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TorTour de Ruhr 2016 230 Kilometer nonstop an der Ruhr entlang

Insgesamt 208 Ultraläufer gingen bei der 6. TorTour de Ruhr über 100 Kilometer, 100 Meilen oder 230 Kilometer an den Start. Oliver Schoiber gewann in 25:30:20 Stunden.

TorTour de Ruhr 2016 +
Foto: Claudia und Wolfgang Steeg

Einsam, aber grün - die 100 Läufer der 230 Kilometer-Distanz verteilen sich schnell.

Von Samstagmorgen, den 14. Mai, bis Sonntagabend wagten sich bei der sechsten Austragung der TorTour de Ruhr genau 100 Läufer auf die 230 Kilometer lange Reise von der Quelle der Ruhr bei Winterberg bis zur Mündung in den Rhein bei Duisburg. Einmal über die gesamte Länge den Fluss erleben, der die ganze Region prägt – das steht hinter der Herausforderung der TorTour de Ruhr. So wurden am Samstag um acht Uhr morgens alle 230-km-Läufer auf die Strecke geschickt. Auch ein 160,9-km-Lauf, also genau 100 Meilen, wurde angeboten und zog weitere 50 Läufer um 18:00 Uhr an den Start. Der ironischerweise Bambinilauf genannte 100-km-Lauf startete am Sonntag um vier Uhr morgens.

Für runnersworld.de waren Claudia und Wolfgang Steeg bei der TorTour de Ruhr 2016 vor Ort. Ihre schönsten Fotos finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Mit seiner Distanz von 230 Kilometern ist die TorTour de Ruhr einer der längsten Nonstop-Läufe Deutschlands. Wem die 100 Meilen oder Kilometer genug waren, konnte sich trotzdem auf das Ziel an der Mündung der Ruhr in den Rhein freuen. Statt Kohle, Dreck und triste urbane Umgebung, wie man vorurteilbehaftet denken könnte, bietet die TorTour de Ruhr 230 grüne und landschaftlich reizvolle Kilometer immer entlang der Ruhr.

Kalter Beginn der TorTour de Ruhr 2016

Bei nur vier Grad und einem eisig kalten Wind wurden die 100 Läufer an der Quelle der Ruhr auf die Strecke geschickt. Doch im Laufe des Tages erbarmte sich das Wetter und verwöhnte die Läufer und ihre Begleiter auf dem Rad bei zweistelligen Temperaturen auch mit kurzen sonnigen Abschnitten. Doch die Härte des Rennens forderte in der Nacht seinen Tribut. Einige Läufer verliefen sich und insgesamt rund 30 Starter stiegen in der Nacht aus dem Rennen aus. Wer die kalte Nacht überstanden hatte und bei Tagesanbruch noch auf der Strecke war, hatte den Großteil hinter sich gebracht und kam dem Ziel langsam näher.

Oliver Schoiber gewinnt die TorTour de Ruhr 2016

Nach 230 Kilometern entlang der gesamten Ruhr, konnte sich der Sieger nach 25:30:20 Stunden feiern lassen. Etwa 40 Minuten konnte er am Ende zwischen sich und den zweitplatzierten Jan Prochaska legen, der die Tortur nach 26:09:34 Stunden beendete. Als letzter Läufer innerhalb einer Stunde hinter dem Sieger, konnte sich Peter Flock in 26:27:48 Stunden den dritten Platz erlaufen.
TorTour de Ruhr 2016 Anja Tegatz Siegerin +
Foto: Claudia und Wolfgang Steeg

Üblicherweise wird das Rheinorange am Ende des Ruhrtalradweges bei Erreichen geküsst. Anja Tegatz geht diesem Brauch nach und küsst die provisorisch aufgestellte Tafel nach ihrem Sieg.

Siegerin Anja Tegatz bleibt noch unter 30 Stunden

Als einzige Frau noch unter der 30-Stunden-Marke blieb die Siegerin Anja Tegatz in 29:54:16 Stunden. In ähnlichen Abständen wie bei der männlichen Konkurrenz folgten ihr Cornelia Bullig in 30:37:09 Stunden und Marika Heinlein in 31:14:01 Stunden als Zweite und Dritte. Insgesamt waren sowohl die Frauen als auch die Männer schneller als die Veranstalter gerechnet haben. So wurde der Sieger bereits rund eineinhalb Stunden früher empfangen als erwartet.

Drei Läufer unter 20 Stunden über 160,9 Kilometern entlang der Ruhr

Der in den USA populärere 100-Meilen-Lauf konnte Robert Etter in 17:15:03 Stunden für sich entscheiden. Die dahinterliegenden Markus Behlau (17:56:19 Stunden) und Oli Spiker (18:30:15 Stunden) komplettierten das schnellste Trio und blieben als einzige Läufer unter der 20-Stunden-Grenze. Die Frauen-Konkurrenz konnte Angelika Kirchberg in 22:04:40 Stunden für sich entscheiden.

Streckenrekord durch Rafael Rodriguez Baena bei der TorTour de Ruhr 2016

Das liebevoll als Bambinilauf bezeichnete 100-km-Rennen konnte Rafael Rodriguez Baena in neuem Streckenrekord von 8:16:19 Stunden recht deutlich für sich entscheiden. Nach 8:50:20 Stunden und 9:26:08 Stunden liefen mit Rainer König und Ralf Bajon die beiden nächsten Männer ins Ziel der TorTour de Ruhr in der Nähe der Mündung in den Rhein. Noch deutlicher, aber in knapp über zehn Stunden bewältigte Annette Hausmann das Rennen in 10:17:19 Stunden mit über einer Stunde Vorsprung auf die Zweite, Susanne Hempel (11:18:17 Stunden). Den dritten Platz belegte Steffi Schiffgen in 11:34:02 Stunden.
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Autor: Patrick Brucker 15.05.2016
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