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Neunte Marathonläuferin in Rio de Janeiro Amy Cragg

Die Karriere von Amy Cragg führte vom Crosslauf über die 10.000-Meter-Distanz bis hin zum Marathon. In Rio vertrat sie die USA und erreichte mit ihren Landsfrauen Flanagan und Linden drei Top-10-Plätze.

Amy Cragg wurde am 21. Januar 1984 in Long Island im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien geboren. Nachdem sie die Leavenworth High School besucht hatte, begann die spätere mehrfache Olympiateilnehmerin ihr Studium an der Arizona State University. Dort traf sie auf Desiree Linden, damals noch Desiree Davila, die fortan ihre Teamkollegin war.

Ihren ersten größeren Auftritt hatte sie als 19-jährige Läuferin, als sie im Jahre 2003 bei den NCAA Women's Division I Cross Country Championship auf den 25. Rang lief. Etwas überraschend durfte sie auch bei den Cross Country Weltmeisterschaften in Lausanne in der Schweiz starten und erreichte dort einen ordentlichen 20. Platz. Im selben Jahr wurde sie in 16:28 Minuten nationale Junioren-Meisterin über 5.000 Meter. Drei Jahre später gewann die damalige Studentin die NCAA Indoor Championship über die Distanz von 5.000 Meter und machte so erstmals deutlich auf sich aufmerksam. Mit ihren zehn nationalen Meistertiteln, wovon sie sieben auf der Bahn erlief, ist sie die zweiterfolgreichste Läuferin der Arizona State University aller Zeiten. Außerhalb der Halle kam sie in dieser Zeit nie über den fünften Platz hinaus.

2008 durfte sie ihr Land erstmals im Senioren-Bereich auf internationaler Bühne vertreten, indem sie bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften in der schottischen Hauptstadt Edinburgh an den Start ging. Auch wenn dabei nur der 62. Platz raussprang, war der Grundstein für eine internationale Karriere inzwischen gelegt. Ein Jahr später folgte wenige Autostunden weiter südlich in Birmingham in 1:13:20 Stunden der 32. Rang bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften. Ein Jahr später verbesserte sie sich im Rahmen der US-amerikanischen Halbmarathon-Meisterschaften auf 1:11:19 Stunden, was für sie die Bronze-Medaille bedeutete. Bronze holte sie zudem bei den nationalen Crosslauf-Meisterschaften in Spokane und Silber über die Distanz von sieben Meilen, die sie in Davenport in Iowa in 38:33 Minuten lief.

Im Jahre 2011 versuchte sie sich erstmals auf der Marathondistanz. In starken 2:27:03 Stunden kam sie bei ihrem Debüt auf Anhieb auf den zweiten Platz des Los-Angeles-Marathons - nur sieben US-Amerikanerin waren vor ihr jemals einen schnelleren Marathon gelaufen. Bei den nationalen Meisterschaften belegte sie im Halbmarathon in 1:14:07 Stunden den siebten und über 5.000 Meter in 15:14 Minuten den zweiten Rang. Über dieselbe Distanz vertrat sie die USA auch bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu. In vergleichsweise langsamen 15:56 Minuten kam sie als 15. Läuferin ins Ziel. Nachdem sie 2011 ein sehr erfolgreiches Marathondebüt feiern konnte, versuchte sie sich über diese Distanz auch für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren. Dies gelang ihr als Viertplatzierte (2:27:17 Stunden) der in Houston ausgetragenen US Marathon Olympic Trials, dem Vorausscheidungswettkampf der USA, nicht. Stattdessen startete sie über die Distanz von 10.000 Metern im Londoner Olympiastadion, wofür sie sich in 31:58 Minuten als Siegerin der 10.000-Meter-Trials qualifiziert hatte. Obwohl sie die erst sechs Kilometer noch in der Spitzengruppe mitlief, fiel sie irgendwann zurück und wurde am Ende in 31:10 Minuten mit rund 50 Sekunden Rückstand auf die siegreiche Tirunesh Dibaba Elfte.

2013 wurde sie bei den nationalen Meisterschaften über 10.000 Meter Vierte. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau finishte sie nach 32:51 Minuten auf Platz 14. Danach verkündete sie, dass sie zukünftig ihren Fokus stärker auf den Marathon legen wollen würde, weswegen sie Ende des Jahres beim New-York-City-Marathon starten wollte. Dies tat sie auch. In enttäuschenden 2:42:50 Stunden kam sie dabei allerdings erst als 20. Frau ins Ziel. Im darauffolgenden Jahr gewann sie das als 2014 US-amerikanische Meisterschaft ausgeschriebene Peachtree Road Race in 32:16 Minuten. Bevor sie im Oktober beim Chicago-Marathon zur persönlichen Bestzeit von 2:27:03 Stunden und auf den fünften Rang lief, heiratete sie im Herbst den irischen Olympioniken Alistair Cragg, nahm dessen Name an und startete fortan nicht mehr als Amy Hastings, sondern als Amy Cragg.

2015 gewann sie den nationalen Meistertitel über 15 Kilometer, indem sie in Jacksonville in Florida 50:18 Minuten lief. Zudem zog sie mit ihrem Mann nach Portland, wo Cragg sich der Bowerman Track Group anschloss. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte sie alles darauf ausgerichtet, bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro über die 42,195 Kilometer starten zu können. Die US Marathon Olympic Trials gewann sie in Los Angeles in 2:28:20 Stunden und startete in Brasilien somit über die Marathondistanz. Hinter Shalane Flanagan und Desiree Linden, die auf die Plätze sechs und sieben liefen, kam Amy Cragg dort in 2:28:25 Stunden auf den neunten Rang.
Autor: Jonas Müller 27.06.2017
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