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Marathon-Olympiasiegerin in Athen 2004 Mizuki Noguchi

Mizuki Noguchi lief 2004 im olympischen Marathonrennen von Athen zur Goldmedaille.

Mizuki Noguchi +
Foto: photorun.net

Noguchi auf den letzten Metern ihres olympischen Marathons 2004.

Die am 3. Juli 1978 geborene Mizuki Noguchi wechselte nach mehreren Jahren auf der Halbmarathon-Distanz äußerst erfolgreich auf die vollen 42,195 Kilometer, auf denen sie später Olympiasiegerin wurde und den Asienrekord brach.

Bereits während ihrer Schulzeit begann Noguchi als Schülerin der ersten Klasse der Sekundarstufe mit dem Lauftraining. Nach einigen 3000-Meter-Rennen und Marathon-Staffel-Teilnahmen, ging die Tendenz bald zu deutlich längeren Distanzen. Wie in Japan üblich, unterhalten zahlreiche große Unternehmen ihr eigenes Laufteam - ähnlich wie beim Radsport in Europa. Die Teammitglieder gelten folglich als Angestellte. Nach zweijähriger Mitgliedschaft in der Firmenmannschaft des Bekleidungsherstellers Wacoal, wechselte sie 1999 in die des Warenterminhändlers Globaly.

Als Noguchi im selben Jahr den Inuyama-Halbmarathon gewann, entschied sie sich, sich vorwiegend auf diese Distanz konzentrieren zu wollen. Als Weltranglisten-Zweite angereist errang sie bei der Halbmarathon-Weltmeisterschaft die Silber-Medaille. In den beiden folgenden Jahren verpasste sie das Podest als Gesamtvierte jedoch knapp. Dafür konnte sie 2001 aber die japanische Firmenmeisterschaft gewinnen. Im Rahmen des Nagoya-Marathons bestritt sie am 10. März 2002 ihren ersten Marathon, den sie auf Anhieb in 2:25:35 Stunden gewann. Knapp ein Jahr später konnte sie diese Marke als Siegerin des Osaka Women's Marathon nochmals deutlich verbessern. Die Uhr blieb für sie an diesem Tag nach 2:21:18 Stunden stehen.

Rund ein Jahr vor den Olympischen Spielen von Athen im Sommer 2004 ging sie 2003 in Paris/Saint-Denis bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften an den Start. In 2:24:18 Stunden kam sie hinter Siegerin Catherine Ndereba ins Ziel. In Athen konnte sie diese hingegen schlagen und sich so vor Ndereba und der Drittplatzierten Deena Kastor nach 2:26:20 Stunden als erste Marathonläuferin den olympischen Lorbeerkranz abholen. Das vielleicht größte Rennen ihrer Karriere gelang ihr allerdings beim Berlin-Marathon 2005, wo sie nicht nur erstmals unter 2:20 Stunden laufen, sondern sich auch den asiatischen Konti-nentalrekord sichern wollte.

Ihren kenianischen Tempomacher Christopher Kandie ließ sie dabei erst zwei Tage vor dem Rennen einfliegen, da sie sich nicht alleine auf die beiden polnischen Tempomacher verlassen wollte. Mit Kandie, der 2003 als Tempomacher beim damaligen Weltrekord-Marathon von Paul Tergat in Berlin dabei war und auch Paula Radcliffe bei ihrem Weltre-kord in London das Tempo machte, hatte sie einen erstklassigen, wenn nicht sogar den besten, Tempomacher an ihrer Seite. Mit über acht Minuten Vorsprung auf Luminita Zaituc, die 2:27:34 Stunden benötigte, erreichte sie das Ziel nach 2:19:12 Stunden und knackte so nicht nur den Berliner Steckenrekord, sondern auch den Asienrekord. Selbst den Weltrekord verpasste sie dabei nur um 25 Sekunden. Nachdem sie sich in der Folge nochmals auf die Halbmarathon-Distanz konzentriert hatte, um ihre Bestzeit ein letztes Mal zu verbessern, was ihr mit einer Zeit von 1:07:43 Stunden am 5. Februar 2006 in Ma-rugame gelang, startete sie im November 2007 ein weiteres Mal über die 42,195 Kilometer. Den Streckenrekord des Tokyo International Women’s Marathon knackte sie dabei in 2:21:37 Stunden.

Auch wenn sie in den folgenden Jahren nicht mehr an ihre beste Zeit zu Beginn des Jahr-tausends anknüpfen konnte, als sie bis 2004 ganze 14 von 24 Halbmarathons, an denen sie teilnahm, gewann und dabei nur zweimal von einer Japanerin geschlagen wurde, star-tete sich auch zwischen 2007 und 2013 bei mehreren Halbmarathons in Asien und teil-weise auch darüber hinaus. Einen letzten Anlauf auf die Marathondistanz startete sie 2012 als sie am Ort ihres ersten Marathons, in Nagoya, in 2:25:33 Stunden und ein Jahr später an selber Stelle in 2:24:05 Stunden ins Ziel kam. Bereits 2016 war es ihr jedoch nicht mehr möglich die 2:30-Stunden-Marke zu knacken, was ihr Start in Nagoya zeigte, bei dem sie 2:33:54 Stunden benötigte.
Autor: Jonas Müller 07.06.2017
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