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Entzündung Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis)

Eine Sehnenscheidenentzündung entsteht in den meisten Fällen am Hand- oder Sprunggelenk. Sie kann infektiös oder nicht infektiös bedingt sein.

Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) +

Bei Läufern tritt meist eine nichtinfektiöse Sehnenscheidenentzündung auf.

Sehnenscheiden legen sich rund um eine Sehne und dienen dem Schutz der Sehne vor Reibung. Sehnenscheiden befinden sich dort, wo Sehnen über Gelenke ziehen und somit einer höheren Zugkraft ausgesetzt sind.

Eine nichtinfektiöse Sehnenscheidenentzündung kommt im Sportbereich häufig vor. Infektiöse Sehnenscheidenentzündungen entstehen durch Stich- oder andere Verletzungen, die zu einer Entzündung führen.

Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) – Symptome

Eine Sehnenscheidenentzündung kündigt sich durch Druckschmerzen im Bereich der Sehne und teilweise Rötung und Schwellung der betroffenen Körperstelle an. Meist sind das Hand- oder das Sprunggelenk betroffen.

Durch aktives Anspannen des mit der Sehne verbundenen Muskels oder das endgradige Strecken des schmerzenden Gelenkes ist der Schmerz reproduzierbar.

Im Verlauf der Diagnostik muss sichergestellt werden, dass die Schmerzen nicht im Gelenk oder am Ansatz der Sehne, also am Knochen-Sehnenübergang, lokalisiert sind. Schmerzen im Gelenk könnten auf eine Arthrose hindeuten und würden eine Sehnenscheidenentzündung ausschließen und eine völlig andere Therapie erfordern.

Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) – Ursache

Im Sportbereich ist in den meisten Fällen das ständige Durchführen einer bestimmten Bewegung in einer ungünstigen oder falschen Körperhaltung die Ursache für eine Tendovaginitis. Teilweise kann die Sehnenscheidenentzündung auch durch eine zu schnelle Steigerung von Trainingsintenität, -häufigkeit und -umfang sein.

Einer infektiösen Sehnenscheidenentzündung gehen im Normalfall eine Verletzung und eine damit einhergehende Infektion der Wunde voraus.

Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) – Behandlung

Im Rahmen der Behandlung einer Sehnenscheidenentzündung hat sich die PECH-Regel (Pause, Etwas Eis, Compression, Hochlagerung) bewährt. Behandeln Sie die schmerzende Sehne nicht direkt mit Eis, sondern benutzen Sie einen Schwamm. Tunken Sie ihn in Eiswasser und befestigen Sie ihn mit einer elastische Binde auf der entzündeten Sehne.

Bei einer Sehnenscheidenentzündung kann es auch helfen, wenn Ihr Physiotherapeut eine entzündungshemmende Salbe aufträgt und diese mit Hilfe von Ultraschall tiefer in das Gewebe eindringen lässt. In manchen Fällen müssen das Handgelenk oder der Ellbogen durch eine Schiene ruhiggestellt werden.
Alle Laufverletzungen
Autor: Kristina Jago 17.08.2015
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