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Projekt Run my Silkroad Nach dem Unfall: Kai Markus hat einen neuen Plan

Kai Markus läuft von Hamburg nach Schanghai. Nachdem er sich knapp 1.000 Kilometer vor dem Ziel beide Fersen gebrochen hat, musste ein neuer Plan her.

Schwerer Unfall stoppt Kai Markus +
Foto: Jurian Elstgeest

Versprochen ist versprochen: Einen Tag nach dem Unfall spricht Kai Markus an einer Universität in Enshi.

Wie bereits berichtet, hat sich Ultraläufer Kai Markus während seines Projektes "Run my Silkroad", bei dem er über 12.000 Kilometer von Hamburg nach Schanghai läuft, schwer verletzt. Nach 202 Tagen und 11.000 Kilometern rutschte er auf einer belebten Straße, bei dem Versuch einem Auto auszuweichen, in einen Graben und brach sich beide Fersen. Er verlor kurz das Bewusstsein und hatte Glück, dass er halb im Graben, halb auf der Straße liegend, nicht überfahren wurde.

Nach einem Hilferuf mittels Sprachnachricht bei seiner Frau kam Hilfe in Form von Sanitätern mit nicht vorhandener Englischkenntnissen und einem abenteuerlichen Tansporter, bei dem auf dem Weg zum Krankenhaus der Kofferraum aufbleiben musste, weil die Trage zu lang war. Im Krankenhaus schnitten sie ihm die Schuhe von den Füßen und machten ein Röntgenbild, auf dem jedoch wenig zu erkennen war, da Kai Markus vor Kälte zu stark zitterte. Letztlich kam dann aber doch die niederschmetternde Diagnose.

War es das nun? Nein. Victor, der ihn von Anfang an in einem alten VW Käfer begleitet – der Oldtimer gab übrigens am selben Tag den Geist auf – werden das Projekt zu Ende bringen. Doch da Kai Markus auf absehbare Zeit nicht laufen kann, es bei dem Projekt aber ums Laufen geht, haben sie sich eine kreative Lösung überlegt: Victor wird diesen Part übernehmen. "Wir haben es angefangen und bringen es zu Ende", sagt Kai Markus dazu. Bis Schanghai sind es noch rund 1100 Kilometer. Wenn Victor von nun an 20 bis 25 Kilometer pro Tag zurücklegt, könnten sie das Ziel Anfang Dezember erreicht haben (Details folgen). Seiner Kämpfernatur entsprechend, möchte Kai Markus ihn nach seinem Krankenhausaufenthalt dabei auf Krücken oder im Rollstuhl begleiten.

Weit mehr Sorgen als um seine Gesundheit macht sich Kai Markus übrigens über die Finanzen des Projekts. "Der Unfall reißt ein Loch in die Kasse, aber das werden wir schon irgendwie lösen", sagt er. Wenn Sie bei der Lösung behilflich sein möchten, können Sie hier das Projekt unterstützen: www.runmysilkroad.com.
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