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Berlin - immer eine (Marathon) Reise wert -

Ein Erfahrungsbericht zum Berlin-Marathon von Holger Jäger

Alle Infos zum Berlin-Marathon

Ich bin ein Glückspilz. Versuchen es doch die meisten bei der Verlosung einen Startplatz zu bekommen, um am Hauptstadt-Marathon teilzunehmen - und ich gewinne einen Startplatz über den Runner`s World Newsletter. Riesig gefreut habe ich mich über diesen Gewinn - bin ich doch noch nie in Berlin gelaufen. Also Premiere für mich, der vor zwei Wochen erst den Jungfrau-Marathon glücklich gefinisht hat. Die Beine waren also noch etwas müde, aber absolut bereit für Berlin. Zwischen Jungfrau und Berlin bin ich so gut wie nicht mehr gelaufen, um ausreichend zu regenerieren.

Die Anfahrt nach Berlin erfolgte am Samstag, fünf Stunden mit dem Auto. In Tempelhof geparkt und ab mit der U-Bahn zur Marathonmesse ins Gleisdreieck. Dort wurde mir zum ersten Mal bewußt, was es bedeutet, bei Deutschlands größtem Marathon anzutreten: Man muss schon am Eingang zur Messe viel Zeit und Geduld mitbringen, da am Samstag der Ansturm der Läufer gewaltig war. Einmal drin, ging es mit den Startunterlagen erstaunlich schnell, da ein große Anzahl an Ausgabeschaltern vorhanden waren. Die Messe erstreckte sich über mehrere Hallen und war für ein Marathon echt groß. Viele namhafte Hersteller präsentierten sich hier. Ich bin kein Fan davon, den ganzen Tag über eine Messe zu flanieren und entschied mich zur Weiterfahrt ins Hotel, direkt am Ku`damm. Dort angekommen, erstmal zuhause melden, dass alles soweit ok ist.

Am späten Nachmittag nach einem kurzen Nickerchen mache ich das KaDeWe unsicher und suche mir ein nettes Lokal, um meine Speicher für Morgen zu füllen.
Leider gibt es beim Berlin-Marathon scheinbar keine Pasta-Party, so dass man sich selbst darum kümmern muss. Eigentlich schade, hat doch eine Pasta-Party für mich immer einen besonderen Flair. Die letzte Henkers-Mahlzeit sozusagen, aber im positiven Sinne. Aber egal, in Berlin findet man an jeder Ecke etwas Passendes zu Essen. Meine Wahl fiel auf ein Ofen-Kartoffel-Gericht mit Hühnchenbruststreifen.

Sonntag. Raceday.
05:30 Uhr aufstehen. Schon Nachts wurde ich durch starke Kopfschmerzen geplagt, die leider bis zum Morgen anhielten. Noch an der Startlinie machte ich mir Sorgen, ob dieser Tag wirklich ein Genuss, oder eher Qual werden würde. Aber Tabletten kommen an einem solchen Tag für mich nicht in Frage, dass zählt für mich schon als Doping.

Mein Ziel war an diesem Tag, einen schönen Tag zu erleben und unter 4 Stunden ins Ziel zu kommen. Das Wetter war so gar nichts meins. Ich mag es nicht so besonders, im Regen zu laufen, aber egal. Wer die Verhältnisse vor zwei Wochen beim Jungfrau-Marathon erlebt hat, den konnte das Berliner Wetter auch nicht mehr schocken. Hauptsache finishen und einen schönen Lauf haben. Und den hatte ich, soviel ist sicher!

Das Start-Areal am Reichstag ist riesig und die vielen Starttblöcke machen einem deutlich, wieviele Läufer heute starten werden. Unglaublich. Nach dem Start komme ich recht gut voran, eigentlich laufe ich die ersten 30 km auf eine Endzeit von 03:30 h heraus, was so nicht geplant war. Ich nehme vorsichtshalber das Tempo etwas heraus, um nicht noch eine böse Überraschung zu erleben. Ziel war ja knapp unter 4 Stunden, und zwar mit Stil ins Ziel. Ab jetzt merke ich dann doch die fehlende Regenerationszeit, denn die letzten 12 km werden deutlicher härter, als ich das sonst gewohnt bin. Aber die Zuschauer in Berlin feuern einen unermüdlich an und pushen.
So komm ich nach 03:50 h ins Ziel und bin froh, Berlin mal läuferisch erlebt zu haben.
Nach dem Zieleinlauf schnell umgezogen, da es doch recht kalt und nass war und ich keine Erkältung riskieren wollte. Leider hatte ich wenig Zeit, nach dem Zieleinlauf noch die Atmosphäre zu geniessen, da am nächsten Tag wieder gearbeitet werden musste. Also mit der U-Bahn wieder auf den P&R Platz zum Auto und diesmal 6 Stunden Autofahrt nach Hause.


FAZIT Berlin Marathon:
Super intensiver 48h Trip, tolle Stadt, großartige schnelle Strecke, super Zuschauer (trotz des Regens), super Musik-Gruppen an der Strecke. Alles straff organisiert, so wie es bei einer solchen Veranstaltung in dieser Dimension nötig ist. Meine Empfehlung für alle, die sich für einen Herbst-Marathon entscheiden, mit Berlin hat man einen Haupt(stadt)treffer sicher.

Vielen Dank an Runner`s Word und an die Generali, die mir dieses Erlebnis Berlin ermöglich haben. Ich werde wieder nach Berlin kommen, dass steht sicher fest.


Danke für Lesen und liebe Grüße
Holger Jäger

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