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Barmer Women's Run Frankfurt 2017 Aber bitte mit Sahne

Der Barmer Women's Run feierte in Frankfurt seine 50. Austragung mit 4.000 Teilnehmerinnen. Die Partystimmung wurde hier erfunden.

Barmer Women's Run Frankfurt 2017 +
Foto: Norbert Wilhelmi

Mit strahlenden Gesichtern liefen die Läuferinnen ins Ziel.

Die Torte war extragroß, mit vielen Brombeeren, Sahne und schönen Verzierungen aus Zucker und Tortenguss. Und sie war hochverdient, wenngleich sie auch jede einzelne Läuferin beim Barmer Women’s Run in Frankfurt verdient hätte. Aber hier war es die Geburtstagstorte zum 50. Women’s-Run-Jubiläum. 4.000 Frauen in brombeerfarbenen Shirts mit dem Motto „Motivationswunder“ starteten in Frankfurt beim Barmer Women’s Run. Und es war wahrhaft ein Tag zum Jubeln. Prächtiger hätten die Bedingungen kaum sein können. Bei strahlendem Festival-Wetter startete das Event vor der Commerzbank-Arena pünktlich am Mittag 12 Uhr. Dabei füllte sich das großzügige Gelände des Women‘s Village zunächst zögerlich. Vielleicht, weil es am Morgen noch aus grauen Wolken geregnet hatte und sich manch erfahrene Teilnehmerin an den verregneten Lauf des letzten Jahres erinnerte. Aber in diesem Jahr schoben sich mit dem Aufdrehen der Lautsprecheranlage die Wolken beiseite, und in minutenschnelle stieg das Thermometer deutlich über die 20-Grad-Marke.

Für runnnersworld.de war der Fotograf Norbert Wilhelmi beim Barmer Women's Run Frankfurt 2017 vor Ort. Seine schönsten Bilder vom Lauf finden Sie in den Bildergalerien ober- und unterhalb dieses Artikels sowie inmitten dieses Artikels.

Etwas irritiert, dann aber eher amüsiert betraten einige Teilnehmerinnen das Gelände, jedenfalls wenn sie über den Haupteingang des Stadiongeländes zum Women’s Village kamen. Dort, gleich neben dem alten Freibad am Stadion, fand nämlich zeitgleich zum Barmer Women’s Run ein basslastig wummerndes Technofestival statt. Das Publikum war zwar ähnlich luftig gekleidet wie die Läuferinnen, aber im Stil doch etwas, naja, anders.

Techno gab’s nur nebenan

Doch bereits beim Aufwärmprogramm vor dem 5-km-Lauf des Barmer Women’s Run war mehr Bewegung als auf jedem Techno-Festival. Vor der Bühne hatten sich hunderte Läuferinnen versammelt um sich in ihren brombeerfarbenen Shirts auf den Lauf vorzubereiten. Die gleiche Einheitsfarbe herrschte allerdings nur bei den Shirts, das Feld der Teilnehmerinnen war kunterbunt. Stolze 85 Jahre ist Lilo Rollfing. Die Lüdenscheiderin war als älteste Teilnehmerin am Start beim Barmer Women’s Run. Gleichzeitig war die rüstige und erzählfreudige Lilo sicherlich eine der erfahrensten Leichtathletinnen im Starterfeld. Mehrfach hat sie bereits an Veteranen-Welt- und Europameisterschaften teilgenommen, allerdings jeweils über die Sprintdistanzen von 100 bis 400 Meter. „Und eigentlich“, so die rüstige Lilo, „wollte ich auch gar nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen.“ Aber der Women’s Run sei natürlich etwas Besonderes, und außerdem hatte sie den Startplatz zu ihrem 85. Geburtstag von ihrer Tochter Astrid bekommen. Und so gingen Mutter und Tochter gemeinsam auf die 5-km-Strecke, bei der Barmer-Sport-Botschafterin Heike Drechsler den Startschuss gab. Zuvor hatte sie noch ganz höflich gebeten, ein Selfie mit Lilo machen zu dürfen.
Jüngster im Feld war der ein-einhalb-jährige Mats, der allerdings von Mutter Lena im Babyjogger geschoben wurde, dabei viel Spaß hatte und im Ziel das Privileg genoss, als erster die persönliche Zielverpflegung gereicht zu bekommen – in Form der im Babyjogger mitgeführten Nuckelflasche. Die jüngsten Aktiven am Start waren die Zwillinge Sophie und Clara; die sechsjährigen wurden begleitet von Mama Corinna und der Tante, Patricia. „Letztes Jahr durften die beiden die letzten Meter mitlaufen – und in diesem Jahr wollten sie unbedingt selbst eine Startnummer“, so Corinna, die gemeinsam mit ihren beiden Prinzessinnen im selbstgebastelten Kostüm lief, inklusive natürlich der „Flinken Flügel“ auf dem Rücken, die die Zwillinge stolz und mit roten Bäckchen im Ziel präsentierten.

Schnellste Lady über die 5 km war die in Deutschland lebende Irin Liz Roche, die ganz knapp über der 20-min-Marke blieb. Über die später gestartete 8-km-Distanz gewann Sabine Schmitt in 31:15 Minuten, sie setzte sich auf dem Schlussstück von Fanziska Rachowski ab.

Torte zum Jubiläum

Zum Glück lag die Zielverpflegung im Schatten der Commerzbank-Arena. Die Temperaturen kletterten bei den Läufen am Nachmittag über 25 Grad – und da kam der Schatten genau so recht wie die kühlen Erfrischungen an den Verpflegungsständen, ob Melone, Erdinger alkoholfrei oder die Milchprodukte von Ernährungspartner Arla Skyr.

Und so wurde der Barmer Women’s Run in diesem Jahr zu einer würdigen Feier für den 50. Women’s Run – die Torte am Ende der Veranstaltung kam gerade Recht. „Ich freue mich, dass unser Konzept, das damals seiner Zeit vielleicht voraus war, heute solch einen Erfolg feiert und von so vielen Teilnehmerinnen angenommen wird“, so Jo Schindler, der mit seiner Agentur Motion Events bereits den ersten Women’s Run, den es überhaupt gab, im Jahr 2006 in Frankfurt organisiert hatte. Schindler betont: „Es war ja damals ganz neu: Was heute so selbstverständlich klingt durch die Firmen- und Spaßläufe: Nämlich den Spaß in den Vordergrund zu stellen.“ Und da hatte Jo Schindler auch in diesem Jahr die passende Formel gefunden: Der Spaß stand für alle Motivationswunder auf jedem Fall im Vordergrund.
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Autor: Urs Weber 30.07.2017

Hier finden Sie weitere Informationen zum BARMER Women´s Run Frankfurt 2017.

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