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Deutsche Kurzstreckenläuferin Katrin Krabbe

Katrin Krabbe-Zimmermann ist eine deutsche Kurzstreckenläuferin und Olympiateilnehmerin.

Katrin Krabbe-Zimmermann, am 22 November 1969 in Neubrandenburg geboren, ist eine der erfolgreichsten deutschen Kurzstreckenläuferinnen, Olympiateilnehmerin und Weltsportlerin des Jahres 1991.

Nach Doping-Vorwürfen wurde sie für mehrere Jahre für die Teilnahme an Wettkämpfen gesperrt. Sie war im gerichtlichen Verfahren gegen den internationalen Leichtathletikverband erfolgreich, indem sie Entschädigungszahlungen von 1,2 Millionen D-Mark erstritt. Mit ihrem Versuch, ihre Sportkarriere nach mehrjähriger Pause erfolgreich fortzusetzen, scheiterte sie jedoch.

Mit 12 Jahren begann Katrin Krabbe beim SC Neubrandenburg, dem Verein, bei dem ihr Vater Fußball-Oberligaspieler und später Trainer war, mit regelmäßigem Lauftraining. Ihr Trainer war von Anfang an Thomas Springstein. Der Durchbruch kam bei der Europameisterschaft 1990 in Split. Dort gewann sie dreimal Gold - über 100 Meter, 200 Meter und mit der 4×100-m-Staffel. 1991 folgte der Doppelsieg bei den Deutschen Meisterschaften in Hannover. Bei der Weltmeisterschaft in Tokio war sie die überragende Läuferin. Mit 10,99 bzw. 22,09 Sekunden holte sie über 100 Meter und 200 Meter Gold.

Bereits 1990 zur deutschen Sportlerin des Jahres gewählt, wurde Katrin Krabbe 1991 erneut deutsche Sportlerin des Jahres sowie Welt-Leichtathletin des Jahres und Weltsportlerin des Jahres.

Am 23. Juli 1992 endete Katrin Krabbes Karriere. Nach einer Urinprobe bei ihr und Trainingspartnerin Grit Breuer wurde das Dopingmittel Clenbuterol nachgewiesen. Obwohl das Asthmamedikament, welches den Wirkstoff enthielt, damals noch nicht auf den offiziellen Dopinglisten stand, wurden beide Sportlerinnen vom Deutschen Leichtathletik-Verband für ein Jahr gesperrt. Der Internationale Leichtathletikverband IAAF verlängerte diese Sperre wegen unsportlichen Verhaltens um weitere zwei Jahre, bis August 1995. Ein Comeback-Versuch scheiterte.

Katrin Krabbe-Zimmermann - wie sie nach ihrer Hochzeit mit dem Rechtsanwalt und ehemaligen Junioren-Rudervizeweltmeister Michael Zimmermann (1962–2015) hieß - verfolgte ihre sportliche Karriere nach dem misslungenen Comeback-Versuch nicht weiter. Mittlerweile hat sie zwei Söhne und betrieb ein Sportgeschäft in Neubrandenburg, das sie gemeinsam mit ihrem ehemaligen Verlobten, dem Kanuten Torsten Krenz, eröffnet hatte. Seit ihrer Insolvenz arbeitet sie im Kundenservice eines Autohauses.
05.09.2016
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