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Reebok ZPump Fusion 2.0 Keine Explosionsgefahr!

Wir sprachen mit Scott Daley über den neuen Reebok ZPump Fusion 2.0. mit dem Pump-System, wie es funktioniert und wie der Überdruck im Schuh den Läufer nach vorne bringt.

Scott Daley, General Manager of Running bei Reebok +
Foto: Reebok

Scott Daley, General Manager of Running bei Reebok.

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Ein wenig Druck kann manchmal nicht schaden. Das gilt auch für das Obermaterial der neuen Laufschuhmodelle der Pump-Serie von Reebok. Mit dem neuen ZPump Fusion 2.0 präsentiert der amerikanische Hersteller einen Schuh mit einem einzigartigen Feature: Im Obermaterial ist eine aufpumpbare Kammer samt kleinem Blasebalg integriert: Durch mehrmaliges Pumpen steigt der Druck in der Luftkammer, die sich um den Fußrist und seitlich am Fuß füllt und damit den Sitz des Schuhs verbessern kann. RUNNER’S WORLD konnte den Schuh bereits vorab testen. „Das ist eine besondere Empfehlung für Läufer mit schmalem Fuß“, so äußert sich stellvertretend eine Testläuferin. Wir konnten Scott Daley befragen, den General Manager of Running bei Reebok. Er ist verantwortlich für die gesamte weltweite Running-Kategorie des Herstellers und überwacht auch den Entwicklungs- und Designprozess. Im Skype-Interview erklärte er, was Pump eigentlich kann, wo die Vorteile für Läufer bestehen, und ob durch zu häufiges Pumpen eine Explosionsgefahr bestehen kann.

Im letzten Jahre hat Reebok bereits ein neues Pump-Modell für Läufer vorgestellt. Jetzt haben Sie kürzlich den neuen ZPump Fusion 2.0: Für wen ist der konstruiert?

Wir haben den Schuh als leichtgewichtigen Laufschuh mit einer sehr guten Fersendämpfung konstruiert. Gleichzeitig bietet er ein hohes Rückstellmoment der Mittelsohle. Aber was den Schuh natürlich ausmacht, ist das Obermaterial mit der Pump-Technologie, hier ist seine besondere Stärke. Unser Fokus bei der Entwicklung lag darauf, die Passform des Schuhs durch das Pump-System noch einmal zu verbessern – gegenüber der Version, die wir bereits letztes Jahr präsentiert hatten. Hier haben wir sehr viel Arbeit reingesteckt, dabei stark auf das Feedback von Kunden reagiert und objektive Messergebnisse einfließen lassen.

Die Pump-Technologie gibt es bereits seit gut 25 Jahren. Was genau steckt hinter der Idee von Pump?

Die ursprüngliche Idee von Pump besteht auch heute noch. Pump ist die Möglichkeit, eine individuellere Passform für den Träger zu bekommen und wir benutzen Luftkammern, um das zu erreichen. Wir können mit den heutigen Technologien diese Idee perfektionieren, etwa die Form oder das Material, das wir für das Luftpolster nutzen. Im Vergleich zu früher ist der Schuh viel innovativer und nicht mehr so klobig.
Reebok ZPump Fusion 2.0 +
Foto: Reebok

Der neue ZPump Fusion 2.0.

Gibt es für verschiedene Schuhe auch verschiedene Formen des Luftpolsters?

Ja! Und das ist wahrscheinlich auch eine unser größten Errungenschaften. Ursprünglich gab es nur eine feste Form. Es hat uns viel Zeit und Geld gekostet das zu ändern, aber durch Verbesserungen in der Herstellung des Luftpolsters können wir sie einfacher modifizieren und andere Luftkanäle kreieren, die in verschiedenen Schuhen zum Einsatz kommen.

Gibt es spezielle Vorteile des Pump-Systems für Läufer?

Läufer wollen das Laufen genießen, und unsere spezielle Sohle und das Obermaterial passen sich individuell dem Läuferfuß an, sodass er sich keine Gedanken um seine Ausrüstung machen muss und das Laufen einfach nur genießen kann. Das Feedback, das wir von unseren Läufern für die Marke bekommen ist, dass Laufen einen viel größeren mentalen Aspekt aufweist als andere Sportarten.

Was empfehlen Sie für beispielsweise schnelle Läufe? Erst schnüren, dann pumpen? Und wie viele Pumps sind ungefähr nötig?

Es kommt da ganz auf die einzelnen Präferenzen an. Es gibt keine ideale Vorgabe, die für jeden Menschen auf der Welt gültig ist. Wichtig ist, was man fühlt. Ich würde den Schuh erst schnüren und dann pumpen. Wie oft ich pumpe hängt ganz von dem Training ab, das ich machen möchte. Für einen schnellen, intensiven Lauf würde ich etwas fester aufpumpen, aber das kommt auf die Person an. Daher gibt es auch keine strikten Angaben, wie oft man den Schuh zum Laufen aufpumpen muss. Jeder Fuß ist da unterschiedlich und es kommt individuell darauf an, was sich für den Läufer am besten anfühlt.

Wie oft kann man höchstens pumpen bis der maximale Druck in der Luftkammer erreicht ist?

Jeder Pump kann etwas vom anderen abweichen, aber generell hat man nach 10 bis 12 Pumps eine volle Luftkammer. Das hängt aber auch von Form und Größe der Blase ab. Der maximale Druck in der Blase, wenn sie voll aufgepumpt ist, beträgt 0,6800 bis 0,83 BAR.

Sie kann aber nicht explodieren?

Haha nein, es gibt ein Überdruckventil. Da kann nichts explodieren.

Das Interview führte Urs Weber.
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Autor: Urs Weber 10.03.2016
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