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Kampf dem KrampfDas hilft bei Muskelkrämpfen - und das nicht

Ein Krampf kann innerhalb von Sekunden alle Laufträume zerstören. Mit diesen Ratschlägen bekommen Sie die Situation schnell in den Griff.

1 / 6 | Krämpfe können beim Laufen ausbremsen. Foto: istockphoto.com/mel-nik
Krämpfe Das hilft bei Muskelkrämpfen - und das nicht
Bananen und Salztabletten sind gängige Tipps gegen Krämpfe beim Laufen. Wir zeigen, was aus wissenschaftlicher Sicht Sinn macht – und welche Mittel nicht hilfreich sind.

Das hilft bei Muskelkrämpfen - und das nicht

Durch Ermüdung kann es zu „Fehlzündungen“ der neurosensorischen Rezeptoren in den Muskeln kommen. Die Folge: Der Muskel erhält falsche Impulse von den Nervenzellen, die ihn zu unkontrollierten Kontraktionen veranlassen. Sprich: Der Muskel verkrampft.

„Bananen essen“ und „Salztabletten nehmen“ sind die gängigsten Tipps, wenn man Läufer fragt, wie sie Krämpfe bekämpfen. Immer öfter wird in letzter Zeit auch Senf als Heilmittel genannt. „Völlig falsch“, sagt Kevin Miller, Professor an der Michigan University in Ann Arbor, USA, der seit Jahren Krämpfe erforscht. Was der Arzt empfiehlt und was bei Krämpfen nicht hilft, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

2 / 6 | Gurkensaft kann bei Krämpfen helfen. Foto: Thomas McDonald/Reed Young
Das hilft bei Krämpfen Gurkensaft
In einer Studie beseitigte der Saft Krämpfe im Schnitt innerhalb von 85 Sekunden.

Gurkensaft

Der Saft scheint tatsächlich zu wirken. Miller verabreichte Probanden mit Krämpfen mal Gurkensaft, mal Wasser, mal gar nichts. Der Saft hatte die beste Wirkung und beseitigte die Krämpfe im Schnitt binnen 85 Sekunden. „Offenbar steckt neben Salz und Kalium etwas drin, das die Muskeln entspannt“, so Miller.

3 / 6 | Stretching kann bei Krämpfen helfen. Foto: Thomas McDonald/Reed Young
Das hilft bei Krämpfen Stretching
Experten sind sich einig, dass sofortiges Stretching die beste Möglichkeit ist, Krämpfe zu lösen. Tägliches Dehnen kann das Krampfrisiko vorbeugend senken.

Stretching

Alle Experten sind sich einig, dass sofortiges Stretching (A) die beste Möglichkeit ist, Krämpfe zu lösen. Miller erklärt auch, dass tägliches Dehnen der Muskelgruppen (B), die am häufigsten verkrampfen, die Krampfgefahr nachweislich reduziert.

A: Wadenkrämpfe wegstretchen
Bordstein-Stretch: Stellen Sie sich mit dem Vorderfuß des betroffenen Beins auf eine Bordsteinkante, und senken Sie vorsichtig die Ferse auf den Boden. Halten Sie die Dehnung mehrmals für 20 bis 30 Sekunden.

B. Wadenkrämpfen vorbeugen
Herabschauender Hund: Heben Sie aus dem Vierfüßlerstand durch Strecken der Beine das Gesäß in die Höhe. Dann „gehen“ Sie auf der Stelle, indem Sie die Beine abwechselnd beugen und wieder strecken. Bringen Sie dabei jeweils bewusst die Ferse zum Boden.



4 / 6 | Bananen und Salztabletten sind bei Krämpfen nicht hilfreich. Foto: Thomas McDonald/Reed Young
Das hilft nicht bei Krämpfen Bananen und Salztabletten
Sie enthalten zwar krampflösende Wirkstoffe, diese können jedoch nicht schnell genug verstoffwechselt werden. Daher hilft Dehnen schneller.

Bananen und Salztabletten

Die Wissenschaft stützt die Vorlieben der Läufer nicht. „Bananen und Salztabletten bieten zwar die richtigen Inhaltsstoffe, um einen Krampf zu lösen, aber sie brauchen einfach zu lange zur Verstoffwechselung, um sofort zu wirken, in der Regel bis zu 60 Minuten“, erklärt Dr. Miller. „Deutlich schneller und besser geht’s mit Dehnen.“

5 / 6 | Senf ist bei Krämpfen nicht hilfreich. Foto: Thomas McDonald/Reed Young
Das hilft nicht bei Krämpfen Senf
Selbst ein ganzes Glas Senf zeigte im Experiment keine lindernde Wirkung bei Krämpfen.

Senf

Speziell in den USA wird Senf als Krampflöser derzeit geradezu gehypet. Krampf-Forscher Miller hat die Wirkung der Würzpaste getestet, konnte aber selbst bei höchster Dosierung (ein ganzes Glas!) keine positiven Effekte feststellen. „Zur unangenehmen Handhabung gesellte sich vollkommene Wirkungslosigkeit“, lautet sein ernüchterndes Resümee.

6 / 6 | Chinin ist bei Krämpfen nicht hilfreich. Foto: shutterstock.com/de/g/digieye
Das hilft nicht bei Krämpfen Chinin
Von der Einnahme ist dringend abzuraten, denn das verschreibungspflichtige Chinin kann sogar schädliche Nebenwirkungen haben.

Chinin

Über viele Jahre hinweg war Chinin als wirkungsvoller Krampflöser bekannt. Seit Mitte der 1990er-Jahre wurden allerdings immer mehr schädliche Nebenwirkungen festgestellt, weshalb der Arzneistoff mittlerweile verschreibungspflichtig ist. Von der Einnahme bei Sportkrämpfen wird dringend abgeraten.

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Das hilft bei Muskelkrämpfen - und das nicht

Das hilft bei Muskelkrämpfen - und das nicht

Gurkensaft

Gurkensaft

Stretching

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Bananen und Salztabletten

Bananen und Salztabletten

Senf

Senf

Chinin

Chinin

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