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Laufen im Death ValleyBadwater Ultramarathon 2007

Wir veröffentlichen das Protokoll des härtesten Ultralaufs der Welt, des Badwater Ultramarathon, als große Fotoreportage.

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Laufen im Death Valley Badwater Ultramarathon 2007
Protokoll des härtesten Ultralaufs der Welt

Badwater Ultramarathon 2007

Unsere große Fotoreportage berichtet wie Dagmar Großheim und Achim Heukemes “the toughest footrace on earth” meistern. Den Bericht von Sebastian Bär finden Sie jeweils als Fortsetzung unter den Fotos. Der Text bezieht sich nicht direkt auf die Fotos.

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Badwater Ultramarathon 2007

23.07.2007, 10:00 Uhr morgens in der Startergruppe.
Beim Start sind es ca. 42° C, für diesen Ort der Erde im Juli relativ kühl. Es ist bewölkt, recht windig, eigentlich angenehme Bedingungen. Vor uns sind bereits zwei weitere Startergruppen aufgebrochen. Sie kommen uns schon bei der Fahrt vom Hotel in Furnace Creek nach Badwater - Salzsee, niedrigster Punkt der westlichen Hemisphäre, 86 Meter unter Meeresspiegel - entgegen.

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Badwater Ultramarathon 2007

Vor dem Start wird die US-Hymne gespielt, dann der Countdown von zehn abwärts gezählt – und los geht’s! Dagmar Großheim startet zusammen mit Achim Heukemes, doch wird Achim von einer anderen Crew (Michael Klob, Tom Aigner, Jürgen Ankenbrand) betreut. Deshalb erzählt dieser Bericht leider nur über das Rennen von Dagmar Großheim sein. Die Fotos aber zeigen natürlich beide. In unserer Crew sind neben mir Thomas Putnings und Alex Schlor.

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Nach zwölf Minuten machen wir den ersten Versorgungsstopp. Die Crew fährt immer eine Distanz im Van voraus und versorgt seinen Läufer, sobald er vorbeikommt. Die Stimmung von Dagmar ist sehr gut. Das Feld zieht sich sofort auseinander.

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Achim liegt in der Spitzengruppe, Dagmar hält sich im hinteren Teil der 3. Startergruppe auf. Nach vier Meilen, wir halten mit dem Crew-Van jede Meile an und versorgen, pendelt sich der Lauf-Rhythmus von Dagmar und der Crew ein: eine Meile fahren, dann warten, Wasser und Nahrungsergänzung verabreichen, Eiswasserschwamm auf Kopf und Schultern ausdrücken, Wasser auf Oberkörper und Beine sprühen und Stimmung gut halten. Alles läuft einwandfrei.

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Die Temperatur liegt weiter bei trockenen 42° C. Allerdings fühlt sich der Wind bei diesen hohen Temperaturen an, als würde man von einem gigantischen Fön angeblasen. Trotzdem haben wir das Gefühl, dass uns die echte Wüstenhitze vielleicht heute verschont.

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Es ist bewölkt, so dass es keine direkte Sonneneinstrahlung gibt! Sowohl für die Läufer als auch für die Crew ist das eine wahre Wohltat! Ein weiterer Vorteil die Läufer ist der Rückenwind.


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Nach zwei Stunden und 50 Minuten ist Dagmar 14,4 Meilen gelaufen. Wir versorgen sie mit Brei, Wasser, Nahrungsergänzung in flüssiger Form etc. Nach drei Stunden, elf Minuten sind wir kurz vor der ersten Zeitmessstation in Furnace Creek. Alles läuft voll nach Plan. Dagmar ist hochprofessionell und die Crew unterstützt sie hundertprozentig.

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Vor dem Rennen hat sie einen Zeitplan erarbeitet. Dagmar will unbedingt unter 45 Stunden ins Ziel kommen. Aktuell liegt sie ca. eine Stunde vor der geplanten Zeit, hat also einen Puffer. Dafür sind sicher die angenehmeren Temperaturen, die leichte Bewölkung sowie der Rückenwind mit verantwortlich.

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An der ersten Messstation bereiten wir ein Fußbad vor: Eimer mit Eiswasser und Eiswürfeln. Wir haben ihr von der Tankstelle (eine von drei Tankstellen im Death Valley) ein Eis geholt, das sie genüsslich verzehrt während sie ihre Füße im Eiswasser ein bisschen runterkühlt.

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Schließlich kann der Asphalt im Death Valley bis zu 80° C heiß werden. Jetzt blinzelt doch die Sonne ein wenig durch die Wolken. Sofort fühlen wir, wie rasch die Temperaturen steigen. An der Tankstelle kauften wir nochmals einige große Eistüten. Sie sind für die Kühlboxen, um die Getränke und Speisen kalt zu halten.


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Nach fünf Stunden und 35 Minuten ist der erste Marathon geschafft. Insgesamt geht die Strecke über 216 km, vom tiefsten Punkt der USA zum höchsten – von Alaska abgesehen. Die Distanz entspricht ca. 5 ½ Marathonläufen. Dagmar ist hervorragender Stimmung, die Sonne ist mittlerweile voll draußen, und die Temperatur ist bis auf 52° C hochgeschnellt.

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Die Crew ist im Rhythmus und eingespielt, wir erleben Badwater pur – brutale Hitze, gnadenlose Sonne! Dagmar wird etwas ruhiger während wir sie verpflegen. Sie behält ihre gute Stimmung. Die Verpflegungsstopps erfolgen nun in kürzeren Abständen, etwas weniger als eine Meile, weil die Hitze mittlerweile sehr stark brennt.


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Nach sieben Stunden, 16 Minuten liegen 33 Meilen hinter Dagmar. Es ist weiter 52°C heiß, und wir haben noch ca. 16 km bis Stovepipe Wells. Dort liegt die nächste Zeitmessstation.

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Es ist gut, ein Etappenziel in greifbarer Nähe zu haben, denn die Bedingungen sind schon sehr extrem in dieser menschenfeindlichen Wüstenlandschaft. Dagmar setzte sich unterwegs einmal während des Verpflegungsstopps hin. Das hat gut getan und war notwendig, um kurz für fünf Minuten Kraft zu tanken.


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Sieben Stunden, 38 Minuten: die Sonne ist wieder hinter ein paar Wolken versteckt, was uns unglaublich erleichtert. Dagmar wirkt nun schon deutlich erschöpfter. Wir sind mit den Verpflegungs- und Runterkühlungs-Stopps mittlerweile bei einem Rhythmus von einmal pro Kilometer angekommen. Beim nächsten Halt setzen wir uns nochmals hin, um wieder ein bisschen zu regenerieren.

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Nach 40 Meilen ist die Stimmung trotz aller Strapazen hervorragend. Die Sonne hat zwar deutliche Spuren hinterlassen in der allgemeinen Verfassung, aber Dagmar läuft ohne nachzulassen immer im gleichen Rhythmus stetig voran. Nun hat sich die Sonne komplett versteckt, geht langsam am späten Nachmittag unter. Jeder freut sich darauf, wenn der rote Planet bald ganz hinter den Bergen verschwindet.



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Um 19 Uhr 22 sind wir in Stovepipe Wells angekommen (hier stehen zwei Motels und eine Tankstelle). Dagmar hat eine halbe Stunde Pause gemacht, Eisfußbad genommen, gut gegessen und etwas regeneriert. Ihre Stimmung ist vorbildlich. Jetzt ist die Sonne untergegangen. Die Temperaturen sind zurück auf ca. 38°C. Es geht langsam in die erste Nacht hinein und nun hinauf auf den Townespass. Nach zehn Stunden und 52 Minuten liegen 52 Meilen hinter uns. Es ist mit 35°C fühlbar kühler. Die Strecke geht ständig bergauf. Dagmar pumpt unermüdlich voran.


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Um ca. 21 Uhr 30 fahren wir für den nächsten Verpflegungstopp rechts ran – und zugleich in irgendeinen spitzen Gegenstand. Es ist stockfinster in der Wüste von Death Valley und wir haben einen Platten! Unsere große Sorge: Dagmar muss ständig begleitet werden, doch ohne Begleitauto kann sie das Rennen nicht fortsetzen. Wir reagieren blitzschnell, räumen den Van hinten komplett aus (Wasserkanister, Kühlboxen, Essen ...), suchen den Wagenheber und das Ersatzrad und machen uns bei schwachem Licht an den Reifenwechsel.

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Um im Rhythmus zu bleiben, schnappt sich Alex den Wassereimer mit Getränkeflaschen usw. und läuft einfach mit Dagmar weiter den Townespass hinauf. Ich und Thomas arbeiten intensiv am Reifenwechsel. Nach ca. 20 Minuten sind wir fertig, räumen den Van ein und freuen uns, dass wir dieses Problem so schnell lösen konnten.


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Als wir den Motor anlassen wollen, ist die Batterie zu schwach. Zu allem Überfluss springt der Van nicht an... Da es eine Automatik ist, können wir auch nicht anschieben. Wir müssen also auf ein anderes Fahrzeug warten und hoffen, dass ein Überbrückungskabel dabei ist.


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Das zweite Auto, das nach etwa zehn Minuten vorbei kommt, hat zum Glück eins, und wir können überbrücken und den Motor wieder starten. Nach mehr als drei Meilen bergauf treffen wir wieder auf Dagmar und Alex, die im normalen Rhythmus weiter gelaufen sind. Uff! Noch mal gut gegangen ...


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Gegen 22 Uhr 30 Uhr hat Dagmar den zweiten Marathon geschafft. Nach ca. 14 Stunden und 35 Minuten sind wir fast 4 000 Fuß (rund 1 300 Meter) hoch bergauf Richtung Townespass. Es ist rabenschwarze Nacht. Wir schauen in den Himmel und sehen ein Meer von Sternen, glitzernd, wie sie wohl nur in der Wüste zu sehen sind, wo sonst keine andere Lichtquelle das Bild stört.

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Dieser Anblick ist atemberaubend. Durch die ständigen Steigungen ist Dagmar ziemlich am kämpfen. Es wird Zeit, dass wir über den Pass kommen. Alex massiert ihr im Sitzen ein bisschen den Rücken, weil durch die nach vorn gebeugte Haltung des Bergauflaufens Verspannungen entstanden sind. Die Massage tut Dagmar sehr gut! Wir stellen nach 56 Meilen (15 Stunden, sechs Minuten) fest, dass wir bereits auf der gesamten Strecke bergauf Gegenwind haben. Das erschwert Dagmar das Laufen natürlich deutlich.


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Nach 15 Stunden und 55 Minuten ist Dagmar auf dem Townespass angekommen, endlich! Wieder ein wichtiges Etappenziel geschafft, was für die mentale Motivation ganz wichtig ist. Doch Dagmar läuft direkt weiter. Thomas begleitet sie ein bisschen. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 27° C. Jetzt geht es erst mal eine ganze Weile bergab.

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Nach 16 Stunden 32 Minuten ist unsere Läuferin etwas erschöpft und wir lassen sie im Sitzen acht Minuten schlafen. Danach bekommt sie ein bisschen Cola, und es geht weiter durch die Nacht. 64 Meilen nach 17 Stunden und 34 Minuten: Dagmar läuft und läuft, doch die Müdigkeit nimmt nun deutlich zu. Nach 18 Stunden und 48 Minuten lassen wir Dagmar nochmals im Klappstuhl für 15 Minuten schlafen.


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Als wir vom Townespass runter sind, laufe ich ein bisschen mit ihr. Um zwölf Minuten nach sechs Uhr morgens erreichen wir nach 72 Meilen (116 km) Panamint Springs ( ein Restaurant, eine Tankstelle). Hier steht die dritte Zeitmessstation. Die Sonne geht auf und erleuchtet einen strahlend blauen Himmel. Sofort steigen die Temperaturen.

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Nach dieser Nacht ist Dagmar ziemlich geschafft. Wir machen in Panamint Pause, checken den Van, kaufen neues Eis und verwöhnen uns mit einer großen Tasse lang ersehnten Kaffees! Dagmar schläft währenddessen noch mal ca. 30 Minuten im Klappstuhl.


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Es geht in Tag 2! Um 9 Uhr 11, nach 22 Stunden und elf Minuten läuft Dagmar wieder brav den Pass der zweiten Bergkette hinauf (Panamint Pass). Die Sonne steht wolkenlos am Himmel und heizt uns wieder mit ca. 50° C ein.

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Wir machen ca. jeden Kilometer einen kurzen Trink- und Runterkühlstopp. Es geht weiter und weiter bergauf. Wir sind bei dritten Marathon angelangt, der schließlich nach 23 Stunden und 22 Minuten geschafft ist. Die Stimmung ist super!

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Nach kurzer Umarmung und Kühlung mit Eisschwamm etc. läuft Dagmar guten Mutes durch die brennende Hitze. Es gibt nirgends Schatten... Nach 24 Stunden und 23 Minuten brennt uns der Planet derart, dass die Verpflegung und Kühlung bei dem Bergauflauf nach jedem Kilometer dringend notwendig ist.

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Dagmars Mütze und Kleidung ist binnen kürzester Zeit wieder trocken, obwohl wir sie während der Stopps immer voll mit Eiswasser tränken. In der Ferne sehen wir zum ersten Mal den Mount Whittney. Dort wollen wir hin!

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Die vierte Zeitmessstation nach 144,2 km erreichen wir nach 27 Stunden und 37 Minuten. Dagmar ist jetzt müde, das ist aber auch alles. Es tut ihr nichts weh, nichts drückt. Also muss sich die Crew nur darum kümmern, dass Dagmar trotz Müdigkeit stets gut versorgt wird und hoch motiviert weiter läuft. Bei der eigenen Müdigkeit (noch kein Schlaf!) keine einfache Aufgabe.


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Von jetzt an geht es wieder bergab ins nächste Tal und in den Nachmittag hinein auf die lange Gerade Richtung Lonepine. 30 Stunden und drei Minuten: Hitze, Hitze, Hitze, erbarmungslos! Die Sonne glüht und es kommt uns vor wie eine Ewigkeit.

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Wir laufen noch immer den Pass hinunter. Schon nach 300 Meter ist jedes nasse Kleidungsstück wieder trocken. Dagmar kämpft unglaublich und hält trotz der Hitze unerschrocken durch. Allergrößte Hochachtung vor ihrer Leistung bisher! Es ist wirklich extrem hart.


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Nach 31 Stunden und 29 Minuten sind wir endlich auf der langen, geraden Strasse nach Keeler, die nach Lonepine führt. Der vierte Marathon ist nach 31 Stunden und 46 Minuten geschafft. Um 19 Uhr 14 Uhr sind wir kurz vor der ehemaligen Hippie-Siedlung Keeler.

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Irgendwelche extreme und große Stechfliegen tauchen plötzlich aus dem Nirgendwo auf. Sie „attackieren“ Dagmar pausenlos, sodass sie sich einmal in den Van flüchten muss. Alex läuft an ihrer Seite und wedelt mit Handtuch, um die Insekten zu vertreiben – leider nur mit mäßigem Erfolg.

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Um 20 Uhr 17 haben wir Keeler passiert, laufen auf der langen Geraden nach Lonepine. Die Sonne ist untergegangen und damit endgültig weg für dieses Rennen, denn es wäre theoretisch möglich, vor Sonnenaufgang des dritten Tages zu finishen.

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Leider jedoch nahm der Gegenwind wieder sehr stark zu. Es fegt sogar ein kleiner Sandsturm über die Strasse, der das Laufen für Dagmar nicht gerade angenehmer macht. Andererseits fielen die Temperaturen wieder und so geht es dann doch voran. Ich schlafe etwa eine Stunde hinten im Van, um Kraft zu tanken für die zweite Nacht.


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Nach 38 Stunden, es ist mitten in der Nacht, biegt Dagmar auf die Strasse ein zum Ortseingang von Lonepine. Ihre Verfassung ist unglaublich: körperlich, muskulär etc. fehlt ihr nichts. Selbst die Schuhe muss sie kein einziges Mal wechseln.

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Andere Teilnehmer tauschen bis zu zehn mal ihre Schuhe oder müssen sie sogar aufschneiden, weil sie überall Blasen und Schmerzen haben. Natürlich ist Dagmar erschöpft, aber sie lacht und läuft und läuft und läuft... Viele Wettbewerber und Crews ließ sie noch auf der Geraden nach Lonepine hinter sich. Das motiviert, die Stimmung ist blendend.

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Das sind es die besten Voraussetzungen, jetzt die letzte Etappe bergauf zum Mount-Whittney-Portal hinauf zu steigen. Immerhin sind 21 Kilometer und mehr als 5 000 Fuss (gut 1 700 Meter) Höhendifferenz noch zu überwinden. Es ist ca. Null Uhr 26 Uhr in der Nacht und Dagmar hat soeben die fünfte Zeitmessstation passiert.

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Thomas schläft jetzt auch für rund eine Stunde, um für den Rest der Wegstrecke gewappnet zu sein. Wir biegen in Lonepine ab Richtung Mount Whittney: ab jetzt geht es 21 Kilometer nur noch bergauf. Die allerletzte Etappe ist wohl auch die schwerste, weil es auf kurzer Distanz so viele Höhenmeter zu überwinden gilt.

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Um 1 Uhr 21 sind 200 km geschafft. Die Steigung nimmt zu und Dagmar pumpt voran! 26 Minuten nach zwei ist Dagmar bereits seit 40 Stunden und 26 Minuten unterwegs mit minimalem Schlaf. Die Temperaturen fallen deutlich, je höher wir kommen.

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Fast wird es ein bisschen kühl. Selbst bergauf joggt Dagmar stetig voran mit dem Kommentar „Jetzt brauch’ ich mich auch nicht mehr zu schonen...“. Um 3 Uhr 30 passieren wir die letzte Zeitmessstation, nur noch 3,3 Meilen bis zum Finish. Die Steigung verlangt das Letzte aus Dagmar heraus, aber sie hört nicht auf zu joggen!


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Wir nähern uns dem Ziel! Nach 42 Stunden, 56 Minuten und 3 Sekunden – die geplante Zeit lag unter 45 Stunden – läuft Dagmar zusammen mit ihrer Crew die letzten Meter ins Ziel am Mount-Whittney-Portal ein. Es ist früh morgens und in der Ferne geht langsam die Sonne auf. Zuschauer wie Veranstalter applaudieren herzlich. Höchste Anerkennung und Lob für Dagmar von allen Seiten.


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Achim schnellster Deutscher, Dagmar schnellste Deutsche

Achim Heukemes hat im Ziel auf sie gewartet. Die Überraschung und Freude ist riesig! Wir erfahren, dass Achim als bester Deutscher mit 33 Stunden, 2 Minuten und 42 Sekunden am frühen Abend bereits erfolgreich im Ziel gekommen ist. Er lief sogar die schnellste Zeit von allen Teilnehmern am Mt. Whittney. So schaffte es der Deutsche in einem der härtesten Laufwettbewerbe der Welt auf Platz 14.


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Bei allen ist die Freude groß, ebenso die Erschöpfung. Chris Kostman – der Race Director – verleiht die Finisher-Medaille, und es gibt das offizielle Finisherfoto. Wir alle genießen es, das Ziel erreicht zu haben.

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Die Badwater-Veranstalter bescheinigen Dagmar, beim Ultramarathon 2007 die schnellste Zeit erreicht zu haben, die jemals eine Deutsche in diesem Wettbewerb gelaufen ist. Unter allen Frauen errang sie Platz zwölf.

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Und insgesamt festigten Dagmar Großheim und Achim Heukemes mit ihrer unglaublich tollen Leistung ihren Ruf als das härteste Sportlerpaar Deutschlands.

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Zum Abschluss steigen wir alle in den Van, der innen mittlerweile ziemlich „benutzt“ aussieht und fahren zurück ins Tal. Mittlerweile ist der dritte Tag angebrochen und unsere Gesichter sind gezeichnet von den Strapazen. Wir entscheiden, direkt in ein amerikanisches Frühstückslokal in Lonepine zu fahren und genießen um 6 Uhr morgens Kaffee und Omelett.

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Später beim Hotel treffen wir auf Achims Crew, die eine genauso hervorragende Leistung vollbracht hat und lassen uns von deren Erlebnissen und Achims erfolgreichem Finish berichten. Dagmar & Achim: das extremste Paar Deutschlands oder wie die beiden „Germans“ inzwischen von den Amerikanern getauft wurden „The Ultra Couple“.



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