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Towerrunning World Cup Das Towerrunning-Highlight: Der Empire State Building Run Up

Rund 300 Läufer erklommen beim Empire State Building Run die die 1576 Stufen des riesigen Gebäudes.

Norbert Lechner vor dem Empire State Building +
Foto: Norbert Lechner

Norbert Lechner vor dem Empire State Building.

Der erste Dienstag im Februar ist für alle Treppenläufer ein besonderer Tag. Alle Augen richten sich nach New York, denn dort veranstaltet der New York Road Runners Club alljährlich das mit Abstand bekannteste Rennen seiner Art, das Empire State Building Run Up. Heuer ging es bereits zum 33. Mal im spektakulären Massenstart-Modus über 1576 Stufen von der Lobby des einstmals höchsten Gebäudes der Welt bis zur Aussichtsplattform im 86. Stock. Knapp 300 glückliche Athleten aus der ganzen Welt, die das Auswahlverfahren dieses Einladungsrennens überstanden hatten, waren dabei.

Wie immer begann der Renntag am 2. Februar um 9 Uhr früh mit dem sogenannten Preliminary Run, bei dem hauptsächlich heimische Athleten zugelassen sind. Es soll allerdings schon vorgekommen sein, dass auch Eliteläufer sich dort am Start wiedergefunden haben, wenn sie sich auf irgendeine Weise den Unwillen der gestrengen Organisation zugezogen haben. Eine halbe Stunde später findet dann die sogenannte Broker Challenge statt, bei der einige im Haus Arbeitende die Gelegenheit haben, einmal nicht wegen der Börsenkurse ins Schwitzen zu geraten. Der erste Startschuss zum Hauptlauf fällt dann traditionell um 10.30 Uhr, wenn das Damenfeld startet.
Sehr spannend ist die Ausgangssituation bei den Damen. In Abwesenheit der Vorjahrssiegerin Suzy Walsham und der starken Italienerinnen richtete sich das Hauptaugenmerk auf ein überraschendes Comeback. Die ehemalige Berglaufweltmeisterin Melissa Moon aus Neuseeland, die unter anderem 2002 bei der inoffiziellen Treppenlauf-Weltmeisterschaft in Kuala Lumpur siegreich war, hatte ihre Teilnahme angekündigt. Noch immer zu beachten war auch Cindy Harris, die viermal - zuletzt 2003 - gewonnen und etliche Podestplätze dazu errungen hat. Bei den Herren gab es hingegen einen eindeutigen Favoriten aus Deutschland. Thomas Dold musste sich nur bei seinem ersten Antreten in New York 2005 dem Österreicher Rudi Reitberger in einem Herzschlagfinale geschlagen geben und war seit 2006 unangefochtener Seriensieger. Dieses Mal gab es Gelegenheit, mit den jeweils fünffachen Rekordsiegern Al Waquie und Paul Crake gleichzuziehen. Auch eine Siegerzeit unter 10 Minuten, die bisher nur der Australier Paul Crake geschafft hatte, war ihm zuzutrauen.
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Autor: Michael Reichetzeder 12.02.2010
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