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Venloop 2017 7.490 Halbmarathon-Finisher in Venlo

Beim hochklassigen Halbmarathon in Venlo siegte Meshack Koech in 60:19 Minuten. Die ersten fünf Läufer finishten innerhalb von nur sechs Sekunden. Überschattet wurde der Lauf von einem tragischen Todesfall.

Venloop 2017 +
Foto: Wolfgang Steeg

Nach 21 Kilometern trennten die ersten fünf Läufer nur sechs Sekunden.

Der hochklassige Venloop ging am Sonntag, den 26. März in seine zwölfte Auflage. Rund 21.000 Läufer waren 2017 über alle Distanzen am Start. Der Halbmarathon zeigte mit 7.490 Finishern die größte Beliebtheit und wies ein enorm hohes Leistungsniveau auf. Dominiert wurde dieser von einer Phalanx aus kenianischen Läufern. Meshack Koech konnte sich in einem extrem engen Rennen in 60:19 Minuten den Sieg sichern. Die schnellste Frau kam mit Naom Jebet ebenfalls aus Kenia und schrammte in 70:03 Minuten nur knapp an der 70-Minuten-Marke vorbei.

Für runnersworld.de war unser Fotograf Wolfgang Steeg beim Venloop 2017 vor Ort. Seine schönsten Bilder vom Lauf finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Dass die Strecke des Halbmarathon in der niederländischen 100.000-Einwohner-Stadt Venlo zu den schnellsten gehört, zeigten 2017 einmal mehr die ostafrikanischen Spitzenläufer, die ein enges und hochklassiges Rennen ausfochten. Gestartet wurde an der Deken Van Oppensingel. Die flache Strecke führte die Läufer über 21,0975 Kilometer quer durch Venlo, zwei Mal über die Maas und zurück ins Ziel am Limburgs Museum. Da Venlo unmittelbar an der deutschen Grenze liegt, machten deutsche Läufer etwa ein Drittel aller Starter aus.
Venloop 2017 Marc-André Ocklenburg +
Foto: Wolfgang Steeg

Als 31. des Gesamtfeldes blieb Marc-André Ocklenburg (rechts) beim Venloop 2017 als schnellster Deutscher noch unter 70 Minuten.

Kenianische Phalanx sorgt beim Venloop 2017 für hohes Niveau

Fast noch bemerkenswerter als die herausragenden Leistungen der Sieger war 2017 die Spannung, die der Halbmarathon bot. Gleich fünf Läufer blieben an der Spitze innerhalb von nur sechs Sekunden. Die minimal größten Reserven bewies Meshack Koech. Nach nur 60:19 Minuten konnte er als Sieger ins Ziel stürmen. Jorum Lumbasi Okombo folgte nach 60:20 Minuten als Zweiter, Albert Kangogo eine weitere Sekunde dahinter nach 60:21 Minuten als Dritter. Auch die Viert- und Fünftplatzierten, Kenneth Kipkemoi und Noah Kigen, blieben in 60:24 Minuten und 60:25 Minuten in Tuchfühlung zum Sieger. Die ostafrikanische Serie wurde gut drei Minuten später vom elftplatzierten Dänen Adbi Hakin Ulad nach 63:30 Minuten beendet. Schnellster Deutscher war auf dem 31. Gesamtplatz Marc-André Ocklenburg in 69:41 Minuten.

Niederländerin Susan Krumins verpasst Podest nur knapp beim Venloop 2017

Auch das Rennen der Frauen wurde von kenianischen Läuferinnen bestimmt. So gewann Noam Jebet nach 70:03 Minuten relativ knapp vor ihrer Landsfrau Maryanne Wanjiru, die nach 70:20 Minuten im Ziel war. Den kenianischen Dreifach-Erfolg perfekt machen konnte Marion Limo eine knappe halbe Minute später. Sie behauptete in 70:47 Minuten Platz drei. Nur unwesentlich langsamer war die schnellste Niederländerin, Susan Krumins. Ihr reichten sehr gute 70:52 Minuten nur zu Platz vier. Schnellste deutsche Läuferin war Michelle Rannacher, die nach 1:20:37 Stunden die Ziellinie als Zehnte überschritt.
Venloop 2017 +
Foto: Wolfgang Steeg

Die über 20.000 Läufer beim Venloop 2017 sorgten zusammen mit den unzähligen Zuschauern für eine grandiose Stimmung.

5.646 Läufer beim Venloop 2017 über die 10-km-Distanz

Nach dem Halbmarathon der zweitgrößte Teilnehmermagnet ist unumstritten das Rennen über die 10-km-Distanz. Stolze 5.646 Finisher zählte dieser Lauf. Im Vergleich zum Halbmarathon waren hier die Ergebnisse zwar nicht so hochklassig, doch hatten die einheimischen Läufer freie Bahn und zeigten dennoch gute Leistungen an der Spitze. So färbten Tecle Mekonen, Luuk Hendrikx und Jos Elfring das Sieger-Treppchen in niederländischem Rot-Weiß-Blau. Für sie stoppte die Uhr nach 32:00 Minuten, 32:21 Minuten und 33:39 Minuten. Alexander Maiko aus Mönchengladbach war als Sechster in 34:31 Minuten schnellster Deutscher im großen Teilnehmerfeld. Der Sieg bei den Frauen ging in 37:55 Minuten an die Polin Diana Golek. Dahinter belegten die Niederländerin Marlou Propst und die Belgierin Larissa Vanherle in 38:52 Minuten respektive 40:32 Minuten die Plätze zwei und drei.

Enges Finish über fünf Kilometer beim Venloop 2017

Passend zum Austragungs-Jahr verzeichnete der 5-km-Lauf 2017 Finisher. In einem engen Rennen an der Spitze konnte sich Micheal Beuwer nach 15:25 Minuten den Sieg eine Sekunde vor Guus Winkelmolen (15:26 Minuten) sichern. Nach 15:28 Minuten erreichte Marco van Erp das Ziel als Dritter. Schnellste Frau war Sophia Dielissen in 17:57 Minuten. Platz zwei ging an Dorien Peeters. Die Belgierin benötigte 18:13 Minuten. Drittschnellste Frau war Anne van Heeckeren in 18:34 Minuten.

Tragischer Todesfall überschattet die sportlichen Ereignisse

Der Venloop war 2017 wieder ein atmosphärisch wie sportlich herausragendes Rennen. Temperaturen, die im Verlaufe des Tages an der 20-Grad-Marke kratzten und Fünfer-Reihen von Zuschauern im Zielbereich machten den Venloop einmal mehr zu einer stimmungsvollen Veranstaltung. Auch an der Strecke war einiges los. So reibungslos und positiv die Veranstaltung auch war, sorgte ein tragischer Todesfall für eine Überschattung der sportlichen Ereignisse. Aufgrund des relativ warmen Wetters für Ende März hatten die Sanitäter viel zu tun. Ein Läufer erlitt im Ziel einen Herzstillstand, musste reanimiert werden und verstarb wenig später im Krankenhaus, wie der Veranstalter am Abend mitteilte.
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Autor: Patrick Brucker 26.03.2017

Hier finden Sie weitere Informationen zum Venloop 2017.

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