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Sportpause garantiert Knochenbruch

Ob Stressfraktur, Ermüdungsbruch oder Trauma: Knochenbrüche heilen nur bei konsequenter Ruhigstellung.

Ein Knochenbruch beschreibt die Unterbrechung eines Knochens in mindestens zwei Bruchstücke. Entsprechend der Mechanismen der Frakturentstehung (siehe Ursache des Knochenbruchs) gibt es verschiedene Formen von Knochenbrüchen: Biegungsbruch, Torsionsbruch (sog. Drehbrüche), Stauchungsbruch, Abscherfrakturen, Trümmerbruch und Luxationsfrakturen. Die Therapie des Knochenbruchs hängt von dem jeweiligen Verletzungsmechanismus bzw. der Ursache für den Knochenbruch sowie dem Ausmaß der Verletzung und evtl. vorhandenen Begleitverletzungen ab.

Knochenbruch – Symptome

Beim Knochenbruch unterscheidet man sichere und unsichere Frakturzeichen. Nach einer Verletzung auftretende Schmerzen, Schwellungen (Ödem) oder Blutergüsse (Hämatom) weisen nicht zwar auf einen Knochenbruch hin, lassen jedoch keine sichere Diagnose zu. Auch der Funktionsverlust des betroffenen Körperteils lässt alleine nicht den Schluss auf einen Knochenbruch zu.

Eine Fehlstellung des Knochens, eine abnormale Beweglichkeit, das Geräusch von aneinanderreibenden Knochen (Krepitatio) sowie sichtbare Knochenteile hingegen gehören zu den sicheren Frakturzeichen. Liegt eines dieser Symptome vor, ist mit Sicherheit von einem Knochenbruch mehr oder weniger schlimmen Ausmaßes auszugehen.

Bei Verdacht auf einen Knochenbruch sollten immer auch die Durchblutung, die Beweglichkeit (Motorik) und die Sensibilität des umliegenden Hautareals überprüft werden. Zudem stellt der behandelnde Arzt sicher, ob Begleitverletungen vorliegen, die zusätzlicher Behandlung bedürfen.

Knochenbruch – Ursache

Generell werden vier verschiedene Mechanismen, die zu einem Knochenbruch führen können, unterschieden. Eine direkte Fraktur entsteht durch äußere Gewalteinwirkung direkt auf den Knochen. Wird der Knochenbruch infolge einer Drehbewegung oder Hebelbewegung verursacht, spricht man von einer indirekten Fraktur. Spontanfrakturen (auch: Pathologische Frakturen) entstehen, wenn eine Kraft von außen auf einen bereits krankhaft geschädigten Knochen einwirkt. Dies geschieht beispielsweise bei Osteoporose. Bei Osteoporose verändert sich die Knochenstruktur und die Festigkeit sowie die Belastbarkeit des Knochens nehmen ab. Die für Läufer wohl relevanteste Form des Knochenbruchs ist der Ermüdungsbruch (auch: Stressfraktur, Ermüdungsfraktur), die durch ein Missverhältnis von Belastung und Entlastung insbesondere bei Ausdauersportlern verursacht wird.

Knochenbruch – Behandlung

Die Behandlung des Knochenbruchs verläuft in drei verschiedenen Phasen: der Korrektur der evtl. verschobenen Knochenfragmente in die richtige Position (Reposition), die je nach Verletzung operativ vorgenommen werden muss, der Ruhigstellung über einen bestimmten Zeitraum (Retention) und der Rehabilitation.

Stabile Frakturen können meist konservativ behandelt werden. Eine Operation ist notwendig, wenn Gelenke beteiligt sind, eine pathologische Fraktur vorliegt oder eine exakte Reposition der Knochenteile ohne operative Maßnahmen nicht möglich ist. Auch offene Frakturen, bei denen Knochenteile sichtbar sind, ist eine Operation unumgänglich. Wahrscheinlich ist eine Operation zudem bei Knochenbrüchen am Oberschenkel (Femur), Unterarm (Radius oder Ulnar) oder dem Unterschenkel (Tibia oder Fibula). Je nach Schwere der Fraktur werden zur Fixierung des Knochens Schrauben, Nägel, Drähte und/oder Platten eingesetzt, um Stabilität zu gewährleisten.

Im Anschluss an die Reposition ist die Ruhigstellung des betroffenen Kochens wichtig. Dies geschieht unter Kompression der Knochenteile, sodass sie sich nicht wieder verschieben können, und der Schienung sowie Ruhigstellung des Knochens für einen bestimmten Zeitraum.

Die sich daran anschließende Rehabilitation hängt davon ab, ob der Knochen lagerungsstabil, bewegungsstabil, belastungsstabil oder trainingsstabil ist. Lagerungsstabile Knochenbrüche dürfen nur passiv durch einen Therapeuten bewegt und beim Gehen an Stützen nicht belastet werden. Bewegungsstabile Knochenbrüche dürfen Sie nach der Behandlung des Arztes auch selbständig im erlaubten Bewegungsausmaß bewegen. Haben Sie eine belastungsstabile Fraktur, dürfen Sie mit dem vom Arzt vorgeschriebenen Gewicht (meist zehn bis 50 Prozent des eigenen Körpergewichts) auftreten und Übungen durchführen, die keine Biegungskräfte oder Scherkräfte auf den Knochen bringen. Mit einer trainingsstabilen Fraktur dürfen Sie sogar Übungen mit dem Einsatz von Widerständen machen.

Die beim Läufer häufig auftretenden Ermüdungsbrüche der Zehen werden meist nicht von außen ruhiggestellt. Trotzdem sollten Sie Ihr Lauftraining so lange unterbrechen, bis Sie wieder schmerzfrei laufen können. Wann Sie nach einem Knochenbruch der großen Extremitäten wieder mit dem Laufen beginnen dürfen, entscheiden Ihr behandelnder Arzt und der Physiotherapeut bzw. das Pflegepersonal in der Rehaeinrichtung. Auch, wenn die Schmerzen schnell abnehmen und Sie sich schnell wieder fit fühlen, sollten Sie auf die Vorschriften Ihres Arztes hören und nicht zu früh wieder mit dem Laufen beginnen.

Um Ihren Trainingszustand sogut wie möglich zu halten, können Sie Kräftigungsübungen durchführen, die den Knochenbruch nicht belasten oder auf Alternativsportarten ausweichen, die keine Gefahr für eine Refraktur darstellen.

Knochenbruch – Vorbeugung

Knochenbrüchen, die durch ein Trauma bzw. Gewalteinwirkung entstehen, lässt sich gemeinhin schlecht vorbeugen. Jeder Traillauf oder Crosslauf birgt ein höheres Risiko für einen Knochenbruch als ein üblicher Straßenlauf. Das wird Sie jedoch nicht davon abhalten, weiterhin abseits des Asphalts Ihre Runden zu drehen - und das soll es auch gar nicht.

Vorbeugen können Sie allerdings dem bei Läufern häufig auftretenden Ermüdungsbruch bzw. der Stressfraktur, indem Sie Ihr Training stets langsam und angemessen steigern und den inneren Strukturen somit ausreichend Zeit geben, sich an die jeweiligen Anforderungen anzupassen.
Alle Laufverletzungen
Autor: Kristina Jago 13.08.2015
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