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Laufen wo sonst PS-Boliden ihre Runden drehen

Ein Erfahrungsbericht zum Hockenheimring-Lauf von Bernd und Isabell

Alle Infos zum Hockenheimring-Lauf
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Nicht ganz so schnell wie die Formel 1, aber mit genauso viel Spaß auf der Strecke lief ich mit Isabell, der Tochter unserer Freundin, bei einem für diese Jahreszeit üblichen Wetter, nämlich nebelig, trüb und doch recht kühl auf dem legendären Kurs vom Hockenheim-Ring, der 2016 bereits zum 19. Mal stattfand.

Wie jedes Jahr am 1. November ist die Strecke für Läufer/innen freigegeben, die gerne mal das besondere Lauferlebnis suchen und dort auch finden. Ich laufe schon seit mehreren Jahren und Isabell hat mal bei einem Firmenlauf mitgemacht. Wir wollten schon seit längerem mal gemeinsam laufen gehen, aber es sollte schon was besonderes sein und nicht nur so ein Lauf nach Feierabend.

Da kam mir der Hockenheim-Ring Lauf, der bei uns in der Nähe stattfindet, in den Sinn, denn der hatte alles, um aus dem gemeinsamen ersten Lauf etwas besonderes zu machen. Ich meldete uns an und jeder hat so für sich auf den Tag hin trainiert. Isabell bekam von mir einen Trainingsplan welchen sie auch so gut sie konnte durchgezogen hatte. Für mich sollte die Entfernung kein Problem darstellen, ich hatte bereits mehrere Marathons gefinisht und wir wollten ja auch nur Spaß haben.

Dann war es endlich soweit, der 1. November 2016 bei uns in Baden-Württemberg ein Feiertag und gleichzeitig auch der Geburtstag ihrer Mutter sollte auch für uns zum ganz persönlichen Feiertag werden. Wir haben uns rechtzeitig bei der Startnummernausgabe getroffen, um alles ganz entspannt angehen zu lassen, nur Isabell war nicht ganz so entspannt, eher leicht nervös und aufgeregt. Ist aber auch verständlich, es war ja ihr erster 10-er und in der Nacht zuvor war an Schlaf für sie kaum zu denken.

Meine Frau Anja, an diesem Tag unser treuester Fan, denn die Eltern und die Schwester von Isabell konnten der Anziehungskraft ihrer Betten nicht widerstehen, sprach ihr Mut zu und so wurde sie zumindest äußerlich etwas ruhiger. Als wir zur Startaufstellung gingen sagte sie zu mir, ich könne gerne mein eigenes Tempo laufen und brauch auf sie keine Rücksicht zu nehmen, was ich aber nicht wollte.

An der Startlinie angekommen kamen ihr wieder Zweifel ob sie das überhaupt schaffen würde denn mehr als 7 Kilometer war sie vorher noch nie gelaufen. Ich nahm sie in den Arm und sagte zu ihr, ich kenne dich schon dein ganzes Leben und ich weiß du schaffst das, wir machen das so wie unser Teamname - wir laufen gemeinsam - wir schaffen das gemeinsam.

Kurz darauf folgte auch schon der Startschuss und wir durften jetzt da laufen wo sonst mit viel Lärm und noch mehr PS die richtig schnellen Flitzer ihre Runden drehen. Für uns standen 2 Runden á 5 km auf dem Plan welche wir zunächst auch ruhig aber dennoch zielstrebig angegangen sind. Wir hatten die erste Runde noch nicht ganz geschafft, da wurden wir bereits von den Führenden, die von einem Safety Car begleitet wurden, überholt. Unbeirrt dieser schnellen Läufer versuchten wir weiter unser Tempo zu halten was uns auch bis Kilometer 7 gelungen ist.

Ab diesem Zeitpunkt wurden Isabells Beine schwerer und ab hier war die Streckenlänge für sie auch Neuland, aber nach kurzen Gehpausen und motivierender Worte meinerseits liefen wir weiter dem Ziel entgegen. Wie die Piloten der Formel 1 suchten wir die Ideallinie und nahmen Kurve um Kurve, um anschließend ins Motodrom einzulaufen. Schon super, mal auf dieser Strecke laufen zu dürfen.

Der Zieleinlauf war wie bei den Großen vor der Boxengasse und auch für uns nun nicht mehr weit, also gaben wir nochmal Gas und finishten gemeinsam unseren ersten Lauf in einer Zeit die passender nicht sein konnte. Die Zeit entsprach genau dem heutigen Datum, 1 Std. 11 Minuten, und die 48 Sekunden standen für das Alter der Mutter, die ja an diesem Tag Geburtstag hatte. Na, das soll uns erst mal einer nachmachen.

Vom Geburtstagskuchen gönnten wir uns dann nachmittags ein extra großes Stück, denn das hatten wir uns ja auch redlich verdient. Pläne für unseren nächsten Lauf haben wir an diesem Tag nicht mehr geschmiedet, dafür war das Tier in ihren Muskeln einfach noch zu gegenwärtig. Aber wie heißt es doch so schön?

Der Schmerz geht, aber der Stolz bleibt.

Wir werden auch in Zukunft die Laufschuhe gemeinsam schnüren, dann aber gerne mal für eine lockere Runde.

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