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Lauf-Apps im Test My Asics (gratis)

Die Lauf-App My Asics bietet individuelle Trainingspläne innerhalb wenigen Minuten und die dazugehörige Möglichkeit Trainingseinheiten aufzuzeichnen. Verfügbar für: iOS, Android.

Asics Screenshots +
Foto: RW

My Ascics

My Asics: Trainingspläne für jeden Läufer und jedes Ziel

Das Steckenpferd der Lauf-App My Asics sind individuelle Trainingspläne für jeden Nutzer. Über Zieldistanz, Zielzeit, aktuelle Laufleistung und Alter bietet die Anwendung eine realistische, konservative Schätzung des Leistungspotentials beim Wettkampf und den dazugehörigen Trainingsplan. My Asics-Trainingspläne sind flexibel. Verpasst man einen Lauf, so passt sich der Plan an den neuen Gegebenheiten an. Einzelne Einheiten können mit der App aufgezeichnet werden, aber auch manuell eingegeben werden. Distanz, Zeit, Tempo und Kilometer-Zwischenzeiten werden gemessen und festgehalten. Sowohl über die App als auch über das schlichte Online-Portal können Läufe analysiert werden.

My Asics-App im Praxis-Test:

Gleich nach dem ersten Öffnen der My Asics-App landet der Nutzer im Menüpunkt „Laufen“. Durch ein Klick auf den blauen Startknopf beginnt unsere erste Test-Laufeinheit. Auf dem Display wird nun eine Karte anzeigezeigt, auf der der aktuelle Standpunkt und die bereits zurückgelegte Strecke eingezeichnet wird. Darüber befinden sich drei Feldern für GPS-Qualität, Distanz und Zeit. Durch eine Wischbewegung nach links erhält man anstatt der Karte Informationen über das aktuelle Lauftempo. Dass sich diese Funktion der My Asics-App noch in der beta-Phase befindet, macht sich schon nach wenigen Testkilometern bemerkbar. Die Tempoanzeige springt trotz relativer konstanter Geschwindigkeit zum Teil ziemlich wild. So sind die Kilometer-Zwischenzeiten, die durch eine weitere Wischbewegung nach links zu finden sind, ein besserer Anhaltspunkt um das eigene Tempo zu kontrollieren. Die Entwickler sollten über eine Möglichkeit nachdenken, alle Werte gleichzeitig auf dem Display unterzubringen, da das ständige Wischen während eines Laufes nicht einfach ist und sogar richtig nervt. Bis auf einen Ausreißer beeindruckte hingegen die Distanzmessung der App: In fünf Läufen auf der 5,25-Kilometer-Teststrecke wich sie durchschnittlich 50 Meter von der tatsächlichen Distanz ab.

Da die My Asics-App keine Audio-Updates während des Laufes bietet, muss das Smartphone während einer Einheit in der Hand gehalten werden oder in einem durchsichtigen Armband stecken. Verstaut man es in der Hosentasche, gleicht der Lauf einem Blindflug und die App taugt nur noch zur Analyse im Nachhinein. Eine Audio-Update-Funktion würde die App auf jeden Fall aufwerten. Durch die schon mögliche Kopplung mit einer Apple Watch kann dieses Problem zudem auch umgangen werden.

Mit der My Asics-App lassen sich innerhalb von wenigen Minuten individualisierte Trainingspläne erstellen. Um zum Trainingsplan für einen Wettbewerb zu kommen (Zur Auswahl stehen Marathon, Halbmarathon, 10 Kilometer, 5 Kilometer, 10 Meilen, 5 Meilen) fragt die Anwendung nach der Ziel-Zeit, dem aktuellen Laufpensum und dem Alter. Basierend auf diesen Daten trifft sie eine konservative, ergo machbare Vorhersage zu potentiellen Laufleistung und offeriert den dazugehörigen Trainingsplan. Trainingshäufigkeit und Trainingsfrequenz können je nach Gefühl verändert werden. Pläne gehen über zwölf bis 33 Wochen und passen sich praktischerweise an, wenn man eine einzelne Einheit verpasst. Sie unterteilen sich in sechs Phasen: Vorbereitung, schnellere Läufe, längere Läufe, Wettkampfsimulation, Tapering und Erholung nach dem Wettkampf. Generell sind die Trainingspläne als einfach und deutlich machbar einzuschätzen, zumal die Leistungs-Vorhersage zumeist sehr konservativ gehalten ist. Für unseren Geschmack arbeiten die My Asics-Pläne zu wenig mit Abwechslung: So kommen Tempowechsel innerhalb eines Trainings wie zum Beispiel beim Intervalltraining nur ganz selten vor. Auch kritisch ist, dass es keinerlei Möglichkeit gibt herzfrequenzorientiert zu trainieren, da die Anwendung keine Kopplung mit Pulsmessern zulässt und auch in den Trainingsplänen lediglich Tempozonen und keine Herzfrequenzzonen benannt werden. Gerade Anfänger sollten sich aber beim Training an ihrer Herzfrequenz orientieren.

Das Menü der My Asics-App besteht lediglich aus vier Registerkarten und ist so recht einfach zu bedienen. Unter dem Punkt „Aktivität“ finden sich vergangene Trainingseinheiten. Zu jedem Lauf sind Daten zu Distanz, Zeit, Tempo und Kilometer-Zwischenzeiten einzusehen. Von hier können die Einheiten auch über Facebook und Twitter geteilt werden. Um die zurückgelegte Strecke auf einer Karte betrachten zu können, muss der Lauf über das My Asics-Online-Portal aufgerufen werden. Eine Möglichkeit den Trainingsfortschritt über Wochen und Monate zu analysieren vermissen wir ebenfalls in der App. Auch dies ist nur über das Online-Portal möglich.

Fazit: Rudimentäre Lauf-App mit aufwändigen Trainingsplanungs-Tools

Im Prinzip besteht die My Asics-App lediglich aus der Tracking- und der Trainingsplan-Funktion. Liest man die Beschreibung im App-Store wird klar, dass die individualisierte Trainingspläne das Steckenpferd der App sein sollen. Da diese recht konservativ kalkuliert werden, ist mit einer hohen Erfolgsquote zu rechnen. Schade ist, dass die Trainingspläne wenig auf Tempowechsel-Trainings setzen und dass sie alleine mit dem Lauftempo und nicht mit der Herzfrequenz arbeiten. Einer überaus zufriedenstellenden Distanzmessung steht zudem einer unbrauchbaren Tempomessung gegenüber. Informationen sind während des Trainings unübersichtlich auf drei Bildschirmen verteilt und es gibt leider keine Audio-Updates. Vor allem Anfängern empfehlen wir die Trainingspläne mit Vorsicht zu genießen und lieber auf einen herzfrequenzorientierten Trainingsplan zurückzugreifen.

My Asics im Detail:


Anzeigen während des Trainings: Zeit, Distanz, GPS-Qualität, Tempo (beta), Karte, 1-Kilometer-Zwischenzeiten
Import von Trainingseinheiten möglich: ja (über Internet-Portal)
Koppelbar mit Pulsmesser: nein
Koppelbar mit Sportuhr: ja, Apple Watch
Auto-Pause: nein
Audio-Feedback: nein
Musikplayer integriert: nein
Livetracking: nein
Programmierung von Trainingseinheiten: nein
Trainingspläne: ja, Ziele, kostenlos
Manueller Eintrag von Läufen: ja
Challenges mit anderen Usern: nein
Push-Benachrichtigungen: nein
Teilen in sozialen Netzwerken: Facebook, Twitter
Auswertung am PC: Einzelne Läufe durch Karte und Kilometer-Zwischenzeiten, Leistungsvergleiche durch Balkendiagramme
Auswertung auf dem Smartphone: Einzelne Läufe lediglich mit Zeit, Distanz und Durchschnittstempo, keine Karte!
Nutzung ohne Registrierung möglich: nein
Preis: gratis
In-App-Käufe: keine
Website: asics.com
Download: iTunes Store, Play Store
Getestete Version der App: 2.4.3 (auf iPhone 4s mit iOS 9.1)
Messgenauigkeit im Test: Vergleichswerte während fünf Testläufen auf einer 5,25 km langen Teststrecke: 5,26 km, 5,23 km, 5,37 km, 5,27 km, 5,33km.
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Autor: Sebastian Probst 07.12.2015
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