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Von Norwegen nach Spanien 5.000-km-Spendenlauf durch ganz Europa

In 97 Etappen lief der Erfurter Alexander Schmidt von Slettnes in Norwegen nach Tarifa in Spanien. 5.004 Kilometer legte er dabei in 589:24:49 Stunden zurück.

Alexander Schmidt lief bei seinem Charitylauf 5.000 km von Norwegen nach Spanien +
Foto: privat

Der 36-jährige Alexander Schmidt aus Erfurt lief von April bis Juli 2016 einen Charity-Lauf vom Norden Norwegens in den Süden Spaniens.

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Spendenlauf

Eisiger Start in Skandinavien

Am 20. April 2016 startete ich meinen Transeuropa-Charityrun. Vom nördlichsten Leuchtturm auf dem Festland zum südlichsten Leuchtturm auf dem Festland. Von Slettnes in Norwegen nach Tarifa in Spanien. Begleitet wurde ich hierbei von einer Supportperson mit Wohnmobil. Ich sammele mit diesem Projekt Gelder für Kindertagesstätten. In Skandinavien kämpfte ich mich bei Temperaturen um die minus 18 Grad zunächst durch schneeverwehte Straßen. Schon nach wenigen Etappen schwollen meine Achillessehnen an, es folgten Probleme mit den Knien und dem Rücken. Mit meiner Blackroll und Dehnübungen versuchte ich abends die Beine zu regenerieren. Dazu kamen Kühlpacks, die ich mir auf die betroffenen Stellen legte. Mit Tape und Bandagen konnte ich aber weiterlaufen. Irgendwann schnitt ich im Bereich der Achillessehne meine Laufschuhe ein Stück ab. Danach gingen die Schwellungen langsam weg.

Regen in Deutschland, Hitze in Spanien

In Deutschland und Frankreich hatte ich viele nasse Tage. Laufkleidung und Schuhe wurden gar nicht mehr richtig trocken. Außerdem erkannte ich, dass Deutschland bergiger ist als angenommen. Harz, Mittelgebirge und Odenwald forderten mich sehr. Ich konnte dadurch aber auch einen Leistungsschub verbuchen. In Spanien waren Temperaturen über 40 Grad an der Tagesordnung. Einen richtiges Leistungstief hatte ich nie, darüber staune ich heute noch. Zur Ernährung hatte ich mich im Vorfeld mit einigen Ernährungsexperten unterhalten. Jeder hatte eine andere Meinung. Also war meine Devise: essen worauf ich Lust habe. Müsli, Nuss-Nougat-Creme, Cola, Bier, Süßigkeiten, Fleisch, Gemüse und Kohlenhydrate. Ab Frankreich fing ich zusätzlich an mit Proteinshakes. Trotz alledem verlor ich während der Tour 17 Kilogramm Gewicht.

Von freilaufenden Hunden und Wildschweinen

Meine größte Angst während des Laufens waren die freilaufenden Hunde in Frankreich und Spanien. Außerdem die Wildschweine, von denen man im Morgengrauen mehr begegnete, als einem lieb war. Mit der Zeit wurde mein Laufstil immer flüssiger. Das führte einerseits zu schnelleren Zeiten, andererseits dazu, dass ich am Ende der Etappen noch gut drauf war. Ein wichtiger Punkt war auch die richtige Laufkleidung. Da hatte ich mit meinem Ausstatter einen tollen Partner. Blasen hatte ich auf der ganzen Tour keine einzige. Motiviert habe ich mich über die wunderschönen Landschaften, welche ich durchlief, und die richtige Musik, selbst wenn es geregnet oder geschneit hat.

Einzigartiges Naturerlebnis auf 5.004 Kilometern

Es ist einfach einmalig, was man beim Laufen alles sieht. Man erlebt die Natur. Wichtig auf solchen Distanzen ist auch, sich immer wieder kleine Ziele zu setzten und nach hinten zu sehen. Denn es ist schöner zu sagen: Das habe ich schon geschafft“, als: „Ohh Mann, so weit noch“! Viele E-Mails von Lesern meines Blogs halfen mir sehr die Strapazen zu überstehen. Mein Plan ging zum Schluss voll auf.

Am 30. Juli 2016 erreichte ich Tarifa nach 97 Etappen mit 5.003,99 Kilomtern und 46.420 Höhenmetern in einer Laufzeit von 589:24:49 Stunden. Meine Durchschnittspace war also 7:07 min/km. 13.000 Euro an Spenden sind dabei für die „Trägerwerke Soziale Dienste in Thüringen GmbH“ zusammengekommen. Die Spenden werden zu 100 Prozent an Kitas weitergeleitet, um eine bessere Lern- und Frühförderung unserer Kinder zu gewährleisten. Auch wenn Der Transeuropa-Lauf nun vorbei ist, wäre es schön, noch einige Spenden für das Projekt zu bekommen. Weitere Infos dazu gibt es auf meiner Homepage www.transeuroparun.com. Abschließend wäre noch zu sagen: Weitere Projekte werden folgen, doch da möchte ich gerne mit weiteren Läufern zusammen laufen. Ob Laufneuling oder ambitionierter Läufer: Lasst uns zusammen sagen: „Have fun and run.“
Alexander Schmidt am Ziel seines Spendenlaufs durch Europa in Spanien +
Foto: privat

Nach über 5.000 Kilometern erreichte Alexander Schmidt sein Ziel, Tarifa in Spanien.

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Autor: Alexander Schmidt 24.08.2016
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