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Kenianische Marathonläuferin Jemima Sumgong

Jemima Sumgong feierte 2016 ihr erfolgreichstes Jahr als Marathonläuferin mit den Siegen beim London-Marathon und der olympischen Goldmedaille in Rio de Janeiro.

Jemima Sumgong gewann Marathon-Gold in Rio. +
Foto: photorun.net

Jemima Sumgong wurde 2016 Marathon-Olympiasiegerin in Rio de Janeiro.

Die kenianische Langstreckenläuferin Jemima Sumgong wurde am 21. Dezember 1984 geboren. Sie trainiert in Kapsabet unter dem italienischen Coach Claudio Beradelli und arbeitet für die kenianische Armee, hat aber entsprechende Freistellungen. Jemima Sumgong hatte 2016 ihr mit Abstand größtes Jahr als Marathonläuferin. Zunächst gewann die Kenianerin den hochklassigsten City-Marathon des Jahres in London, danach triumphierte sie in Rio und wurde Marathon-Olympiasiegerin. Die 32-Jährige läuft bereits seit 2006 Marathon. Doch es dauerte lange, bis sie die Weltspitze erreichte. Im ersten Teil ihrer Laufbahn kam sie nach einem Auftakt-Sieg in Las Vegas 2006 mit 2:35:12 Stunden nur einmal auf eine Zeit von knapp unter 2:30 Stunden: In Frankfurt war Jemima Sumgong, die zunächst auch bekannt war unter dem Namen Jemima Jelagat, 2007 Vierte mit 2:29:41 Stunden.

Mit dem 2:12-Stunden-Marathonläufer Noah Talam verheiratet, unterbrach sie ihre Karriere und kam dann nach der Geburt ihrer Tochter 2011 wieder zurück. Fortan mischte sie bei den großen Rennen vorne mit und steigerte sich deutlich. In Boston kämpfte sie 2012 bis auf die Zielgerade um den Sieg und war am Ende mit nur zwei Sekunden Rückstand Zweite. 2013 gewann sie mit einer Steigerung auf 2:23:27 Stunden den Rotterdam-Marathon. Mehrmals verpasste Jemima Sumgong in der Folge einen großen Sieg oder auch eine Medaille. Zweite war sie 2013 in Chicago, Zweite 2014 in New York und Vierte bei der WM 2015 in Peking. Jeweils nur drei Sekunden fehlten in New York zum Sieg und in Peking zur Bronzemedaille. Ihren persönlichen Rekord von 2:20:41 Stunden lief sie 2014 in Boston, wo sie als Vierte ins Ziel kam.

In das nacholympische Jahr 2017 startete Jemima Sumgong am 10. Februar mit dem Ras-Al-Khaimah-Halbmarathon in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die 10-km-Marke in sehr schnellen 31:17 Minuten passierend - nur zwei Sekunden langsamer als ihre 10-km-Bestzeit von 2006 - konnte sie das Tempo auf der zweiten Hälfte nicht ganz aufrechterhalten. Dennoch belegte sie als zehntschnellste Halbmarathonläuferin der Geschichte in neuer persönlicher Bestzeit von 66:43 Minuten nur Rang vier im hochklassigsten Halbmarathon aller Zeiten.
15.02.2017
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