Top Themen: Firmenlauf | Hindernisläufe | Individuelles Coaching | Laufkalender | Laufen | Lauf eintragen

Comrades-Marathon 2015 88 Kilometer von Durban nach Pietermaritzburg

Ständig rauf geht es auf der ersten Hälfte, aber Bäume und Gebäude spenden Schatten und der Zuschauerzuspruch ist einmalig.

Die Kilometerschilder sind sehr schön groß und nicht zu übersehen. Sie zeigen an, wie viele Kilometer noch zu laufen sind und das erste mit 87 km erinnert mich daran, was ich heute vorhabe. Auf den ersten 5 km ist es sehr voll und ich laufe betont langsam an – es geht auch beständig bergauf. Nach 7 km blicke ich auf die Uhr und denke mir: das schaffe ich niemals unter 11 Stunden. Der Kilometerschnitt liegt bei 7:46 und ich bin relativ entsetzt. In der Folge komme ich aber immer besser in Tritt und kann bis Kilometer 20 den Schnitt auf deutlich unter 7 Minuten drücken. Das sieht schon besser aus.

Das Höhenprofil der ersten Hälfte hat mir ja höchsten Respekt abgenötigt, zeigt die Linie doch fast ununterbrochen nach oben. Tatsächlich fühlt es sich aber gar nicht so schlimm an. Die Bergaufpassagen sind so, dass ich alles (langsam) laufen kann und sie werden immer wieder von Abschnitten bergab unterbrochen. Die bereits aufgegangene Sonne kommt von hinten, die Luft fühlt sich noch kühl an und es gibt immer wieder Schatten von Bäumen oder Gebäuden. Wir laufen durch stark besiedeltes Gebiet – selten, dass die Strecke mal länger als ein paar Kilometer durch unbewohntes Gebiet führt.

Entsprechend ist der Zuschauerzuspruch: ganz viele Einheimische nutzen den Tag zu einem Picknick, haben Pavillons, Zelte und Grills aufgebaut und jubeln den Läufern zu. Die Stimmung ist phantastisch. Noch nie habe ich so oft meinen Namen rufen gehört. Diese Stimmung ist einer der Gründe, weshalb diese Veranstaltung unter Läufern einen so guten Ruf genießt. Viele Zuschauer halten Schilder hoch, auf denen sie ihre Bekannten und Verwandten anfeuern, oder auf denen einfach nur lustige Sprüche stehen wie „Seemed to be a good idea 4 months ago“ oder „You’re tired? My arms are killing me!“. Nett auch: „Shut up, legs! Sincerely – the brain“

Die Versorgung ist ein eigenes Kapitel. Insgesamt gibt es sage und schreibe 48 Versorgungsstellen, im Schnitt alle 1,8 km eine. Es gibt immer kaltes Wasser und Iso aus länglichen Plastikbeuteln – Ecke abgebissen und dann kann man sehr einfach trinken oder sich das Wasser über den Kopf schütten. Dann an jeder Versorgungsstelle Cola aus Bechern, manchmal auch Tee. Nur zu Essen gibt es nicht viel. Banane, sehr oft auch Orangen, Salzgebäck, Kekse und ab und zu muss es auch Gels gegeben haben, die ich aber nicht sehe (ich sehe nur die Tüten auf der Straße).

Viele Privatleute bieten aber Essbares an und wenn man will, kann man sich auch an den vielen Grills bedienen (wer‘s mag …). Auf der zweiten Streckenhälfte gibt es immer wieder mal gekochte Kartoffeln, die in Salz gewendet wurden. Eine sehr gute Idee, nur leider werden die meistens zwischen den Versorgungsstellen angeboten und dann habe ich immer kein Wasser, um den Salzgeschmack wegzuspülen. Daher verzichte ich meistens drauf und beschränke mich darauf, viel zu trinken und alle 20 km ein Gel zu nehmen.
Jetzt noch besser laufen: aktuelle Lauftipps, News und Tests >>

Autor: Thomas Keller 06.07.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Comrades Marathon Durban – Pietermaritzburg 2017.

WEITERLESEN
Lesen Sie auf der nächsten Seite: Blick übers Land der tausend Hügel

Seite 1: Beim Comrades-Marathon einen Läufertraum erfüllt
Seite 2: Ganz schön kompliziert
Seite 3: Start in aller Frühe
Seite 4: 88 Kilometer von Durban nach Pietermaritzburg
Seite 5: Blick übers Land der tausend Hügel
Seite 6: Stimmungsnest an der Green Mile
Seite 7: Nach über 10 Stunden im Ziel

Kostenloser Newsletter
RUNNER'S WORLD ERLEBEN
Mehr zu Laufevents
2.662 Läufer über die Halbmarathon-Distanz
Nikolauslauf Tübingen

Foto: Tomás Ortiz Fernandez

Schon in die 41. Runde ging der Nikolauslauf Tübingen 2016. Sabrina Mockenhaupt und Jens Z... ...mehr

Lokalmatadoren tauschen Streckenrekorde
Nikolauslauf Regensburg 2016 Philipp Pflieger, Florian Orth, Simon Boch

Foto: Norbert Wilhelmi

Die beiden Läufer der LG Telis Finanz Regensburg, Philipp Pflieger und Simon Boch entrisse... ...mehr

Tolle Stimmung bei Jubiläumsveranstaltung
Kölner Nikolauslauf 2016

Foto: Wolfgang Steeg

Über 2.500 Teilnehmer liefen beim 20. Kölner Nikolauslauf bei frostigen Temparaturen durch... ...mehr

Sie sind hier: >> >> >>88 Kilometer von Durban nach Pietermaritzburg
(©) Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG