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Leserreporter Andreas Hauser Der Tag des Wettkampfes

Einem Start steht nun nichts mehr im Wege. In aller Frühe geht es los zum Kolkata-Run.

Der Kolkata-Run 2015 +
Foto: Andreas Hauser

Willkommen Beim Kolkata-Run.

Am Wettkampfmorgen ging um 5:20 Uhr der Wecker los. Eigentlich die normale Zeit, zu der Anita und ich die Tage vorher auch schon mit unserer Volontärarbeit gestartet hatten. Ibrahim nahm noch 1 oder 2 Bananen zu sich, ich begnügte mich mit ein paar Cookies. Vor dem Guesthouse mussten wir noch etwas auf ein gelbes Taxi warten. Als uns dann eines mitnahm, ging es in einer risikoreichen Fahrt durch die Stadt: rote Ampeln ignorierte der Taxifahrer konsequent.

Zum Startgelände in der Nähe der C.R. DAS Statue durfte man dann nur noch mit Startnummer. Ibrahim und ich händigten Anita unseren Ballast aus, worunter sich leider auch meine Digitalkamera befand, was ich erst später herausfand und bereute. Auf dem Gelände selbst gab es dann ein Warm-up, welches allerdings etwas chaotisch war und - so stellte ich fest – nur stattfand, um immer wieder auf einen Schuh aufmerksam zu machen, den eine Sportfirma dort präsentierte. Die kalten Muskeln bei frischen acht Grad warm zu bekommen war Nebensache.

Eine Viertelstunde vor Startbeginn gab es plötzlich etwas Unruhe und die Menge setzte sich in eine Richtung in Bewegung. Ich, klar, auch hinterher wie die meisten Inder. Allerdings handelte es sich um falschen Alarm und die falsche Richtung, fünf Minuten später ging es auf einem anderen Weg Richtung Startlinie. Die Freizeitsportler wurden dann Minuten vor dem Start mit einer menschlichen Kette, bestehend aus Männern in schwarzen Jacken, immer näher zur Startlinie geschoben, wo die Eliteläufer schon in aller Ruhe auf den Start warteten.

Punkt sieben Uhr fiel der Startschuss und es ging ab wie eine Rakete. War es etwa doch nur ein 400 m-Lauf? So einen Mega-Start habe ich hier noch nie erlebt. Die 10 km Strecke war ein Rundkurs mit ein paar Ausnahmen, denn 2-mal ging es in einer Straße in eine Richtung und parallel wieder zurück. Und da merkte man es wieder. Vor 10 Jahren hatte mir mal jemand gesagt, in Indien und auch Kalkutta, sei es auch nicht gefährlicher als in anderen Städten in Deutschland oder Europa. Man muss schon auf seine Sachen aufpassen, aber gestohlen wird nicht mehr als bei uns. Ich musste allerdings feststellen, dass die meisten Inder hier die Gelegenheit nutzten. Auf der parallel verlaufenden Strecke gab es einige bzw. auch mehrere, die spontan die Richtung wechselten, das heißt die Abkürzung nahmen. Allerdings wussten sie bis dato noch nichts von den Kontrollmatten, die jeweils am Wechselpunkt angebracht waren.
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Autor: Andreas Hauser 10.03.2016
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