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Nährstoffe Ballaststoffe - gesunde Nährstofflieferanten

Ballaststoffe sind kein "Ballast" für den Körper, sondern Sattmacher, die wertvolle Nährstoffe liefern.

"Warum sind Ballaststoffe gesund, wo sie doch offensichtlich nur „Ballast“ sind?"

Ursula Becker, Berlin
Ballaststoffe +

Bohnen enthalten besonders viele Ballaststoffe. Sie machen zwar satt, der Großteil der organischen Masse ist aber unverdaulich und wird wieder ausgeschieden, landet also nicht "auf den Hüften".


Martin Grüning +
Foto: Runner’s World

RUNNER´S-WORLD-Trainingsexperte Martin Grüning

RUNNER´S-WORLD-Trainingsexperte Martin Grüning antwortet:
Die Bezeichnung „Ballaststoffe“ ist ein wenig irreführend. Denn ungeachtet dieser unglücklichen Konnotation sind Ballaststoffe alles andere als überflüssig: Mit ihnen nehmen wir die in Früchten, Gemüse und Vollkornprodukten enthaltenen Nährstoffe auf. Vor allem aber machen Ballaststoffe für längere Zeit satt. Dabei werden die Ballaststoffe selbst jedoch nicht abgebaut, sondern fast unverdaut wieder ausgeschieden. Gerade diese Unverdaulichkeit ist es, die sie so gesund macht. Ihre komplexe Form von Kohlenhydraten verlangsamt den Verdauungsvorgang, wodurch der Körper gleichmäßig über längere Zeit mit den aufgenommenen Nährstoffen versorgt wird.

Bei den Ballaststoffen unterscheiden wir zwei Arten – und beide sind für Läufer von Nutzen und sehr gesund: Wasserlösliche Ballaststoffe sind vor allem in Obst, Gemüse und Bohnen enthalten. Sie tragen zur Senkung des Cholesterinspiegels bei, indem sie das Cholesterin zur Leber befördern, wo es dann abgebaut wird. Auch auf den Blutzuckerspiegel wirken Ballaststoffe sich positiv aus. Die zweite Art sind unlösliche Ballaststoffe, die vor allem in Vollkorn enthalten sind. Sie sorgen für eine Reinigung des Darms und ­können damit Darmkrebs und anderen schweren Erkrankungen des Verdauungstrakts vorbeugen.

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Nächste Frage aus "Experten antworten": "Seit langer Zeit habe ich (31) mit Bauchschmerzen zu kämpfen, die ein Arzt als Reizdarm diagnostiziert hat, und mir empfahl, meine Ernährung umzustellen. Ich muss mich mit Obst, Gemüse, Salaten, Müsli zurückhalten. Meinem Bauch geht es besser, aber meine Sorge ist, dass mein Körper nicht die Stoffe bekommt, die er zum Laufen braucht."

Inhaltsverzeichnis
Autor: Martin Grüning 20.11.2012
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