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Ermüdungsbruch Schwierige Ursachenforschung beim Ermüdungsbruch

Alte Schuhe, hartes Training über längere Zeit, wenig Dehnung, sogar psychischer Stress - die Ursachen für einen Ermüdungsbruch können vielfältig sein.

"Vor wenigen Wochen stellten sich bei mir starke Schienbeinschmerzen als Ermüdungsbruch heraus. Dies ist das zweite Mal in neun Laufjahren, dass mir das passiert. Was sind eigentlich die Ursachen für den Bruch? Herr P. S., Lage"

Ermüdungsbruch +

Die Entstehung eines Ermüdungsbruchs kann vielfältige Ursachen haben.


Dr. Thomas Wessinghage +
Foto: RUNNER´S WORLD

Dr. Thomas Wessinghage

Dr. Thomas Wessinghage antwortet: Das Heimtückische an einem Ermüdungsbruch, auch Stressfraktur genannt, ist die oft bestehende Schwierigkeit, im Nach­hinein eine klare Ursache für ihr Entstehen zu finden. Kein Unfall, keine übermäßigen Veränderungen der Trainingsgestaltung, dieselben (alten?) Schuhe. Und dennoch muss ein Faktor vorliegen, der zu einer längerfristigen Störung des zuvor geregelten Knochenauf- und -abbaus geführt hat.

Vielleicht waren die alten, bewährten Schuhe doch schon ein biss­chen zu stark abgenutzt. Vielleicht hat das ­Training auf derselben Straßenseite den ganzen Winter lang zu einer asymmetrischen Belastungsverteilung auf die Beine geführt (Neigung vieler Landstraßen zum Straßenrand hin). Vielleicht haben Sie aus zeitlichen Gründen das Stretching ein wenig vernachlässigt. Vielleicht war das Ausgleichstraining im Fitness-Studio doch etwas zu einseitig (zu viel für die Kniestreckmuskulatur, zu wenig für die Beuger).

Zahlreiche Gründe sind denkbar, die nicht einmal nur im Bereich der Trainingsmethodik zu suchen sind. Auch Umwelteinflüsse (Erkrankungen), psychischer Stress oder Ähnliches können ausreichen, das Pendel ein wenig zur falschen Seite ausschlagen zu lassen.

Nach Abklingen der Schmerzen und einer ausreichend langen Karenzzeit (durchschnittliche Behandlungsdauer nicht unter drei Monaten) sollten Sie vorsichtig wieder zu laufen beginnen mit sehr kurzen (zum Beispiel zehn bis 15 Minuten) und nicht zu intensiven Belastungen. Natürlich sollte zudem versucht werden, Gewohnheiten, Trainingsgestaltung, Ausrü­s­tung und so weiter zu verändern, um so un­bedingt ein Wiederaufflackern der Beschwerden zu verhindern.
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Nächste Frage aus "Experten antworten": "Bei mir wurde eine Gebärmuttersenkung festgestellt. Der Arzt führt sie auch auf mein Lauftraining zurück. Seit der Geburt meines Kindes im Jahre 2001 laufe ich etwa 40 Kilometer wöchentlich. Kann das zu der Gebärmuttersenkung geführt haben?"

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Autor: Dr. Thomas Wessighage 21.08.2013
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