Top Themen: Laufschuhe | Laufuhren | Abnehmen | Trainingspläne | Coaching | Lauftrainer-App | Abnehm-App | Laufhelden | A - Z
Alle Themen: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z #

Marathon-Olympiasiegerin Tiki Gelana

Gelana lief 2012 zum Olympischem Gold im Marathon und verbesserte die Streckenrekorde des Rotterdam- sowie des Amsterdam-Marathons.

Olympiasiegerin Tiki Gelana kehrt nach London zurück. +
Foto: photorun.net

Tiki Gelana auf dem Weg zu Olympischem Gold.

Erba Tiki Gelana ist eine am 22. Oktober 1987 in Bekoji in Äthiopien geborene Langstreckenläuferin, die über die Marathondistanz mit Olympischem Gold in London 2012 ihren größten Erfolg feierte. Die 1,65 Meter große Athletin lief bei ihrem Rotterdam-Marathon-Sieg im selben Jahr nationalen Rekord. Gelana begann 2004 bei Straßenläufen teilzunehmen und startete so beispielsweise beim Great Ethiopian Run in Addis Abeba, wo sie auf Platz vier lief. In Barcelona gewann sie zwei Jahre später in 32:57 Minuten die San Silvestre Barcelonesa über zehn Kilometer und gab ebenfalls in Katalonien ihr Halbmarathon-Debüt. 2007 stellte sie beim Okayama Half Marathon in Japan in 31:54 Minuten eine neue 10-Kilometer-Bestzeit auf, die noch zehn Jahre danach bestehen sollte. Gleichzeitig war sie in diesem Jahr die drittschnellste Äthiopierin.

Im März 2008 siegte Gelana, die die Cousine des Marathon-Olympiasiegers von 2000, Gezahegne Abera, ist, auch beim Women First 5K in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba und kam beim stark besetzten World 10K Bangalore im Mai auf den vierten Rang. Neben dem Erringen einer neuen, ebenfalls noch heute bestehende 5.000-Meter-Bestzeit (15:17,74 Minuten) beim ISTAF Berlin lief sie im tschechischen Ostrava 31:27,80 Minuten über 10.000 Meter und kam beim Delhi Halbmarathon in 1:10:22 Stunden auf den sechsten Platz. Beim Ras-Al-Khaimah-Halbmarathon (1:12:22 Stunden) in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde sie 2009 Sechzehnte, beim am ersten September-Sonntag ausgetragenen Virginia Beach Halbmarathon hinter Abebu Gelan Zweite. Mit gerade noch 21 Jahren entschloss sie sich vier Tage nach ihrem 22. Geburtstag erstmals über die 42,195 Kilometer an den Start gehen zu wollen. Dies tat sie im irischen Dublin und erreichte in 2:33:49 Stunden als dritte Frau das Ziel. Im Jahre 2010 folgten mit dem Los-Angeles-Marathon (2:28:28 Stunden) sowie ihrem erneuten Start in Dublin (2:29:49 Stunden) ihre Marathons Nummer zwei und drei. Bei beiden Marathons erreichte sie den vierten Gesamtplatz.

Das Jahr 2011 sollte zu Tiki Gelanas Jahr des großen Durchbruchs werden. Am 16. Oktober lag beim Amsterdam-Marathon lange eine Vierer-Gruppe, die konstant auf eine Zielzeit von 2:23 Stunden unterwegs waren, an der Spitze des Rennens. Nachdem sich das Quartett erst auf drei Äthiopierinnen und später sogar auf das Duo Gelana/Kuma reduziert hatte, setzte Tiki Gelana nach 35 Kilometern die entscheidende Attacke. Auf Streckenrekord liegend forcierte sie das Tempo weiter. Diesen Rekord, der neun Jahre lang von ihrer Landsfrau Gete Wami gehalten wurde, unterbot sie in 2:22:07 Stunden um zwölf Sekunden und verbesserte somit ihre eigene persönliche Bestzeit um famose sieben Minuten. Bei den nationalen Crosslauf-Meisterschaften erreichte sie im selben Jahr den dritten Platz.

Das Jahr 2012 startete für sie mit einer neuen Halbmarathon-Bestzeit beim Kagawa Marugame Halbmarathon. In Japan kam sie nach 1:08:48 Stunden ins Ziel. Darauf folgte am 15. April ein weiterer spektakulärer Streckenrekord auf niederländischem Boden. Beim Rotterdam-Marathon gewann sie in 2:18:58 Stunden mit über fünf Minuten Vorsprung vor der Italienerin Valeria Straneo. Somit blieb sie nicht nur als erste äthiopische Läuferin unter 2:19 Stunden, sondern lief auch die zu diesem Zeitpunkt viertschnellste Marathonzeit aller Zeiten. Wenig überraschend wurde sie für die Olympischen Sommerspiele in London nominiert. Trotz eines Sturzes nach einer Wasserstation sowie des Regens während des Rennens bog sie als erste auf die Zielgerade ein und sicherte sich nach 2:23:07 Stunden mit neuem Olympischen Rekord die Gold-Medaille. Beim Great North Run in Newcastle upon Tyne lief sie nach den Olympischen Spielen zudem in 1:07:48 Stunden zu einer neuen Halbmarathon-Bestzeit. In Nijmegen kam sie beim Zevenheuvelenloop über 15 Kilometer ebenfalls mit einer neuen persönlichen Bestzeit ins Ziel. Mit ihrer Zeit von 48:09 Minuten musste sie sich einzig der 10.000-Meter-Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba geschlagen geben.

Nach einem erneuten Start über die Halbmarathon-Distanz im japanischen Marugame im Februar 2013, ging sie am 21. April beim London-Marathon an den Start. Nach einer Kollision mit Rollstuhl-Fahrer Josh Cassidy nach rund 15 Kilometern lief sie das Rennen langsam zu Ende und kam nach 2:36:55 Stunden weit hinter ihren normalen Ansprüchen zurückliegend und auf Platz 16 liegend wenige Meter vom Buckingham Palace entfernt ins Ziel. Die Organisatoren passten in der Folge ab 2014 die Startzeiten der Rollstuhlfahrer an. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau erreichte sie das Ziel im Herbst 2013 aufgrund zu warmer Bedingungen nicht.

Ein Jahr später stellte sie sich in London erneut den 42,195 Kilometern. Dieses Mal kam sie ohne Sturz rund zehn Minuten früher als im Vorjahr beim Buckingham Palace an und lief als Neunte ins Ziel. In 2:26:58 Minuten lief sie jedoch mehr als sechs Minuten langsamer wie die kenianische Siegerin Edna Kiplagat. Beim Great Scottish Run in Glasgow erreichte sie das Ziel auf dem Glasgow Green als dritte Läuferin nach 1:10:37 Stunden. Neben der Zweitplatzierten Caroline Kilel (1:08:53 Stunden) war erneut Kiplagat (1:07:57 Stunden) schneller. Im Frühjahr 2015 startete sie ein weiteres Mal in Japan, dieses Mal jedoch bei einem der größten Marathons der Welt, dem Tokio-Marathon. Den zu den World Marathon Majors Rennen zählende Marathon absolvierte sie in 2:24:26 Stunden. Somit kam sie auf den dritten Platz.
Autor: Jonas Müller 28.06.2017
Kostenloser Newsletter
RUNNER'S WORLD ERLEBEN
NEWS
Gipfelstürmung im vierten Anlauf
Zugspitz Trailrun Challenge 2017

Foto: Stephan Wieser

Bei der vierten Auflage der Zugspitz-Trailrun-Challenge spielte das Wetter nun endlich mit... ...mehr

Van Lierde zum vierten Mal siegreich

Bei bis zu 28 Grad gingen in Nizza 2.070 Starter über die Ironman-Distanz beim Ironman Fra... ...mehr

Laufend spenden im Nürnberger Land
Deckersberger Inklusions-Rundenlauf 2017

Foto: Norbert Wilhelmi

Nach seiner Premiere sammelten am Sonntag, den 23. Juli in Deckersberg 350 Läufer zum zwei... ...mehr

Sie sind hier: >> >> >>
(©) Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG