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Lauf-Apps im Test Runtastic Pro

Die Pro-Variante der bekannten Runtastic-App bietet für 4,99 Euro einen großen Funktionsumfang mit vielen Individualisierungsmöglichkeiten. Verfügbar für Anroid, iOS und Windows Phone.

Runtastic Pro neu +
Foto: RW

Für einmalig 4,99 Euro bietet die Lauf-App Runtastic Pro viele Möglichkeiten, sein Training zu steuern und zu analysieren.

Der fortgeschrittene Tracker: Runtastic PRO GPS Laufen, Walken, Joggen, Fitness & Marathon Training

Die Pro-Variante der bekannten Runtastic-App stellt neben der Aufzeichnung der Basisinformationen Dauer, Distanz und Geschwindigkeit eine Menge besonderer Features zur Verfügung. Dazu gehört das Festlegen von Trainingszielen, die einfache Programmierung von Intervallen und die Funktion, sich selbst herauszufordern. Auch das Trainieren in einem Tempobereich sieht die App vor, diese Funktion zeigt jedoch im Praxistest noch Verbesserungs-Potenzial (Erläuterungen dazu weiter unten). Ein individuell konfigurierbarer Sprachcoach, externe Daten zum Wetter und der integrierte Musikplayer runden das Repertoire der Runtastic Pro ab. Trotz der vielen Funktionen ist dank des übersichtlichen Menüs die Bedienung sehr einfach.

Runtastic Pro-App im Praxis-Test: In vielen Bereichen überzeugend

Schon bei der ersten Benutzung der App fiel der schöne, wohl durchdachte Trainings-Screen auf. Dieser kann aus einer Reihe von 14 verfügbaren Werten (darunter auch Höhenmeter- und Herzfrequenz-Angaben) individualisiert werden – selbst während des Trainings. Auch das Menü ist übersichtlich und es gab keinerlei Probleme, sich zurechtzufinden. Praktisch ist die Funktion, die Zeit bist zum Aufzeichnungs-Start selbst einstellen zu können. So konnte ich bei einem regnerischen Testlauf „120 Sekunden bis zum Start“ wählen, das Smartphone in Ruhe in der Oberarm-Tasche verstauen und der Audio-Coach informierte dann über den Start der Aufzeichnung. Auch während des Trainings gab dieser zuverlässig alle gewünschten Informationen. Sinnvoll finde ich auch den einfachen Sound nach jedem Kilometer sowie die Pace-Ansage. Dank Auto-Pause stoppt die Trainings-Aufzeichnung zuverlässig nach jeweils weniger als zehn Sekunden. Das Intervalltraining begeisterte im Praxistest. Für Einsteiger gibt es vorprogrammierte Intervalle, als Fortgeschrittener stellt man schnell sein eigenes Programm zusammen. Zeit- und Distanz-Intervalle lassen sich beliebig miteinander kombinieren. Der Audio-Coach führt durch das Programm und man kann sich vollkommen aufs Training konzentrieren. (Zum Vergleich: Die Premium-Variante von Endomondo für 5.99 € monatlich bietet eine ähnliche Intervall-Funktion – hier ist man jedoch mit Runtastic Pro für einmalig 4.99 € günstiger dran.) Auf die Funktion innerhalb eines Pace-Bereiches zu trainieren war ich besonders gespannt, weil nicht viele Smartphone-Apps so etwas bieten. Nach der Aktivierung des Sprachcoachs im Intervall von 0.5 Kilometer (kleinst mögliche Auswahl) wurde ich jeden halben Kilometer zuverlässig über mein Lauftempo und die Distanz informiert, jedoch gab es kein akustisches Signal, ob ich mich im gewählten Pace-Bereich befinde oder nicht. Auf dem Trainings-Screen wurde dies zwar visuell dargestellt (siehe Fotogalerie weiter unten), jedoch erscheint mir das besonders in einem zügigeren Tempobereich nicht als große Hilfe. Mir kam der Gedanke, dass die Ansage erst ab einer bestimmten Streckenlänge erfolgt, aber mehrere Tests zeigten, dass es keinerlei akustisches Feedback bezüglich der Ziel-Pace gibt. Somit unterscheidet sich die Auswahl des Trainingsmodus „Ziel-Pace“ nicht sonderlich vom „Standard-Training“. Negativ aufgefallen ist außerdem, dass gelegentlich Werbung für weitere Apps aus der Runtastic-Serie die Nutzung der App unterbrechen.

Die Kopplung mit einem Herzfrequenzmesser war problemlos. Bei Temposteigerungen reagierte die Anzeige zwar ziemlich verzögert, aber das ist ein häufiges Problem, das auch andere Apps zeigten. Runtastic Pro bietet Informationen über die individuellen Herzfrequenzzonen, die nach der Eingabe des Ruhepuls und der maximalen Herzfrequenz errechnet werden. Die GPS-Messgenauigkeit schnitt im Praxistest außerordentlich gut ab und auch der Akkuverbrauch war mit 12 % innerhalb einer Stunde Strecken-Aufzeichnung sehr gering. Die kostenfreie Variante der Runtastic-App verbrauchte unter gleichen Bedingungen 18 %. Wer Trainingsdaten und Eindrücke mit Freunden teilen möchte, dem steht das Live-Tracking und das sogenannte GeoTagging zur Verfügung. Hier können Benutzer bei Läufen Fotos schießen oder im Nachhinein der Strecke zuzuordnen und innerhalb sozialer Netzwerke teilen. Die Anbindung an Facebook und Twitter ist gegeben und sehr einfach (so wie bei allen Runtastic Apps). Auch Informationen zum Wetter und Prognosen zum Sonnenauf- bzw. untergang zeigt die App an. Die Berechnung des Flüssigkeitsverlustes basiert zum Beispiel auf den verbrannten Kalorien unter Berücksichtigung der Wetterdaten.

Die Trainingsauswertung ist bereits auf dem Smartphone ziemlich umfangreich und schick. Farbige Streckenabschnitte auf der Karte verdeutlichen Geschwindigkeitsänderungen, Diagramme geben einen Überblick über die Änderungen der Herzfrequenz und mithilfe eines Schiebereglers kann die Geschwindigkeit und Steigung bzw. das Gefälle jedes Kilometern angezeigt werden. Nicht getrackte Einheiten können aus einer Auswahl von 64 Sportarten manuell hinzugefügt werden, so kann die App auch als Trainings-Tagebuch genutzt werden. Auf dem dazugehörigen Portal gibt es weitere Auswertungen (zum Beispiel zum Trainingsfortschritt). Außerdem findet man dort in der Mediathek 70 Videos mit Übungen zum Lauf-ABC, um den Laufstil zu verbessern.

Die Runtastic Pro-App bietet - anders als man annehmen könnte - kein kostenfreies Coaching an. Als In-App-Käufe sind jedoch Trainingspläne für Anfänger (19.99 €) bis Fortgeschrittene (26.99 €) vom ehemaligen Profiläufer Dieter Baumann als Coach erhältlich. Diese Pläne sind unterteilt in Zielzeiten, beim Halbmarathon zum Beispiel von 2 h 15 min bis zu 1 h 40. Schön wäre es, wenn man seinen eigenen Trainingsplan in die App einpflegen könnte. Diese Funktion bietet die App jedoch nicht.

Fazit: Runtastic Pro ist ein ausgereifter Trainingsbegleiter

Der Runtastic Pro-App gelingt der Spagat zwischen vielen nützlichen Funktionen und weiterhin einfacher Bedienung sehr gut. Vor allem fortgeschrittene Läufer, die ihre Trainingspläne selbst erstellen, werden hier eine tolle Datenauswertung und Features finden, die andere Apps nicht bieten. Gegenüber der kostenlosen Runtastic-Variante sind vor allem die Bereiche Trainingsarten, Audio-Coach und Auswertung bei Runtastic Pro ausgereifter. Anzumerken ist jedoch, dass die Funktion „Ziel-Pace“ im Praxistest noch Schwächen zeigte und Werbung für weitere Runtastic-Apps die Nutzung gelegentlich stört.

Runtastic Pro-App im Detail: Viele Funktionen und schicke Auswertungen

Anzeige während des Trainings: Vier Auswahlmöglichkeiten zwischen: Dauer, Distanz, Pace, Durchschnittspace, Geschwindigkeit, Durchschnitts-Geschwindigkeit, Herzfrequenz, durchschnittliche Herzfrequenz, Kalorien, Höhenmeter, Höhenmeter aufwärts, Höhenmeter abwärts, maximale Geschwindigkeit, Uhrzeit
Export/Import von Trainingseinheiten möglich: Ja, Export im Format GPX, KML, TCX; Import der Formate GPX und TCX
Koppelbar mit Pulsmesser: Ja
Koppelbar mit Sportuhr: Koppelbar mit ausgewählten Smart-Watches (Apple-Watch, CASIO STB-1000 und peeble-Watch)
Auto-Pause: Ja
Audio-Feedback: Ja
Musikplayer integriert: Ja
Livetracking: Ja
Programmierung von Trainingseinheiten: Ja (Dauer-, Distanz-, Kalorienziel und Intervalltraining)
Trainingspläne: Ja, kostenpflichtig von 19.99 € (Anfängerplan) bis 26.99 € (Halbmarathon- oder Marathonplan) von Coach Dieter Baumann
Manueller Eintrag von Läufen: Ja
Challenges mit anderen Usern: Ja
Push-up-Benachrichtigungen: Ja
Teilen in sozialen Netzwerken: Facebook, Twitter, G+
Auswertung am PC: Detaillierte übersichtliche Auswertung mit Gesamtstatistik, Performance-Fortschritt, Trainingverlauf und -gewohnheiten (zum Beispiel Tageszeit) und persönlichen Rekorden
Auswertung auf dem Smartphone: Monats-, Wochen- und Tageskilometer Diagramm mit Tempoverlauf und Höhenmeter, Tabelle mit Rundenzeiten
Nutzung ohne Registrierung: Nein, Registrierung mit E-Mail oder Facebook
Preis: 4.99 €
In-App-Käufe: Trainingspläne von 19.99 € bis 26.99 €, Premium-Mitgliedschaft monatlich 6.99 €, jährlich 54.99 €
Website:
www.runtastic.com
Download: Apple Store, Google Play, Microsoft.com
Getestete Version der App: Runtastic Pro 6.3.0.11 auf Apple iPhone 5 mit iOS 8.4.1 Messgenauigkeit im Test: Vergleichswerte während 5 Testläufen auf einer 5 Kilometer langen Teststrecke: 5.00 km, 5.01 km, 5.0 km, 5.01 km, 5.01 km
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Autor: Marieke Stasch 07.12.2015
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