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Leser-Reporterin Iris beim Zürich-Marathon "Mit 50 laufe ich meinen ersten Marathon"

So hat alles angefangen. Das war zuerst nur so dahingesagt, aber ihr Kollege ließ nicht locker, sodass Iris Späth-Schönmetzler beim Zürich-Marathon antrat.

"Mit 50 laufe ich meinen ersten Marathon." So hat alles angefangen. Einfach diese Worte daher gesagt; nun bin ich 51 und bin ihn doch noch gelaufen. Ende des Jahres 2014 wurde ich von meinem Kollegen Helmut darauf angesprochen. Meine Antwort war: "Das Jahr ist bald vorbei und ich werde bald 51 Jahre. Das haut nicht mehr hin." Doch Sie kennen Helmut nicht. Er erwiderte: "Du wirst erst im Mai 51. Also kannst du am 19. April 2015 in Zürich Deinen Marathon zu laufen. Das Machst du!" Schnell war ich angemeldet.
Leser-Reporterin Iris Späth-Schönmetzler mit ihrem Team beim Zürich-Marathon 2015 +
Foto: privat

Den ersten Marathon feiert man am besten mit dem ganzen Team. Und die Füße freuen sich nach dem Zürich-Marathon über die Abkühlung.

Ich bekam einen Trainingsplan von Helmut – „In 3 Monaten fit für den Marathon“. Den legte ich erstmal beiseite, denn es war ja bald Weihnachten. Dann das neue Jahr. Bis April habe ich noch viel Zeit, dachte ich. Aber langsam kam ich mit diesem Plan ins Reine. Nach einer Zwangspause durch eine Grippe fing ich erneut mit dem Training an. Und es machte mir sogar richtig Spaß. Ich würde es schaffen – und wenn sie mich über die Ziellinie ziehen müssen!

Verspäteter Start für Iris beim Zürich-Marathon

Der 19. April 2015 kam, es war 5 Uhr morgens und ganz schön kalt. Wir fuhren nach Zürich. Dort angekommen liefen die Vorbereitungen für den Zürich-Marathon, meinen ersten Marathon! Startunterlagen holen, Laufstrecke ansehen, immer wieder zur Toilette (reine Nervosität). Kurz vor dem Start musste ich nochmal, unterhielt mich nett und bekam noch einige Tipps für den Marathon. Da hatte ich doch glatt den Startschuss verpasst! Nichts wie hinterher, ein Streckenposten ließ mich von der Seite ins Startfeld.

Der erste Schritt durch den Startbogen. Ich kam gar nicht zum nachdenken, es gab zu viel zu schauen, überall Leute an der Strecke, die einem zuriefen. Dann Musikbands, denen man zuwinkte. Ich hatte meinen Spaß, es war richtig schön. Bis Kilometer 30 ging es gut, meine Füße schmerzten. Doch der Kopf sagte, Mensch nur noch 12 Kilometer. Immer weiterlaufen. Lauf, Iris, lauf. Das waren so meine Gedanken. Ich hängte mich einer Gruppe mit einem Pacemaker an. Das war gut, ich kam wieder in den Rhythmus, es ging weiter. Lauf, Iris, lauf. Die Waden schmerzten und der Kopf sagte „Was mach ich eigentlich hier?“ Doch nun hatte mein Ehrgeiz mich doch noch gepackt.

Jubel auf den letzten Kilometern beim Zürich-Marathon

Als ich wieder in die Nähe der Innenstadt kam, standen an der Strecke des Zürich-Marathons wieder viele Menschen, die uns zujubelten. Nur noch zwei Kilometer bis ins Ziel! Es war hart, aber irgendwie auch schön. Die letzten Meter, das Ziel schon vor Augen, überholte ich tatsächlich noch jemanden. Und dann, Yipieh, endlich im Ziel! Ich strahlte wie ein Honigkuchenpferd. Jemand gratulierte mir und gab mir eine Finisher-Medaille. Ich hatte es geschafft! Hurraaaa! Vier Stunden, zwölf MInuten4h12min. Ich glaube, ich habe im Kreis gegrinst, so ein Gefühl hatte ich. Das abrupte Anhalten nahmen mir meine Beine zwar etwas übel. Das waren Schmerzen! Doch ich hatte noch immer mein Grinsen und die Gewissheit, es geschafft zu haben. Der Traum, mit 50 den ersten Marathon zu laufen, ist doch noch in Erfüllung gegangen. Danke, Helmut! Es war ein toller Tag in Zürich. Die Strecke, das Publikum und die ganze Atmosphäre beim Zürich-Marathon waren wirklich einzigartig.

Am nächsten Morgen meinte übrigens mein Chef zu mir, ich sollte jedes Wochenende einen Marathon laufen, damit ich am Montagmorgen mit so einem Grinsen im Gesicht zur Arbeit komme. Die Endorphine hielten wirklich einige Tage an.
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Autor: Iris Späth-Schönmetzler 18.06.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Zürich-Marathon 2017.

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