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Umgeknickt Bänderzerrung

Beim Laufen ist die Bänderzerrung eine häufig auftretende Verletzung. Vorbeugen können Läufer mit Krafttraining und Stabilistaionsübungen.

Bänderzerrung +

Eine Bänderzerrung kommt bei Läufern häufig vor.

Man teilt Bänderzerrungen in 3 Schweregrade ein:

Grad I: Zerrung
Grad II: partielle Ruptur (teilweise gerissen)
Grad III: vollständige Ruptur (komplett gerissen)

Die Dehnbarkeit der Bänder im menschlichen Körper wird durch den anatomischen Verlauf beschränkt. Die meisten Bänder verlaufen zwischen zwei Knochen. Die Fasern eines Bandes sind dabei wellenförmig angeordnet. Deshalb nehmen Bänder eine Pufferfunktion ein. Unter Umständen können Bänder auch an Länge dazugewinnen.

Bänderzerrung – Symptome

Anders als bei einer Ruptur (also einem Bänderriss) fehlt bei einer Bänderzerrung die Entstehung von blauen Flecken (Hämatombildung). Der Läufer verspürt Schmerzen, die Funktion ist eingeschränkt und es kommt zum Kraftverlust der umliegenden Muskulatur. Der verletzte Bereich ist bei einer Bänderzerrung meist geschwollen und nicht mehr belastbar.

Bänderzerrung – Ursache

Wird ein Band (Ligament) durch eine zu starke oder eine plötzliche (Ausweich-)Bewegung zu stark belastet, also in die Länge gezogen, wird die Faseranordnung des Bandes gestört: Es kommt zur sogenannten Bänderdehnung bzw. Bänderzerrung.

Bänderzerrung – Behandlung

Da Bänderzerrungen meist durch plötzlich ausgeführte Bewegungen entstehen, ist es wichtig, zwischen Sofortmaßnahmen und späteren Therapiemaßnahmen zu unterscheiden.

Um eine übermäßige Schwellung und eine Einblutung zu vermeiden, sollten Sie ein kleines Handtuch oder optimalerweise einen Schwamm in Eiswasser (0°C) eintunken und auf das betroffene Gelenk legen. Belassen Sie die Kühlung für etwa 15 Minuten dort. Kühlen Sie danach in den ersten 12 - 24 Stunden regelmäßig immer wieder für etwa 15 Minuten. Vermeiden Sie, wenn möglich, die Benutzung von richtigem Eis. Dies zieht nämlich eine Mehrdurchblutung nach sich, das eigentliche Ziel – die Verminderung der Einblutung – wird verfehlt.

Wenn die Schmerzen an der betroffenen Stelle in den nächsten 24 Stunden besser werden und keine Instabilität, also eine abnormale Beweglichkeit des Gelenks besteht (ein Knochenbruch muss in jedem Fall ausgeschlossen werden), können Sie im schmerzfreien Bereich ganz normale Belastungen durchführen. Auf sportliche Aktivitäten wie das Laufen sollten Sie jedoch verzichten, bis sie wieder schmerzfrei ausführbar sind.

In manchen Fällen kann ein Funktioneller Tapeverband (ein spezieller Klebeverband) zu mehr Stabilität verhelfen. Auch Bandagen aus Sanitätshäusern können hilfreich sein. Ein Arzt oder Physiotherapeut kann Sie dies bezüglich beraten.

Bänderzerrung – Vorbeugung

Bei Läufern ist meist das Sprunggelenk von einer Bänderzerrung betroffen. Um das Auftreten einer Bänderzerrung im Vorhinein zu verhindern, sollten Sie Ihr normales Lauftraining durch stabilisierende bzw. sensomotorische Trainingseinheiten ergänzen, um die Koordination und somit die gesamte Stabilität des Sprunggelenkes zu schulen und zu verbessern.

Wenn Fehlbelastungen während des Laufens aufgrund Ihres Laufstils bestehen, sollten Sie als Erstes versuchen, diese zu korrigieren. Auch damit sind Sie der nächsten Bänderzerrung schon einen großen Schritt voraus.
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