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Halbmarathon von Ras Al Khaimah Acht Läufer unter einer Stunde

Zum ersten Mal blieben in einem Halbmarathon gleich acht Läufer unter einer Stunde. Beim Rennen von Ras Al Khaimah gewannen Lelisa Desisa (59:36) und Priscah Jeptoo (67:02).

Priscah  Jeptoo +
Foto: photorun.net

Die Kenianerin Priscah Jeptoo rannte zu einem überlegenen Sieg in einer Weltklassezeit von 67:02 Minuten.

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Halbmarathon

Der Äthiopier Lelisa Desisa lief bei sehr guten Wetterbedingungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten 59:36 Minuten. Zweiter wurde überraschend Nguse Amlosom (Eritrea/59:36) vor Wilson Kiprop (Kenia/59:45). Zum ersten Mal blieben in einem Halbmarathon gleich acht Läufer unter einer Stunde.

Die Kenianerin Priscah Jeptoo rannte zu einem überlegenen Sieg mit einer Weltklassezeit von 67:02 Minuten – wie bei den Männern ist auch dies eine Jahresweltbestzeit zu einem natürlich sehr frühen Saisonzeitpunkt. Jeptoos Ergebnis ist allerdings ein erster, sehr starker Richtwert. Diese Zeit wird nicht so leicht unterboten werden. Der Weltrekord ihrer Landsfrau Mary Keitany, den diese vor drei Jahren in Ras Al Khaimah mit 65:50 aufgestellt hatte, war am Freitag jedoch außer Reichweite. Platz zwei belegte Flomena Cheyech (Kenia/68:13), Dritte wurde Guteni Shone (Äthiopien/68:31). Neun Läuferinnen – zunächst zeigte die Ergebnisliste sogar zehn – erreichten das Ziel unter 70 Minuten. Damit hatte der in der ersten Jahreshälfte sicherlich bestbesetzte Halbmarathon der Welt auch bei den Frauen eine außergewöhnliche Breite in der Spitze.

In einem Rennen ohne Tempomacher ist es bei einer derartigen Breite in der Spitze schwierig, Rekorde zu laufen. Keiner der zahlreichen Weltklasseläufer will in einer solchen Konstellation die Tempoarbeit übernehmen und dadurch die eigenen Chancen schmälern. Das zeigte sich deutlich am Freitagmorgen in Ras Al Khaimah. 14:31 Minuten benötigte die Spitzengruppe der Männer, bevor der 5-km-Punkt erreicht wurde. Damit war die Hoffnung auf eine Zeit unter 59 Minuten und vielleicht sogar ein Ergebnis im Bereich des Weltrekordes von Zersenay Tadese (Eritrea/58:23) frühzeitig dahin. Diese erste Zwischenzeit lief auf ein Ergebnis von über 61 Minuten hinaus.

Im Mittelteil des Rennens wurde das Tempo dann deutlich schneller. Es war vor allen Bernard Koech, der die Pace jetzt forcierte. Der Kenianer musste sich am Ende jedoch mit Platz vier zufrieden geben (59:46). Eine 15-km-Zwischenzeit von 42:38 deutete nun darauf hin, dass es zumindest noch Ergebnisse unter 60 Minuten geben würde. Eine Vorentscheidung fiel dann drei Kilometer vor dem Ziel, als sich Lelisa Desisa und Nguse Amlosom aus der Spitzengruppe absetzten. Der Läufer aus Eritrea war die Überraschung des Rennens. Mit einer Bestzeit von 60:46 angereist, gehörte er nicht zu den großen Favoriten. Im Rennen gegen den 24-jährigen Lelisa Desisa, der sich im vergangenen Jahr mit einem Sieg beim Dubai-Marathon in der Weltklasse etablierte und anschließend auch in Boston triumphierte, musste sich Amlosom am Ende jedoch geschlagen geben. Desisa verpasste mit 59:36 seinen persönlichen Rekord um lediglich sechs Sekunden.

Wie im Rennen der Männer wurde auch bei den Frauen in der Anfangsphase gebummelt. Ohne Tempomacher lief die große Spitzengruppe die ersten 5 km in gemächlichen 17:14 Minuten. Dieses Tempo ist gut für eine Zielzeit zwischen 72 und 73 Minuten, also weit weg von den avisierten Ergebnissen. Im Gegensatz zum Männerrennen wurde der Lauf der Frauen zu einer One-Woman-Show: Priscah Jeptoo lief den nächsten 5-km-Abschnitt fast zwei Minuten schneller und baute ihren Vorsprung bei gleichbleibend hohem Tempo in der Folge weiter aus. Die 29-Jährige, die sich als Titelverteidigerin auf den London-Marathon im April vorbereitet, hatte im Ziel mit 67:02 – einer Zeit, die zu den 20 schnellsten aller Zeiten gehört – schließlich über eine Minute Vorsprung. Im vergangenen September war Jeptoo in Newcastle 65:45 gelaufen. Da jedoch die abfallende Strecke in Nordostengland nicht rekordkonform ist, konnte die Zeit nicht als Weltrekord anerkannt werden. In Dubai lief Jeptoo nun das drittschnellste Ergebnis ihrer Karriere.

Die Ergebnisse:

Männer:

1. Lelisa Desisa ETH 59:36
2. Nguse Amlosom ERI 59:39
3. Wilson Kiprop KEN 59:45
4. Bernard Koech KEN 59:46
5. Bernard Kipyego KEN 59:47
6. Micah Kogo KEN 59:49
7. Feyisa Lilesa ETH 59:51
8. Paul Lonyangata KEN 59:54
9. Jacob Kendagor KEN 61:27
10. Ibrahim Jeilan ETH 61:47

Frauen:
1. Priscah Jeptoo KEN 67:02
2. Flomena Cheyech KEN 68:13
3. Guteni Shone ETH 68:31
4. Helah Kiprop KEN 68:36
5. Rita Jeptoo KEN 68:49
6. Mare Dibaba ETH 68:56
7. Feyse Tadese ETH 69:19
8. Aberu Kebede ETH 69:22
9. Worknesh Degefa ETH 69:43
10. Caroline Kilel KEN 70:33
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Autor: race-news-service.com 14.02.2014

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