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Deutscher Hindernis- und Straßenläufer Steffen Uliczka

Steffen Uliczka ist ein ehemaliger deutscher Hindernisläufer, der beim Berlin-Marathon 2016 den Anschluss in die nationale Marathonspitze schaffte.

Steffen Uliczka Berlin-Marathon 2016 +
Foto: photorun.net

Steffen Uliczka verbesserte sich beim Berlin-Marathon 2016 um über fünf Minuten auf 2:15:02 Stunden.

Steffen Uliczka ist ein deutscher Hindernisläufer, der sich ab 2015 auf den Straßenlauf spezialisiert hat. Er wurde am 17. Juli 1984 in Preetz nahe Kiel geboren. Uliczka startet für die SG TSV Kronshagen/Kieler TB und wird von Andreas Fuchs trainiert. Er absolvierte eine Lehre zum Bankkaufmann und studiert seit 2007 Agrarwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel.

Steffen Uliczka wurde 2005 und 2006 Deutscher Juniorenmeister im Crosslauf. 2006, 2008 und 2010 gewann er den Deutschen Meistertitel im Hindernislauf. Auch 2007 hatte er das Ziel als erster erreicht, wurde jedoch nachträglich disqualifiziert, weil er den linken Fuß mehrfach nicht regelkonform über die Hindernisse geführt haben soll. Der neue Deutsche Meister Filmon Ghirmai kritisierte die umstrittene Entscheidung und boykottierte die Siegerehrung.

Im Jahr 2008 lief Steffen Uliczka die 3.000 Meter ohne Hindernisse in 7:59,56 Minuten erstmals unter acht Minuten und erlief sich im September bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften über zehn Kilometer in Karlsruhe hinter Falk Cierpinski die Silbermedaille in 29:17 Minuten.

2009 belegte Uliczka den zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Hindernislauf, dieses Mal hinter Filmon Ghirmai. Außerdem verbesserte er seine 3.000-m-Bestzeit auf 7:55,41 Minuten.

Das Jahr 2011 begann Steffen Uliczka mit dem Sieg bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Löningen. Dies war gleichzeitig seine erste Einzel-DM-Medaille im Crosslauf in der Männer-Klasse nach zwei vierten Plätzen in den Jahren 2007 und 2010. Im Mai verbesserte er beim Meeting in Koblenz seine 5.000-m-Bestzeit auf 13:41,88 Minuten.

Im Sommer errang Steffen Uliczka erneut den Deutschen Meistertitel im Hindernislauf. Nach dem Karriereende von Filmon Ghirmai im Jahr 2010 war Steffen Uliczka mehrere Jahre lang in Deutschland unangefochten die Nummer eins über die 3.000 Meter Hindernis. So erlief er sich auch im Jahr 2013 auf dieser Strecke den Deutschen Meistertitel, nachdem er 2012 nicht gestartet war.

Mit Martin Grau (LSC Höchstadt) bekam er im Jahr 2014 wieder einen starken nationalen Konkurrenten, der ihn beim "Anhalt"-Meeting in Dessau im direkten Duell bezwang. Mit 8:26,79 Minuten belegte Steffen Uliczka in der DLV-Jahresbestenliste auch "nur" den zweiten Rang hinter Martin Grau. Bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm konnte Uliczka sich über 3.000 Meter Hindernis jedoch gegen Martin Grau und Hannes Liebach (SCC Berlin) durchsetzen. Mit einer Zeit von 8:35,82 Minuten wurde er Deutscher Meister. Außerdem stellte Uliczka im Jahr 2014 mit 13:37,86 Minuten eine neue 5.000-m-Bestzeit auf. Hiermit belegte er in der DLV-Bestenliste den dritten Platz.

2007 belegte Steffen Uliczka bei der Universiade in Bangkok den vierten Rang im Hindernislauf und bei der Crosslauf-Europameisterschaft in Toro den 39. Platz. 2009 erreichte er seinen ersten großen internationalen Erfolg, als er bei der Universiade in Belgrad mit persönlicher Bestleistung von 8:26,18 Minuten die Bronzemedaille im Hindernislauf gewann. Im selben Jahr nahm Uliczka an der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin teil, schied jedoch bereits im Vorlauf aus. Im Dezember belegte er bei der Crosslauf-Europameisterschaft in Dublin den 19. Rang, nachdem er in der Anfangsphase des Rennens gestürzt war.

Im Jahr 2010 lief Steffen Uliczka bei der Team-Europameisterschaft auf den zweiten Platz und feierte bei den Leichtathleik-Europameisterschaften in Barcelona seinen bislang größten internationalen Erfolg, als er den sechsten Platz über 3000 m Hindernis erreichte, nachdem der drittplatzierte Spanier wegen Dopings nachträglich disqualifiziert worden war. Ende des Jahres belegte er bei der Cross-EM im portugiesischen Albufeira den zwölften Rang, was seine beste bisher Platzierung bei diesem Event war.

2011 belegte Uliczka bei seinem ersten Cross-WM-Rennen im spanischen Pumta Umbria den 54. Platz. Bei der Team-Europameisterschaft im Juni in Stockholm belegte er erneut den zweiten Rang. Bei der Leichtahletik-WM im südkoreanischen Daegu im Sommer 2011 schied er im Vorlauf aus, nachdem er während des Rennens gestürzt war.

2012 sicherte er sich bei den erstmals im Olympiajahr ausgetragenen Europameisterschaften den neunten Rang. Mit 8:22,93 Minuten lief Steffen Uliczka bei einem Meeting in Belgien seine Bestzeit über 3.000 Meter Hindernis und qualifizierte sich danmit erstmals für Olympische Spiele. Bei den Spielen in London schied er im Vorlauf aus.

2013 lief Steffen Uliczka im April beim Korschenbroicher Citylauf mit 29:04 Minuten seine 10-km-Bestzeit über, was gleichzeitig einen neuen Landesrekord für Schleswig-Holstein bedeutete. Im Sommer folgte die nächste WM-Teilnahme in Moskau, wo er im 3.000-m-Hindernislauf wieder im Vorlauf ausschied. Im Jahr 2014 erreichte er bei den Europameisterschaften in Zürich den siebten Rang, nachdem der Sieger Makhediene Mekhissi Bennabad aus Frankreich wegen Trikots-Ausziehens auf der Zielgeraden disqualifiziert wurde.

Ende des Jahres 2014 kündigte Uliczka an, ab 2015 auf die Straßen-Langstrecken und damit zum Marathon zu wechseln. Beim Hamburg-Marathon 2015 gab er schließlich nach monatelanger Vorbereitung sein Debüt über die 42,195-km-Distanz. Nachdem er mit Julian Flügel anlief, tat sich Uliczka auf der zweiten Hälfte schwer und konnte das Tempo nicht aufrechterhalten. Nach 2:20:19 Stunden lief er als 26. ins Ziel. Sein Ziel von einer Zeit um 2:14 Stunden verpasste er somit recht deutlich. Nach dem Marathon musste er sich einer Fersen-OP unterziehen, die einen ernsthaften Herbst-Marathon verhinderte. Nach dem Wiederaufbau mit viel Radtraining und vorsichtigen ersten Laufversuchen, stand Steffen Uliczka beim Frankfurt-Marathon 2015 als Pacemaker von Lisa Hahner an der Startlinie und zog sie in 2:28:39 Stunden zu einer neuen Bestzeit.

Beim Barcelona-Halbmarathon im Februar 2016 machte Steffen Uliczka nach zehnmonatiger Abstinenz seinen ersten richtigen Wettkampf. Dabei blieb er als 15. in 65:23 Minuten genau im Erwartungsbereich. Hartnäckige muskuläre Verspannung im Lendenwirbel zwangen ihn danach erneut zu Alternativ-Training und zur Laufpause. Im Juni zeigte er sich beim Hamburg-Halbmarathon mit 66:06 Minuten schon wieder in recht guter Form. Ein letzter Test vor seinem Herbst-Marathon 2016 war für ihn der 10-Meilen-Lauf in Schortens, den Uliczka in 49:32 Minuten als sechster beendete.

Das Saison-Highlight, der 43. Berlin-Marathon, war für Steffen Uliczka ein voller Erfolg. Eine Zeit von 2:12 Stunden bis 2:14 Stunden habe er sich im Vorhinein vorgestellt. Dementsprechend schnell ging er in 66:20 bei der Halbmarathon-Marke durch. Ab Kilometer 30 ging für Uliczka der Kampf los, auf den folgenden zehn Kilometern in 33:19 Minuten verlor er etwas an Boden, konnte jedoch ab Kilometer 40 nochmals an Tempo zulegen und verpasste eine Zeit von 2:14 Stunden am Ende nur ganz knapp. Dennoch zeigte er sich über seine Verbesserung von über fünf Minuten auf 2:15:02 Stunden sehr zufrieden und hatte damit den Anschluss in die deutsche Marathonspitze geschafft.

Facebook: Steffen Uliczka auf Facebook
26.09.2016
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