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Kenianische Marathonläuferin Jemima Jelagat Sumgong

Jemima Jelagat Sumgong feierte 2016 ihr erfolgreichstes Jahr als Marathonläuferin mit den Siegen beim London-Marathon und der olympischen Goldmedaille in Rio de Janeiro.

Jemima Sumgong gewann Marathon-Gold in Rio. +
Foto: photorun.net

Jemima Sumgong wurde 2016 Marathon-Olympiasiegerin in Rio de Janeiro.

Die am 21. Dezember 1984 geborene Jemima Jelagat Sumgong zählt zu den erfolgreichsten Marathonläuferinnen der vergangenen Jahre. Besonders im Jahr 2016 war sie kaum zu schlagen und gewann so unter anderem den in diesem Jahr am besten besetzten City-Marathon der Welt, den London-Marathon. Im April 2017 wurde Sumgong positiv auf Epo getestet und folglich für zwei Jahre gesperrt.

Erstmals konnte sie mit ihrem Halbmarathon-Sieg beim North Sea Beach Marathon in 1:27:51 h im Jahre 2004 etwas auf sich aufmerksam machen. 2006 wurde sie beim Newport 10,000 in Jersey City in 32:13 Minuten Zweite und siegte beim Las-Vegas-Marathon in 2:35:12 Stunden. Im selben Jahr lief sie zudem ihre immer noch bestehende persönliche 10-Kilometer-Bestzeit von 31:15 Minuten beim Peachtree Road Race in Atlanta.

In den ersten Jahren ihrer Marathonkarriere gelang es ihr nur einmal unter 2:30:00 Stunden zu bleiben, nämlich beim Frankfurt-Marathon 2007, den sie in 2:29:41 Stunden als Gesamtvierte finishte. Im Herbst 2010 belegte sie auf der Berliner Marathon-Weltrekord-Strecke den fünften Platz der Damenkonkurrenz.

Aufgrund einer Babypause unterbrach Sumgong, die mit dem 2:12-Stunden-Marathonläufer Noah Talam verheiratet ist, ihre Karriere. Nach der Geburt ihrer Tochter meldete sie sich 2011 mit ihrem Sieg beim Castellón-Marathon zurück. In der Folge mischte sie auch bei den ganz großen Rennen immer mehr vorne mit, sodass auch das europäische Publikum inzwischen wusste, wer sie ist. Neben ihrem Streckenrekord beim Lago-Maggiore-Halbmarathon erreichte sie 2012 mit nur zwei Sekunden Rückstand den zweiten Rang beim ältesten City-Marathon der Welt, dem Boston-Marathon. Schon dort wurde sie positiv auf das Kortison-Präparat Prednisolon getestet. Der zweijährigen Sperre entkam sie jedoch, da diese wieder aufgehoben wurde, weil die Injektion medizinisch indiziert war.

2013 gewann sie durch eine weitere Leistungssteigerung den Rotterdam-Marathon in 2:23:27 Stunden. In der Folge verpasste sie mehrfach einen ganz großen Sieg nur knapp. Neben einem zweiten Platz in Chicago 2013 (2:20:48 Stunden) sowie in New York 2014 kam sie bei der WM 2015 in Peking auf den vierten Rang und verpasste so die ersehnte Medaille. Sowohl in New York als auch in Peking fehlten dabei nur je drei Sekunden zum Erreichen ihres großen Ziels. Es verwundert nicht, dass auch ihre persönliche Marathon-Bestzeit aus einem Rennen stammt, das sie nicht gewann. In Boston lief sie 2014 als Vierte nach 2:20:41 Stunden ins Ziel.

Ebenfalls 2015 lief sie beim London-Marathon nur 61 Sekunden langsamer als Siegerin Tigist Tufa, erreichte das Ziel jedoch trotzdem nur als Sechste mit einer Zeit von 2:24:23 Stunden. In der Folge konzentrierte sie sich auf das Olympiajahr 2016, in dem eine großes Ziel verfolgte: Olympisches Gold. Als Zwischenstation nutzte sie im April 2016 ein weiteres Mal den London-Marathon den sie trotz eines Sturzes auf den finalen zehn Kilometern in 2:22:58 Stunden fünf Sekunden vor Vorjahressiegerin Tigist Tufa gewann. Am 14. August 2016 war ihr großer Tag dann gekommen. Auf dem olympischen Marathonkurs von Rio de Janeiro errang sie nach 2:24:04 Stunden die olympische Goldmedaille. Ihr folgten Eunice Jepkirui Kirwa aus Bahrain (2:24:13 Stunden) und Mare Dibaba (Äthiopien) in 2:24:30 Stunden.

In das nacholympische Jahr 2017 startete Jemima Sumgong am 10. Februar mit dem Ras-Al-Khaimah-Halbmarathon in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die 10-km-Marke in sehr schnellen 31:17 Minuten passierend - nur zwei Sekunden langsamer als ihre 10-km-Bestzeit von 2006 - konnte sie das Tempo auf der zweiten Hälfte nicht ganz aufrechterhalten. Dennoch belegte sie als zehntschnellste Halbmarathonläuferin der Geschichte in neuer persönlicher Bestzeit von 66:43 Minuten nur Rang vier im hochklassigsten Halbmarathon aller Zeiten.

Im April 2017 wurde jedoch bekannt, dass die in Kapsabet unter dem italienischen Coach Claudio Beradelli trainierende Sumgong positiv auf Epo getestet wurde, was für sie nun eine zweijährige Sperre nach sich zieht.
15.02.2017
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