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Leichtathletik-EM 2014 in Zürich Deutsche Medaillenhoffnungen liegen auf Arne Gabius

Arne Gabius wird bei seinen Starts über 5.000 und 10.000 m im Rahmen der Leichtathletik-EM 2014 in Zürich auf Doppelolympia-Sieger Mo Farah treffen.

Arne Gabius +
Foto: www.photorun.net

Arne Gabius, hier bei seinem starken Halbmarathon-Debüt im März in New York, wo er als Achter 62:09 Minuten erreichte, startet zweimal bei der EM.

Spannende Bahn-Langstreckenrennen

Langstrecken-Superstar Mo Farah und Arne Gabius sind unter einer Reihe von Athleten, die bei den am kommenden Dienstag in Zürich beginnenden Europameisterschaften über beide Bahn-Langstrecken an den Start gehen. Neben dem britischen Doppel-Olympiasieger und -Weltmeister Farah sowie der deutschen Langstreckenhoffnung Gabius werden unter anderen auch Bob Tahri (Frankreich) und Bashir Abdi (Belgien) sowohl über 5.000 m als auch über 10.000 m starten.

Das 10.000-m-Rennen steht am Mittwoch auf dem Programm in Zürich. Als Titelverteidiger geht hier der aus Kenia stammende Polat Kemboi Ankan ins Rennen, der für die Türkei startet. Doch als Favorit ist sicherlich Mo Farah anzusehen, obwohl er in dieser Saison noch nicht über die 25-Runden-Distanz gelaufen ist. Der 31-Jährige hatte auf die geplanten Starts bei den Commonwealth Spielen in Glasgow in der vergangenen Woche verzichtet. Nach Magenproblemen entschied sich Farah dafür, im Hinblick auf die EM nichts zu riskieren und sich auf Zürich zu konzentrieren. Medaillenchancen haben sicherlich der Belgier Bashir Abdi und der Italiener Daniele Meucci, die in diesem Jahr in Europa mit 27:36,40 beziehungsweise 27:36,53 Minuten die schnellsten Zeiten gelaufen sind. Eine Rolle spielen kann aber auch der frühere Hindernis-Spezialist Bob Tahri (Frankreich). Gleiches gilt natürlich für Arne Gabius (LAV Stadtwerke Tübingen), der im Mai in Stanford (USA) als erster deutscher Läufer seit André Pollmächer 2007 unter 28 Minuten blieb. Gabius erreichte 27:55,35.

Alle Hoffnungen ruhen auf Arne Gabius

Eine EM-Medaille hat Arne Gabius vor zwei Jahren in Helsinki bereits gewonnen. Damals wurde er Zweiter hinter Mo Farah über 5.000 m. Der Brite ist auch über diese Distanz der Favorit, denn unter normalen Umständen ist er in Europa kaum zu schlagen – selbst wenn er nicht so stark sein sollte wie in den vergangenen drei Jahren. Farahs Landsmann Andy Vernon erzielte mit 13:11,50 Minuten die schnellste Zeit eines Europäers in diesem Jahr. Nur wenig langsamer war Bob Tahri mit 13:12,22. Arne Gabius lief seine Saisonbestzeit in Paris mit 13:25,50. Fast so schnell war der zweite deutsche 5.000-m-Läufer, der die Qualifikation für die EM geschafft hat: Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen/13:27,92) sollte am Freitag den Vorlauf überstehen können und das Finale erreichen, das am Sonntag stattfindet. Auf eine zweite EM-Medaille, egal in welcher der beiden Disziplinen, hofft Arne Gabius. Doch auch wenn es jeweils nicht ganz reichen sollte, wäre dies kein Misserfolg.

Sabrina Mockenhaupt startet über 10.000 m

Die erste Langstrecken-Entscheidung bei den Europameisterschaften fällt über 10.000 m der Frauen. Am Dienstagabend ist dabei auch die Titelverteidigerin Dulce Felix (Portugal) zu beachten, obwohl sie in diesem Jahr bisher noch kein Rennen über diese Distanz gelaufen ist. Drei Läuferinnen sind am Start, die in dieser Saison Zeiten unter 32 Minuten erreichten: Julia Bleasdale (Großbritannien/31:42,02), Almensch Belete (Belgien/31:43,05) und Clemence Calvin (Frankreich/31:52,86). Die einzige deutsche Läuferin in diesem Feld wird Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) sein, die vier Tage später dann auch im Marathon laufen wird. Über die 10.000-m-Strecke könnte ein Platz unter den besten Acht möglich sein. Vor zwei Jahren war sie bei der EM Fünfte, vor vier Jahren sogar Vierte – doch von derartigen Platzierungen ist nicht auszugehen, da Sabrina Mockenhaupt dieses Mal einen Doppelstart wagt.

Das 5.000-m-Finale am Sonnabend zu erreichen, wird das Ziel von Maren Kock (LG Telis Finanz Regensburg) sein. Die Vorläufe finden zwei Tage vor dem Endlauf statt. Zwei aus Afrika stammende Läuferinnen sind die einzigen beiden Europäerinnen, die in dieser Saison bisher Zeiten unter 15 Minuten erreicht haben: Sifan Hassan, die aus Äthiopien kommt und für die Niederlande in Zürich starten wird, lief 14:59,23. Aus Eritrea stammt Meraf Bahta, die als Schwedin laufen wird und in diesem Jahr 14:59,49 erreichte. Die Britin Jo Pavey zeigte vor kurzem gute Form, als sie bei den Commonwealth Games über 5.000 m die Bronzemedaille gewann. Eine Rolle spielen können auch die Britinnen Emelia Gorecka und Julia Bleasdale, die in Zürich doppelt startet, sowie die Holländerin Susan Kuijken.
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Autor: race-news-service.com 11.08.2014
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