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Tapen für Läufer Einleuchtende Theorie bei Kinesiotapes

Durch ihre Elastizität wirken Kinesiotapes nicht wie normale Tapes, sie unterstützen die Muskulatur und fördern die Heilung.

05032013 Kinesiotape - Heilpflaster oder Einbildung? +
Foto: Tomas Ortiz Fernandez

Viele Sportler und Mediziner schwören auf die Effekte der Kinesiotapes.

In einigen Sportarten, etwa beim Turnen, werden herkömmliche Tapes schon lange verwendet. Allerdings sind diese nicht so elastisch und widerstandsfähig. Zudem stabilisieren die herkömmlichen Pflaster das Gelenk nur passiv. Als Folge bilden sich die nicht beanspruchten Muskeln zurück und müssen nach dem Abheilen der Verletzung neu aufgebaut werden. Das ist bei Kinesiotapes anders. „Sie folgen der Muskulatur und unterstützen diese, weil sie durch ihre hohe Elastizität nachgeben und einen mechanischen Zug auf die Sehne setzen“, erklärt Froböse. Dadurch werde die Sehne entspannt und der Muskeltonus gesenkt – das heißt, die Spannung im verletzten Muskel lässt nach. Dank der Elastizität kann er weiter beansprucht werden.

Bei korrektem Anlegen der Tapes wird die oberste Hautschicht angehoben, sodass das Blut besser in die darunterliegende verletzte Region fließen kann. Dadurch wird der Abfluss in den Blut- und Lymphgefäßen gefördert und der Stoffwechsel im Muskel angeregt. Weitere positive Effekte: Eine Entzündung, wie sie zum Beispiel bei einer Prellung entsteht, soll durch den Einsatz von Kinesiotapes schneller abklingen, der Schmerz zügiger nachlassen. Ausnahme ist eine Entzündung der Achillessehne, die laut Froböse eher durch Kälte gelindert wird. Auch ein schwaches Band kann getapt werden, um es zu stützen und dadurch gleichzeitig zu schützen. Viele Patienten, die mit Kinesiotapes behandelt werden, berichten zudem von einer besseren Wahrnehmung des verletzten Bereichs.

Während viele Sportler, Ärzte und Physio­therapeuten in den bunten Tapes eine äußerst wirksame Behandlung sehen, stehen andere Mediziner und Wissenschaftler der Methode kritisch gegenüber.

Der Grund: Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht belegt. Die wenigen Studien, die durchgeführt wurden, konnten zwar aufzeigen, dass die Muskelaktivität beeinflusst wird. Allerdings bleibt unklar, ob die Stimulation positiv oder negativ bewertet werden kann.
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Autor: Justine Holzwarth 14.02.2014
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