuss von einer Stunde Musik zu kommen. Eingeschaltet werden die Kopfhörer über einen An-Aus-Knopf am linken Kopfhörer. Dort befindet sich auch die Micro-USB-Schnittstelle. Die blinkende LED-Kontrollleuchte signalisiert, wenn die Kopfhörer einsatzbereit sind. Die Kopplung mit dem Smartphone (im Test ein iPhone 6) über Bluetooth funktioniert völlig einfach und unproblematisch. Mithilfe der Kabel-Steuerung kann man die Lautstärke regeln, Titel pausieren oder in der Playlist vorspringen.

Fester Halt auch beim Laufen

Am Ohr festgehalten werden die Powerbeats2 Wireless über einen ziemlich großen Bügel, der sich leider nicht verstellen lässt, aber immerhin leicht verbiegen lässt. Bei meiner Ohr-Form reichte das Verbiegen der Bügel komplett aus. Nichts wackelte, rutschte oder drückte - auch später beim Laufen nicht. Allerdings lässt sich die hervorragende Passform aufgrund der fehlenden Verstellbarkeit nicht verallgemeinern. Weiterer Vorteil der Powerbeats2 Wireless: Der Bügel ist mit einem weichen Kunststoff überzogen, der angenehm auf der Haut liegt. Probleme hatte ich nur, wenn ich über den Kopfhörern eine Mütze oder Stirnband getragen habe. Dann drückte das Plastik störend am Ohr.
Beats Powerbeats2 Wireless im Test +
Foto: RW

Mithilfe der Kabel-Steuerung der Powerbeats2 Wireless von Beats kann man die Lautstärke regeln, Titel pausieren oder in der Playlist vorspringen.

Während des Laufens (Tempo von 5:00 bis 3:30 min/km) büßten die Kopfhörer nichts an ihrem Sitz ein. Selbst Intervallläufe konnte ich mit den Beats-Kopfhörern absolvieren. Bei langen Läufen über zwei Stunden hatte ich ebenfalls keine Einschränkungen beim Tragekomfort. Was mir aufgefallen ist und manchmal lästig wird: Das Verbindungskabel zwischen linkem und rechtem Kopfhörer rutscht gelegentlich auf die linke Seite, sodass bei einer Kopfdrehung nach links, zum Beispiel beim Überquerung der Straße, ein unangenehmes Ziehen entsteht. Das hängt damit zusammen, dass die Kabelsteuerung näher am rechten Kopfhörer angebracht ist und dort für ein entsprechendes Mehrgewicht sorgt. Solange man den Kopf gerade hält, tritt das Problem nicht auf. Mit 24 Gramm sind die Kopfhörer angenehm leicht.

Klang: Bassstarker Allrounder

Die Powerbeats2 Wireless sind wahrlich keine Leisetreter. Aber auch bei maximaler Auslastung der Lautstärke sorgen die Kopfhörer für einen tollen und ausgewogenen Klang. Die oft geübte Kritik an Beats-Kopfhörern, zu basslastig zu sein, geht bei den Powerbeats2 Wireless ins Leere. Die Tiefen sind zwar dominant, aber nicht dumpf, sodass man Stimmen und Musikinstrumente gut heraushören kann. Man kann sowohl Klassik-Stücke als auch Hip-Hop-Songs hören. Aber natürlich spielen die Beats-Kopfhörer vor allem bei elektronischer, basslastiger Musik ihre Stärken aus.

Fazit des Dauertests

Mich haben die Powerbeats2 Wireless-Kopfhörer überzeugt. Der ausgewogene Klang ist mit satten Bässen durchmischt. Das treibt einen beim Laufen regelrecht an. Die Außengeräusche werden weitestgehend abgeschirmt. Das sorgt für zusätzlich Sound, ist allerdings im Stadtverkehr nicht ungefährlich. Bei der Passform war ich aufgrund des großen, nicht verstellbaren Bügels zunächst skeptisch. Doch bei keinem einzigen Lauf hatte ich mit dem Halt der Kopfhörer Probleme. Die Beats saßen jederzeit fest am und im Ohr, ohne dabei unangenehm zu drücken. Die Verbindung zum iPhone und zur Apple Watch funktionierte völlig problemlos. Einziges Manko: Die Kopfhörer haben keinen Ruhezustand oder automatische Abschaltung. Im Dauertest hatte die Steuerung von Lautstärke und Titelwahl über die Kabel-Verbindung gelegentlich Aussetzer. Die Kopfhörer schlagen mit 199 Euro ziemlich zu Buche. Man bekommt für seinen Geld einen sehr hochwertig verarbeiteten Bluetooth-Kopfhörer mit sehr guten Sound-Eigenschaften. Ob man so viel Geld für Kopfhörer ausgeben will, ist letztlich eine Individual-Entscheidung. Ihr Geld, finde ich, sind die Powerbeats2 Wireless-Kopfhörer aber wert.

Die Powerbeats2 Wireless von Beats im Detail:

Geschützt gegen Schweiß/Wasser
Bluetooth Ja
Akkulaufzeit 6 Stunden
Headset-Funktion Ja
Ohreinsätze Verschiedene Ohr-Einsätze liegen bei
Farbvarianten Weiß, schwarz, grau, hellgrün, dunkelblau, hellblau, rot, hellrot
Lieferumfang Hartschalen-Trageetui, Micro-USB-Kabel, Kabelhalterungsclip
Besonderheiten Koppelbar mit der Apple Watch Sport
Gewicht 24 Gramm
Preis 199,95 €
Hersteller-Link Homepage Beats
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Autor: Daniel Eilers 19.11.2015
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