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Zweifache Marathon-Weltmeisterin Edna Kiplagat

Edna Kiplagat gelang es als erste Frau aller Zeiten den Weltmeistertitel im Marathon zu verteidigen. Nach 2011 in Daegu gewann sie auch 2013 in Moskau Gold.

Edna Kiplagat gewann 2017 erstmals den Boston-Marathon +
Foto: photorun.net

Edna Kiplagat gewann 2017 den Boston-Marathon.

Edna Ngeringwony Kiplagat ist eine aus Burnt Forest in Kenia stammende Marathonläuferin, die nicht nur den Boston- sowie auch den London-Marathon gewann, sondern der auch als erste Frau überhaupt die Titelverteidigung des Marathon-Weltmeistertitels gelang. Trainiert wird sie von ihrem Mann Gilbert Cheruiyot Koech, der selbst eine Marathon-Bestzeit von 2:14:39 Stunden (San-Antonio-Marathon 2009) hat. Ihr Stern ging im Alter von knapp 17 Jahren auf, als sie bei den Leichtathletik-Juniorenweltmeisterschaften 1996 Silber über 3.000 Meter gewann. Im selben Jahr erreichte sie bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften in Turin den fünften Gesamtrang. 1997 wurde sie Vierte. Zudem konnten sich die Kenianerinnen in beiden Jahren den Sieg in der Nationenwertung sichern. Nach wie vor im Juniorenbereich startend, gewann sie bei den Leichtathletik-Juniorenweltmeisterschaften über 3.000 Meter Bronze.

Ihr Debüt über die Marathondistanz, welche später zu ihrer Paradestrecke werden sollte, gab sie mit 26 Jahren im Dezember 2005. Beim Las-Vegas-Marathon wurde sie in 2:50:20 Stunden allerdings nur Zehnte. Nach diesem ersten, recht ernüchternden Ergebnis konzentrierte sie sich erst noch einmal auf den Halbmarathon, bevor sie einen neuen Anlauf wagte. So gewann sie 2006 den Virgina-Beach-Halbmarathon und wurde Zweite beim Philadelphia-Halbmarathon sowie beim San-José-Halbmarathon. Einen weiteren Sieg fügte sie ihrer Sammlung beim Bay to Breakers hinzu, bevor sie ihren Halbmarathon-Vorjahressieg in Virgina Beach wiederholte und in Philadelphia auf Rang drei einlief.

Nach einer Babypause kam sie 2010 stärker denn je zurück und nahm Anlauf die größten Marathons der Welt zu gewinnen. Gleich im Frühjahr gewann sie den in Sachen Streckenprofil leicht abfallenden Los-Angeles-Marathon in 2:25:38 Stunden. Dabei sicherte sie sich die Sonderprämie in Höhe von 100.000 US-Dollar, da sie vor dem ersten Mann, der 18:47 Minuten, und somit exakt die Differenz des Herren- und des Damen-Streckenrekords, nach ihr gestartet war, ins Ziel kam. Bevor Kiplagat im Herbst beim New York City Marathon starten wollte, wurde sie beim Freihofer's Run for Women Zweite, beim Beach to Beacon 10k sowie beim Falmouth Road Race Dritte und gewann das Boilermaker Road Race.

Den nach langer Vorbereitung anstehenden New-York-City-Marathon gewann sie in 2:28:20 Stunden, was bis zu diesem Zeitpunkt ihr Karriere-Highlight darstellte. Inzwischen war sie in der absoluten Weltspitze angekommen. Im darauffolgenden Frühjahr erreicht sie beim New-York-City-Halbmarathon in 1:09:00 Stunden den zweiten Rang. Eine deutliche Verbesserung ihrer persönlichen Marathon-Bestzeit gelang ihr beim London-Marathon 2011, wo sie nach 2:20:46 Stunden als dritte Frau das Ziel erreichte. Das Highlight des Jahres stellte für sie aber zweifelsohne ihr Sieg bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu dar. In 2:28:43 Stunden gewann sie vor ihren Landsfrauen Priscah Jeptoo und Sharon Jemutai Cherop.

Für die im August 2012 in London stattfindenden Olympischen Spiele qualifizierte sie sich vier Monate zuvor im Rahmen des London-Marathons, den sie in 2:19:50 Stunde, und somit erstmals unter 2:20:00 Stunden, lief und sich dabei nur der ebenfalls aus Kenia stammenden Mary Keitany geschlagen geben musste. Im olympischen Marathon-Rennen erwischte sie nicht ihren besten Tag und kam nach 2:27:52 Stunden als 20. Läuferin ins Ziel. Nachdem sie in New York City 2012 noch den New York City Mini 10k gewann, richtete sie ihr Training auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2013 aus, wo sie in Moskau als erste Frau überhaupt ihren Weltmeistertitel im Marathon verteidigen wollte. Dies gelang ihr in einer Zeit von 2:25:44 Stunden, indem sie Valeria Straneo (2:25:58 Stunden) und Kayoko Fukushi (2:27:45 Stunden) hinter sich lassen konnte.

Nach einem dritten Platz 2011 und einem zweiten 2012 versuchte sie 2014 den London-Marathon für sich zu entscheiden. Dies gelang ihr in 2:20:21 Stunden. Dem Triumph bei einem weiteren der ganz großen Marathons ließ sie einen Sieg beim Olmütz-Halbmarathon in 1:08:53 Stunden folgen, womit sie nur fünf Sekunden langsamer als bei ihrer Bestzeit in Lissabon 2013 lief. Am 5. Oktober gewann sie in Glasgow zudem das größte Rennen Schottlands, den Great Scottish Run, in 1:07:57 Stunden, womit sie gleichzeitig auch ihre persönliche Halbmarathon-Bestzeit verbesserte. Ein Jahr später wiederholte sie diesen Sieg in 1:08:21 Stunden.

Nach New York City und London errang sie im April 2017 einen weiteren Sieg bei einem der sechs World Marathon Majors, indem sie in 2:21:52 Stunden den Boston-Marathon für sich entschied. Um alle sechs Rennen dieser Serie je mindestens einmal gewonnen zu haben, fehlen ihr nun noch die City-Marathons in Berlin, Tokio und Chicago.
Autor: Jonas Müller 08.06.2017
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