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Men’s-Health-Urbanathlon Die zweite Hälfte mit der gefürchteten Halfpipe

Nachdem die meisten Treppenstufen geschafft sind, geht's zur Halfpipe. Beim ersten Versuch klappt's zwar nicht, aber beim zweiten kommen helfen nette Mitläufer.

Men’s-Health-Urbanathlon Hamburg, Zieleinlauf +
Foto: MH

Lang ersehnt – der Zieleinlauf beim Men’s-Health-Urbanathlon in Hamburg.

Die Hälfte der Distanz und der Großteil der Treppen ist geschafft. Schon kurz danach fällt die 7-Kilometer-Marke, direkt neben der Wasserstation. Ich schnappte mir gleich 2 Becher. Denn gleich erwartet mich das gefürchtetste Hindernis: die 4 Meter hohe Halfpipe.

Als Starter der letzten Startblöcke würde ich bestimmt etwas warten müssen. Endlich Zeit, um Luft zu holen und nebenbei nette Läufer kennenzulernen. Kaum begann ich mit dem Plausch mit Jonas und Markus war ich schon an der Reihe. Die beiden Jungs nahmen Anlauf und kamen beim ersten Versuch hoch. Ich versuche es beim ersten Mal mit den Seilen, kann mich aber aus eigener Kraft nicht allein hochziehen. Zweiten Versuch – mit mehr Anlauf und Geschwindigkeit und ohne Seile. Als ich fast oben bin, greifen mich vier Hände und ziehen mich auf die Plattform. Geschafft! Die Jungs aus der Warteschlange haben auf mich gewartet. Großes Dankeschön nochmal! Wir haben gemeinsam noch ein paar Läufern geholfen, sind dann weitergelaufen. Diejenigen, denen wir halfen, rückten für uns als Helfer nach.

Keine Zeit zum Verschnaufen. Nach der Halfpipe kommt das Monkey Business: ein Baugerüst, an dem man sich entlanghangeln muss. Das fordert Kraft im Oberkörper. Die habe ich: Dem Rudern sei Dank. Das nächste Hindernis Boardwalk erforderte Balance; der Happy Dumpster die letzten Kraftreserven und die Truck Torture zwingt uns in und auf die Knie oder besser den Bauch, denn hier mussten wir unter einen LKW hindurchkriechen bzw. -robben.

Jetzt musste ich nur noch zwei Kilometer bewältigen – mit zwei Hindernissen auf der Zielgeraden. Die Feuerwehr sorgte mit den Wasserschläuchen für Erfrischung für den Zielsprint! Vom Urbanathlon-Festivalgelände hörte ich Party-Musik und jubelnde Zuschauer. Beste Motivation für die letzten Meter. Das Hindernis Sea Freight, das aus mehreren Containern bestand, war schwierig, aber von oben hatte ich einen tollen Blick auf den Zielbereich. Zwischen mir und dem Ziel war jetzt nur noch der Traffic Jam – das Hindernis, auf das ich mich am meisten gefreut habe: eine Massenkarambolage, über die man klettern und springen muss.

Ich sprang vom letzten Auto und sprintete zusammen mit zwei anderen Läufern erschöpft, aber glücklich ins Ziel. Kaum da, hatten wir schon das Bier in der Hand und die Finishermedialle um den Hals. Ich hatte mich vor dem Lauf geirrt: Das Tragen der Finishermedaille fühlte sich viel besser an als das erfrischende Bier.

Geschafft. Ich UND das Rennen. Mein Lieblingsmoment? Der Support der Jungs an der Halfpipe und wie wir anschließend den Läufern nach uns geholfen haben. Da wurde der Urbanathlon für mich von einem Einzelkämpfer-Rennen zu einer gemeinsamen Bewältigung einer Herausforderung. Ein unbeschreibliches Gefühl! Nächstes Jahr bin ich wieder dabei – und dann mit Treppentraining!
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Autor: Alex 19.05.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Men's-Health-Urbanathlon Hamburg 2016.

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