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Comrades-Marathon 2015 Blick übers Land der tausend Hügel

Der Blick auf das Land der tausend Hügel ist das Highlight nach knapp der Hälfte der Strecke. Die Wall of fame verpasst unser Leser-Reporter leider.

Als wir nach etwa 40 km die lange Steigung geschafft haben, weitet sich das Gelände und man hat einen wunderbaren Blick auf das „Land of thousand hills“. Ein toller Moment für mich, denn ich weiß, dass schon mehr als die Hälfte der Höhenmeter geschafft sind (etwa 1000 bis hier) und die Ausblicke auf die vielen kleinen Hügel lenken ganz gut von der Lauferei ab. Kurz vor dem „Halfway point“ bei Kilometer 44 passieren wir die „Wall of fame“, die ich aber völlig verpasse. Dort können sich Comrades-Finisher auf einer Plakette verewigen, die an einer Wand angebracht wird – was sehr viele bereits gemacht haben.

Wie gesagt: ich verpasse das völlig und kurz danach sehe ich nur zufällig „Arthur‘s Seat“, eine kleine Felsennische mit einem Kreuz darüber. Hier soll der fünffache Comrades-Sieger Arthur Newton bei seinem Training immer ein Päuschen eingelegt haben und es heißt, wenn man dort eine Blume mit den Worten „Good morning, Sir“ ablegt, wird es einem auf der zweiten Streckenhälfte gut ergehen. Nun, Blume habe ich leider keine und der Spruch fällt mir auch nicht mehr ein, aber ich berühre kurz das Kreuz – das muss reichen!

Genau an dieser Stelle ruft mich jemand von hinten und Angela rauscht vorbei. Ich dachte die ganze Zeit, sie ist weit vor mir, dabei war sie hinter mir. Da ich noch den Salzgeschmack der Kartoffeln im Mund hab und sehe, dass Angela 3 Tüten Wasser spazieren trägt, schließe ich zu ihr auf und bitte sie um eine Tüte, die sie mir natürlich sofort gibt. Kurz drauf kommen wir auch schon an den „Halfway point“. Wow! 44 km geschafft und es geht uns noch vergleichsweise gut. Natürlich ist an dieser Stelle wieder der Bär los und ich bleibe kurz stehen, um Fotos zu machen.

Angela ist schon weg, aber ich hole sie an der nächsten Steigung wieder ein. Die Steigung ist sehr lang, man kann sie kilometerweit sich um den Berg winden sehen. Angela geht jetzt wie fast alle anderen auch. Ich auch kurz, aber dann denke ich mir, dass das doch ewig dauert, diese lange Steigung hochzugehen. Außerdem ist sie gar nicht so wahnsinnig steil, also falle ich wieder in meinen Trippelschritt und lasse Angela definitiv hinter mir. Wir könnten sowieso nicht zusammen bleiben, denn sie läuft mir bergab definitiv zu schnell.
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Autor: Thomas Keller 06.07.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Comrades Marathon Durban – Pietermaritzburg 2017.

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