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Pionierin des Frauen-Marathonlaufs Christa Vahlensieck

Christa Vahlensieck ist eine deutsche Langstreckenläuferin und gilt als Pionierin des Frauen-Marathonlaufs.

Christa Vahlensieck +
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Christa Vahlensieck stellte in ihrer einmaligen Karriere mehrere Weltrekorde auf.

Christa Vahlensieck, geboren als Christa Kofferschläger, ist eine deutsche Langstreckenläuferin und gilt als eine Pionierin des Marathonlaufs der Frauen. Sie wurde am 27. Mai 1949 in Düsseldorf geboren. Die 1,60 Meter große und zu Wettkampfzeiten 49 Kilogramm leichte Athletin gehörte dem Sportverein Barmer TV 1846 Wuppertal an.

Karriere und Bedeutung für den Frauenlaufsport

Lange Zeit war der Langstreckenlauf Männersache. Frauen wurden von den damals ausschließlich mit Männern besetzten sportlichen Entscheidungsgremien nicht auf längeren Distanzen zugelassen. Noch bei den Olympischen Spielen 1972 war der 1.500-Meter-Lauf der längste Leichtathletik-Wettkampf der Frauen. Erst 1980 wurden erstmals Weltmeisterschaften über 3.000 Meter veranstaltet, 1982 durften die Frauen dann bei einer internationalen Meisterschaft Marathon laufen. 1983 wurde die erste Marathon-Weltmeisterin ermittelt und 1984 gab es das erste Olympia-Gold für eine Frau, die US-Amerikanerin Joan Benoit.

1973 fand in Waldniel, nahe Mönchengladbach, auf Initiative des Laufpioniers, Arztes und Trainers Ernst van Aaken erstmals ein internationaler Marathon nur für Frauen statt. Christa Vahlensieck gewann in 2:59:26 Stunden, damals die schnellste Zeit einer Siegerin in einem reinen Frauenrennen. Ihre Ausdauerstärke prädestinierte Vahlensieck für die 42,195-km-Distanz. 1974 wurde sie beim Boston-Marathon Zweite in einer Zeit von genau 2:53 Stunden. Im selben Jahr verbesserte sie sich in Essen auf 2:42:38 Stunden, einer Zeit gleichbedeutend mit einem neuen Weltrekord, wäre die Strecke nicht 700 Meter kurz gewesen. Doch schon im folgenden Jahr wurde Vahlensieck mit 2:40:16 Stunden in Dülmen zur schnellsten Marathonläuferin der Welt. Im selben Jahr wurde sie die erste deutsche Marathonmeisterin beim Schwarzwald-Marathon in 2:45:43 Stunden, eine Zeit, die noch heute als Streckenrekord Bestand hat. Am 10. September 1977 gelang ihr beim Berlin-Marathon mit 2:34:48 Stunden ein weiterer Weltrekord.

Im Laufe ihrer Karriere gewann sie 14 deutsche Meistertitel und siegte zwischen 1973 und 1989 bei insgesamt 21 Marathons. Außerdem stellte sie Weltrekorde über 10.000 Meter, 20.000 Meter, 25 Kilometer und im Stundenlauf auf.
26.08.2016
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