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Äthiopische Langstreckenläuferin Tirunesh Dibaba

Tirunesh Dibaba ist eine äthiopische Langstreckenläuferin und mehrfache Olympiasiegerin.

Tirunesh Dibaba +
Foto: photorun.net

Tirunesh Dibaba gewann 2013 in Moskau über 10.000 Meter ihr fünftes WM-Gold auf der Bahn.

Tirunesh Dibaba ist eine äthiopische Langstreckenläuferin und Olympiasiegerin. Sie wurde am 1. Juni 1985 in Chefe, in der Provinz Arsi, geboren. Tirunesh Dibaba ist mit ihrem Läuferkollegen Sileshi Sihine verheiratet.

2003 holte sie ihren ersten internationalen Titel beim Juniorinnen-Rennen der Crosslauf-Weltmeisterschaft, bei dem sie im Jahr zuvor Zweite geworden war. Beim 5.000-Meter-Lauf der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2003 in Paris/Saint-Denis holte Tirunesh Dibaba die Goldmedaille und bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen die Bronzemedaille über dieselbe Distanz hinter ihrer Landsfrau Meseret Defar und Isabella Ochichi.

Beim US-Hallen-Meeting Boston Indoor Games stellte sie 2005 mit 14:32,93 Minuten einen Hallen-Weltrekord über 5.000 Meter auf, der 2009 von Meseret Defar gebrochen wurde. Sie verbesserte damit die Bestmarke von Berhane Adere um fast sieben Sekunden. Zwei Monate später siegte sie bei der Crosslauf-WM sowohl auf der Kurz- wie auf der Langstrecke. Bei der WM im selben Jahr in Helsinki gewann sie die Goldmedaille über 5.000 Meter vor Meseret Defar und über 10.000 Meter vor Berhane Adere. Tirunesh Dibaba ist damit die erste Sportlerin, die beide langen Strecken auf der Bahn bei einer Weltmeisterschaft gewonnen hat. 2006 verteidigte sie auf der Langstrecke ihren Crosslauf-WM-Titel, und bei der Leichtathletik-WM 2007 in Osaka gewann sie erneut den 10.000-Meter-Lauf.

2008 wurde Tirunesh Dibaba erneut Crosslauf-Weltmeisterin und Afrikameisterin über 10.000 Meter. Bei den Bislett Games stellte sie mit 14:11,15 Minuten einen 5.000-Meter-Weltrekord auf, womit die alte Bestmarke von Meseret Defar um gut fünf Sekunden verbessert wurde. Ihre Ausnahmestellung stellte sie bei den Olympischen Spielen in Peking unter Beweis. Mit 29:54,56 Minuten, der zweitschnellsten bis dahin gelaufenen Zeit, gewann sie über 10.000 Meter die Goldmedaille vor der Türkin Elvan Abeylegesse und der US-Amerikanerin Shalane Flanagan. Obendrein gewann sie eine Woche später auch noch den Lauf über 5.000 Meter in einer Zeit von 15:41,40 Minuten. Auch dieses Mal verwies sie Elvan Abeylegesse auf Platz zwei und ihre Landsfrau Meseret Defar auf Platz drei. 2009 verbesserte Tirunesh Dibaba beim Zevenheuvelenloop den Weltrekord im 15-km-Straßenlauf um 27 Sekunden auf 46:28 Minuten.

Bei den Olympischen Spielen in 2012 in London verteidigte sie ihren 10.000-m-Titel in 30:20,72 Minuten und lief über die 5.000-m-Strecke in 15:05,15 Minuten zu Bronze. Tirunesh Dibaba wurde bis zum Ende des Jahres 2012 viermal Weltmeisterin über die Bahn-Langstrecken und gewann vier Crosslauf-Weltmeistertitel.

Auch auf der Straße präsentierte sich Tirunesh Dibaba schon. Bei ihrem Halbmarathon-Debüt beim Great North Run lief sie in 67:35 Minuten eines der schnellsten Debüts überhaupt. Schon 2013 wollte sie beim London-Marathon ihren Einstand auf der Königssttrecke feiern, musste diesen Plan verletzungsbedingt jedoch absagen. Ende des Jahres konnte sie beim Great North Run erneut glänzen und belegte in 66:55 Minuten den dritten Platz. Damit war sie zu diesem Zeitpunkt die 17. Frau der Leichtathletik-Geschichte, die den Halbmarathon unter 67 Minuten lief.

Im April 2014 konnte Tirunesh Dibaba dann ihr Marathon-Debüt in London nachholen. Dort wurde sie in einem extrem engen und hochklassigen Rennen mit 2:20:35 Stunden Dritte. Edna Kiplagat siegte in 2:20:21 Stunden drei Sekunden vor Florence Kiplagat. Nachdem Tirunesh Dibaba später im Jahr schwanger wurde, setzte sie 2015 aus.

Drei Jahre nach ihrem fünften Einzel-WM-Titel auf der Bahn bei den Meisterschaften 2013 in Moskau, wo sie in 30:43,35 Minuten zu Gold lief, startete Tirunesh Dibaba bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Dort reichte eine neue persönliche Bestzeit von 29:42,56 Minuten in einem unglaublichen schnellen Rennen, in dem Almaz Ayana den Weltrekord auf 29:17,45 Minuten schraubte, nur zu Bronze. Ihre jüngere Schwester Genzebe Dibaba gewann bei den Spielen von Rio über 1.500 Meter Silber.

Auch bei der Weltmeisterschaft im Londoner Olympia-Stadion 2017 hatte Tirunesh Dibaba das Nachsehen gegenüber ihrer Landsfrau Almaz Ayana. Nach einer recht langsamen ersten Hälfte von knapp unter 16 Minuten, reichte eine Zeit von 31:02,69 Minuten zu Silber - über 46 Sekunden schneller war Ayana.

Facebook: Tirunesh Dibaba auf Facebook
21.08.2017
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