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Simpler Fitnesstest Schneller laufen, länger leben

Ein simpler Fitnesstest enthüllt das lebenslange Herzrisiko: Wer schneller laufen kann, hat ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ein simpler Fitnesstest enthüllt das lebenslange Herzrisiko +

Das Herzrisiko von schnellen Läufern ist deutlich geringer.

Wie schnell ein Mensch läuft, sagt viel über seine aktuelle Fitness aus - aber auch über sein Risiko, in den nächsten Jahrzehnten einen Schlaganfall zu erleiden. Zu diesem Schluss kommen gleich zwei Studien, die im "Journal of the American College of Cardiology" und dem Fachmagazin "Circulation" erschienen sind. Beide Untersuchungen waren von Forschern der University of Texas durchgeführt worden.

Für die erste Studie werteten Wissenschaftler die Daten von mehr als 11.000 Männern aus, die vor 1990 untersucht worden waren. Damals war für jeden von ihnen ein aufwändiges Risikoprofil für einen drohenden Herzinfarkt oder Schlaganfall erstellt worden. Dazu hatten die Forscher Blutdruck, Cholesterinwerte, Rauchgewohnheiten und das Vorliegen eines Diabetes ermittelt. Außerdem schickten sie die Teilnehmer aufs Laufband, wo sie die kurze Distanz von einer Meile (1,6 km) absolvierten.

Kombiniert mit dem Alter lässt sich aus diesen Daten ein individuelles Risikoprofil ableiten. Im Verlauf der Langzeitstudie starben 1.106 der Männer an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Auswertung ergab, dass die Zeit, die ein Teilnehmer benötigte, um die kurze Strecke auf dem Laufband zu bewältigen, sein Herzrisiko sehr genau widerspiegelte.

So hat ein 55-Jähriger, der für die Distanz 15 Minuten benötigte, ein 30-prozentiges Risiko, im Laufe seines Lebens eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln. Ein Gleichaltriger, der die Strecke in acht Minuten schaffte, trug hingegen nur ein zehnprozentiges Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. "Herz-Kreislauf-Erkrankungen treten zwar erst im höheren Alter gehäuft auf, die Studie zeigt aber, dass man bereits in jüngeren Jahren beginnen muss, vorzubeugen" sagt Studienautor Jarett Berry.

Die zweite Studie stützte sich auf Daten einer Langzeituntersuchung mit mehr als 66.000 Männern und Frauen zwischen 20 und 90 Jahren. Zu Beginn der Studie waren alle Teilnehmer herzgesund. Auch diese Probanden hatten zur Ermittlung ihren körperlichen Fitness eine Meile auf dem Laufband zurückgelegt. In den folgenden 36 Jahren starben 1.621 Teilnehmer infolge einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die Auswertung ergab, dass die Berücksichtigung der aktuellen körperlichen Fitness - neben den üblichen Risikomarkern ­ die Einschätzung des Herzrisikos erheblich verbesserte. Das galt sowohl für eine mittelfristige Risikoeinschätzung von zehn Jahren, als auch für eine langfristige Prognose über 25 Jahre.
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30.05.2011
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