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Erste Hilfe Die PECH-Regel

Wer viel läuft, ist vor Verletzungen nicht sicher. Vor allem zu Ihrer eigenen Sicherheit ist es gut zu wissen, was in den ersten Minuten zu tun ist.

Als Läufer sind Sie im Training häufig auf sich alleine gestellt. Vor allem, wenn Sie häufig abseits des Asphalts auf unebenen schwierigen Untergründen laufen, können Sie mit dem Fuß umknicken, sich das Kniegelenk verdrehen oder an Wurzeln hängenbleiben und stürzen. Um nach einer Verletzung möglichst schnell wieder in das gewohnte Lauftraining einsteigen zu können, sind die ersten Minuten und Stunden nach dem Unfall meist die wichtigsten.

Die PECH-Regel lässt Sie schnell und einfach daran denken, wie Sie im Falle von Verletzungen wie beispielsweise einer Bänderdehnung, einem Muskelfaserriss oder einer Muskelzerrung vorgehen sollten. Erstsymptome wie Schmerzen, Schwellungen oder Blutergüsse (Hämatome) lassen sich durch das Vorgehen nach der PECH-Regel lindern. Die Maßnahmen der PECH-Regel sind allerdings lediglich eine Erstmaßnahme nach einer Sportverletzung. Den Gang zum Arzt können sie je nach Schwere der Laufverletzung nicht ersetzen.

Das PECH-Schema steht für
P-ause
E-is (bzw. neurdings: Etwas Eis)
C-ompression(sverband)
H-ochlagerung

P-ause:
Nach jeder Verletzung, vor allem wenn sie Schmerzen hervorruft, sollten Sie ersteinmal eine kurze Pause einlegen. Bleiben Sie ruhig und machen Sie sich ein Bild von der Verletzung. Schonen Sie den verletzten Bereich.

E-twas Eis:
Sofern es sich nicht um eine offene blutende Verletzung handelt, sollten Sie den betroffenen Bereich kühlen. Durch die Verminderung der Temperatur im Gewebe ziehen sich die Gefäße zusammen, sodass eine weniger starke Schwellung und Einblutung entstehen. Außerdem lindert das Kühlen die Schmerzen. Decken Sie hierzu den Bereich mit einem Tuch ab und legen Sie ein Kühlpack darauf. Wenn Sie Eiswürfel zur Hand haben, sollten Sie diese in ein Küchenhandtuch einwickeln. Früher hat man Verletzungen eiskalt gekühlt. Heute geht man davon aus, dass eine zu starke Eisanwendung zu einer nachfolgenden stärkeren Durchblutung führt und diese sich nachteilig auf die Heilung auswirken könnte. Außerdem können Sie durch eine zu starke Kälteanwendung Nerven schädigen. Wie lange Sie die Verletzung kühlen sollten, hängt von dem betroffenen Körperareal ab. Größere Muskeln benötigen einen längeren Kühlungszeitraum. Die Dauer der Eisanwendung hängt zudem von der Dicke der Hautschicht, die sich über dem verletzten Muskel, Band oder der Sehne befindet.

C-ompression(sverband):
Um das verletzte Areal zu komprimieren und damit Einblutungen und Schwellungen zu vermindern, sollten Sie einen Kompressionsverband anlegen. Ziehen sie den Kompressionsverband nicht zu fest, denn so können Sie die Durchblutung komplett abschnüren und die Schmerzen werden stärker anstatt abzunehmen.

H-ochlagern:
Legen Sie den verletzten Bereich etwas erhöht ab. Besonders effektiv ist die Hochlagerung über Herzhöhe. So wird die Verletzung weniger durchblutet und gleichzeitig der Rückfluss von Lymphflüssigkeit erleichtert.

Die Ziele des PECH-Schemas sind also die Linderung von Schwellungen, Einblutungen und starken Schmerzen. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie weiter vorgehen sollen, die Schmerzen nicht besser werden oder Sie unsicher über die Schwere der Sportverletzung sind, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dieser kann eine genaue Diagnose erstellen und entscheiden, wie Sie weiter vorgehen sollen und ob eine längere Laufpause notwendig ist.


Alle Laufverletzungen
Autor: Kristina Jago 13.08.2015
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