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Roger Hofmann Der Läufer-Doc

Dem Allgemein- und Sportmediziner Roger Hofmann liegen seine sportlichen Patienten am Herzen.

Der Läufer-Doc Roger Hofmann +
Foto: Jan Greune

Roger Hofmann läuft viermal pro Woche und weiß aus eigener Erfahrung, wo ­einen Läufer der Schuh drücken kann.

Ich wollte immer gern selbst ein erfolgreicher Sportler werden, das hat dann wohl auf meine beruflichen Ambitionen als Arzt abgefärbt“, sagt Roger Hofmann. Zur internationalen Klasse hat es als Sportler zwar nicht gereicht, aber im Orientierungslauf gehörte er als Junior zur nationalen Spitze, in der Anfangszeit des Triathlons ebenfalls (Ironman-Bestzeit: 9:43 Stunden), und den Marathon lief er mehrfach deutlich unter 3:00 Stunden. Als das Medizinstudium und der Arztberuf immer weniger sportliche Freizeit zuließen, begann er mehr und mehr, sich beruflich dem Sport zu widmen. Allerdings verspürte er nie die Lust, sich ganz der Sportmedizin zu verschreiben. Der 47-jährige liebt die vielschichtigen Herausforderungen, die sein Beruf bieten kann, und entschied sich bewusst für eine klassische Hausarztpraxis, der die Sportmedizin nur angegliedert ist. „Die Sportler profitieren in vielerlei Hinsicht davon, dass ich mich täglich auch mit den klassischen Alltagskrankheiten beschäftige“, sagt er. „Ich fühle mich dadurch noch besser in der Lage, einen ganzheitlichen Ansatz bei der
Diagnose und Therapie zu verfolgen. Und natürlich freue ich mich, wenn ich nach Schnittwunde, Erkältung oder Altersdiabetes auch mal wieder über eine Leistungsdiagnostik oder Wettkampfplanung diskutieren darf.“ Da vergisst der immer noch sportliche Vater dreier Kinder alle Kosten-Nutzen-Rechnungen, nach denen Praxen heutzutage geführt werden.

„Wenn jemandem das Knie schmerzt, aber der München-Marathon vor der Tür steht, wird die Behandlung zur Herzensangelegenheit“, sagt Hofmann und scheut keine noch so umfangreiche Anamnese und Behandlung, egal wie viele Patienten im Wartezimmer ­sitzen. Meist versucht er aber, die Sportler in seine sogenannte Terminsprechstunde zu legen: „Wenn jemand anruft und Worte wie Marathon oder Triath­lon fallen, wissen meine Mitarbeiterinnen, dass ihr Chef dafür gern mehr Zeit hätte“, sagt er und lächelt, weil ihm klar ist, dass in der Praxis alle wissen, wie gern er über den Sport fachsimpelt. Betriebsblind ist Hofmann deshalb aber nicht geworden: „Ausdauersport ist die beste Medizin, aber nur wenn man ihn richtig dosiert“, weiß der Mediziner um Wohl und Wehe des Marathon-Hypes der letzten Jahre. „Die Leistungsdiagnostik habe ich in der Praxis eingeführt, weil ich als Rennarzt des München-Marathons sehe, wie schmal für einen Freizeitläufer der Grat zwischen einem Leben als extrem gesunder Marathon-Crack oder Lauf-Junkie sein kann. Ich möchte helfen, das richtige Maß zu finden.“ In den meisten Fällen gelingt ihm das, und das hat sich mittlerweile herumgesprochen – was schlecht für seine eigenen sportlichen Ambitionen ist: Es fehlt ihm einfach die Zeit dafür.

Text: Martin Grüning
17.01.2012
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