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Alex Hutchinsons Lauflabor Fitness in jungen Jahren fördert eine langfristige Gesundheit

Mit jeder zusätzlichen Minute, die junge Probanden bei einem Laufband-Test absolvierten, sank die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 26 Jahren zu sterben, um 15 Prozent.

Training auf dem laufband +
Foto: iStockphoto.com / kzenon

Auf dem Laufband wurden die jungen Probanden geprüft. Das Laufband ist gerade im Winter auch eine tolle Fitness-Alternative für viele junge wie ältere Sportler.

Schon bei jungen Erwachsenen ist bessere Fitness mit niedrigeren Herzerkrankungs-Risiken verbunden. Dies ergab eine Studie mit mehreren Tausend langjährig beobachteten Testpersonen, die in der Januar-Ausgabe des JAMA Internal Medicine Journal erschienen ist: Mit jeder zusätzlichen Minute, die die Probanden in ihren jungen Jahren (im Alter zwischen 18 und 30 Jahren) in einem Laufband-Test absolvierten, sank die Wahrscheinlichkeit in den nächsten 26 Jahren zu sterben um 15 Prozent und Herzerkrankungen zu entwickeln um 12 Prozent.

Also, werden Sie fragen, heißt das, wenn man sieben Minuten länger diesen Laufband-Test gemacht hat, lebt man ewig? Nein, das heißt es nicht. Und doch gibt einige interessante Punkte in dieser Studie, die als eine große Gemeinschaftsarbeit in den 1980er Jahren in Birmingham (Alabama), Chicago, Minneapolis und Oakland gestartet wurde.

Aerobe Fitness ist aussagekräftig

Der erste Punkt ist, dass die aerobe Fitness bezüglich des Gesundheitszustandes immer aussagekräftig ist, auch bei jungen Menschen, die im Allgemeinen noch keine Herzerkrankungen haben. Es gibt viele Beweise dafür, dass eine bessere Fitness das kardiovaskuläre Risiko gerade bei Menschen ab dem mittleren Alter senkt, aber es war nicht unbedingt klar, dass es einen so großen Unterschied machen würde, wenn man schon in jungen Jahren fit war. Wichtig zu wissen: Einige der Probanden wiederholten den ersten Laufband-Test nach sieben Jahren und diejenigen, die mehr als eine Minute auf dem Laufband verloren hatten, sahen ihre Risiken wieder steigen.

Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass die Daten keinerlei Verbindung zwischen Fitnesszustand (gemessen anhand des Laufbandtests) und „Verkalkung der Herzkranzgefäße“, die ein Maßstab dafür ist, wie viel Kalzium sich gebildet und die Arterien verhärtet hat, aufweisen. Mit anderen Worten: Welchen kardiovaskulären Nutzen man durch gute Fitness auch immer hat, eine geringere Arterienverkalkung ist es nicht - jedenfalls nicht in dieser relativ jungen Gruppe.

Nicht alles ist erklärbar

Stattdessen weist ein Begleitkommentar in der Zeitschrift darauf hin, dass gute Fitness andere Vorteile für die Herzfunktionen zu haben scheint, die nicht ganz erklärbar sind. Größere Fitness führt gewöhnlich zu einem besseren Cholesterinspiegel, niedrigeren Blutdruck und einem reduzierten Diabetes-Risiko, alles zusammen senkt die Gefahr von Herzerkrankungen. Aber auch wenn Sie diese Faktoren alle zusammenzählen, erklären sie nur ungefähr 60 Prozent der beobachteten Fitness-Vorteile für das Herz - die anderen 40 Prozent bleiben ein Mysterium.

Es gibt zum Beispiel einige Belege dafür, dass sportliche Aktivität die Arten von Arterienablagerungen beeinflussen. Es entwickeln sich mit größerer Wahrscheinlichkeit relativ stabile und kalziumreiche Ablagerungen, die weniger anfällig für Brüche sind und selten zu einer vollständigen Blockade führen. Diese feinen Unterschiede werden von Maßnahmen wie der Klassifikation der koronaren Herzverkalkung nicht erfasst.

An dieser Stelle lohnt es sich, daran zu erinnern, dass „Fitness“ und „Training“ nicht synonym sind. Manche Menschen sind einfach fitter als andere, unabhängig davon wie viel sie trainieren. Wie viel von der hier beobachteten Gesundheitszunahme ist das Ergebnis von sportlicher Aktivität und wie viel ist einfach auf gute Gene zurückzuführen? Die Studie kann dies nicht beantworten. Aber sie macht eines deutlich: Egal ob es Ihnen leicht fällt oder Sie hart daran arbeiten müssen, fit zu sein, ist eine gute Sache.
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Autor: Alex Hutchinson 22.01.2016
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