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Die Traumgrenze des Marathonlaufs Fällt die Zwei-Stunden-Barriere im Marathon?

Die Zwei-Stunden-Barriere markiert die Traumgrenze des Marathonlaufes. Kenenisa Bekele, Mo Farah und andere Experten sagen, ob und wann diese Grenze fällt.

Bekele +
Foto: photorun.net

Kenenisa Bekele

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Marathon

Es ist möglich, einen Marathon unter zwei Stunden zu laufen? Und wenn ja, wann dürfte das passieren? Diese Fragen werden seit dem jüngsten Berliner Marathon-Weltrekord immer öfter diskutiert. Im vergangenen Jahr lief der Kenianer Dennis Kimetto 2:02:57 Stunden und durchbrach damit als Erster die 2:03-Stunden-Marke. Noch 2:58 Minuten fehlen zur absoluten Traumbarriere des Laufsports. Nachfolgend äußern sich Großbritanniens Doppel-Olympiasieger Mo Farah, Äthiopiens Superstar Kenenisa Bekele, der Frankfurt-Marathon-Race-Direktor Jo Schindler und der frühere Marathon-Weltrekordler Paul Tergat.

Das meinen Experten

Mo Farah, britischer Olympiasieger über 5.000 und 10.000 m, lief bisher einmal Marathon und erreichte dabei 2:08:21 Stunden: „Ich glaube nicht, dass wir in den nächsten zehn Jahren eine Zeit von unter zwei Stunden sehen werden – vielleicht dauert es auch noch viel länger, vielleicht sogar 100 Jahre.“

Kenenisa Bekele, äthiopischer Langstrecken-Serienweltrekordler und dreifacher Olympiasieger über die Bahn-Langstrecken, lief vor gut einem Jahr in Paris sein Marathon-Debüt und erreichte dabei 2:05:04 Stunden: „Die Zeiten, die wir in den vergangenen Jahren im Marathon gesehen haben, sind verrückt. Es ist ein enormer Trainingsaufwand nötig, um diese Ergebnisse zu unterbieten – das ist wirklich schwer. Aber ich glaube, dass wir eines Tages einen Marathonlauf unter zwei Stunden sehen werden.“
Schindler +
Foto: photorun.net

Jo Schindler

Jo Schindler, Race-Direktor des Frankfurt-Marathons, bei dem der Kenianer Wilson Kipsang 2011 mit 2:03:42 Stunden die damals zweitschnellste Zeit aller Zeiten erreichte. Nur die Streckenrekorde von Berlin und Boston sind noch etwas schneller als der von Frankfurt: „In den letzten Jahren gab es große Schritte bei der Entwicklung des Weltrekordes. Ich glaube, dass diese starke Entwicklung zunächst etwas stagnieren wird. Aber irgendwann wird die Zwei-Stunden-Barriere fallen – und ich kann mir vorstellen, dass ich das noch erlebe. Man muss sich vor Augen halten, was nötig ist, um eine solche Zeit zu erreichen. Es muss einen Läufer geben, der das Vermögen hat, den Halbmarathon locker unter 58 Minuten zu laufen. Vom jetzigen Weltrekord von Dennis Kimetto sind es noch drei Minuten bis zur Traumgrenze – das sind Welten.“

Paul Tergat, einer der besten Läufer aller Zeiten, rannte beim Berlin-Marathon 2003 als Erster unter 2:05:00 Stunden. Mit 2:04:55 durchbrach der Kenianer damals eine ganz große Barriere des Rennens über die 42,195 km: „Ich sage ganz klar: vergiss es, es wird nie passieren. Ein Marathonlauf unter zwei Stunden ist unmöglich!“

Lesen Sie hier, was Patrick Makau, Haile Gebrselassie, Mark Milde und Christoph Kopp über die Zwei-Stunden-Grenze im Marathonlauf denken.
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Autor: race-news-service.com 03.07.2015
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