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Berliner Halbmarathon 2016 Gabius, Pflieger und Flügel erfüllen Olympia-Leistungsnachweis

Arne Gabius wurde beim Berliner Halbmarathon Vierter und löste neben Philipp Pflieger und Julian Flügel das Olympia-Ticket. Isabell Teegen unterbot die Halbmarathon-EM-Norm. Mit Video.

Berliner Halbmarathon +
Foto: SCC-Events/camera4

Arne Gabius erfüllt den Leistungsnachweis für seinen Olympia-Start.

Deutschlands beste Marathonläufer werden erstmals seit dem Jahr 2000 wieder beim Männerrennen der Olympischen Spielen starten. Das steht nach dem Berliner Halbmarathon am Sonntag fest. Arne Gabius (LT Haspa Marathon Hamburg), Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) und Julian Flügel (Asics Team Memmert) erreichten in Berlin erwartungsgemäß den geforderten Leistungsnachweis des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Nachdem das Trio im vergangenen Jahr bereits die Marathon-Norm von 2:14:00 Stunden unterboten hatte, reichte ihnen am Sonntag in Berlin ein Ergebnis unter 66:30 Minuten als Nachweis über die „halbe Distanz“. Gabius wurde Vierter mit einer deutschen Jahresbestzeit von 62:45, Pflieger lief auf Rang 16 in 64:58, Flügel erreichte 65:29 und Platz 20. Damit werden, sofern sich keiner verletzt, sogar alle drei Olympia-Startplätze besetzt sein.

An der Spitze des Rennens dominierte der Kenianer Richard Mengich am Tag seines 27. Geburtstages mit einer persönlichen Bestzeit von 59:58 Minuten vor Simon Tesfay (Eritrea/61:00) und seinem Landsmann Emmanuel Ngatuny (62:07). Für Arne Gabius lief es wiederum nicht optimal beim Berliner Halbmarathon. Im vergangenen Jahr war er aufgrund von Magenproblemen weit abgeschlagen. So schlimm war es dieses Mal nicht, doch die avisierte deutliche Steigerung seiner Bestzeit von 62:09 Minuten gelang einmal mehr nicht.

Für die 36. Auflage des größten und hochklassigsten deutschen Halbmarathons hatten 32.753 Läufer aus 103 Nationen gemeldet.


Berliner Halbmarathon +
Foto: SCC-Events/camera4

Richard Mengich gewinnt Berliner Halbmarathon und bleibt als Einziger unter einer Stunde.

Richard Mengich gewinnt Berliner Halbmarathon

Bei seinem vierten Start beim Berliner Halbmarathon lief Richard Mengich zum größten Erfolg seiner Karriere. Nach 12 Kilometern ließ er seinen schärfsten Konkurrenten, Simon Tesfay, hinter sich und rannte fortan alleine an der Spitze. Der ehemalige Halbmarathon-Weltmeister Wilson Kiprop (Kenia) hatte das Rennen aufgegeben. „Es wurde etwas windig auf der zweiten Hälfte, aber ich wollte unbedingt unter einer Stunde laufen“, sagte Richard Mengich, der seinen vor einem Jahr in Berlin aufgestellten persönlichen Rekord um genau eine Sekunde unterbot. 2015 war er Vierter mit 59:59.

Arne Gabius lief in der Anfangsphase in der Spitzengruppe, verlor dann aber nach rund acht Kilometern den Kontakt und konnte das Tempo nicht mehr halten. In der zweiten Hälfte des Rennens war er auf sich alleine gestellt. „Es hätte schneller sein können, aber ich bin auf einem guten Weg in Richtung Olympia in Rio“, sagte Arne Gabius, der zunächst in drei Wochen den London-Marathon laufen wird.

Immerhin erreichte mit Arne Gabius erstmals seit 1999 wieder ein deutscher Läufer eine Platzierung unter den Top Ten beim Berliner Halbmarathon. Das gelang auch Manuel Stöckert (SC Ostheim/Röhn), der sich als Achter auf 63:57 Minuten verbesserte, und dem zehntplatzierten Hendrik Pfeiffer (TV Wattenscheid/64:06). Beide werden in drei Wochen in Düsseldorf noch versuchen, die Olympia-Norm zu unterbieten. Kurz hinter Pfeiffer wurde zudem Jens Nerkamp (PSV Grün-Weiß Kassel) zeitgleich Elfter. Während André Pollmächer (Rhein Marathon Düsseldorf) kurzfristig auf seinen Start verzichtete, bestätigten die deutschen Läufer ihren guten Leistungstrend.
Berliner Halbmarathon +
Foto: SCC-Events/camera4

Die Überraschung des Tages: Isabell Teegen läuft beim Berliner Halbmarathon EM-Norm.

Isabell Teegen überrascht beim Berliner Halbmarathon

Im Rennen der Frauen führte lange Zeit überraschend Susan Jeptoo (Frankreich), die sich mit hohem Tempo an die Spitze gesetzt hatte. Doch erwartungsgemäß gingen der aus Kenia stammenden Läuferin auf der zweiten Hälfte die Kräfte aus. Elizeba Cherono kam immer dichter heran und überholte Jeptoo schließlich auf dem letzten Kilometer. „Ich freue mich sehr über diesen Sieg und plane nun einen Start bei den Halbmarathon-Europameisterschaften“, sagte die seit kurzem für die Niederlande startende Läuferin, die in 70:43 gewann.

Die deutsche EM-Norm von 74:00 Minuten unterbot überraschend Isabell Teegen, sie lief in 73:52 Minuten ins Ziel. „Es war mein Wunsch, in meinem ersten Halbmarathon gleich die Norm zu unterbieten. Aber am Ende wurde es richtig hart. Das ist etwas anderes als ein 5.000-Meter-Rennen auf der Bahn“, sagte die 22-Jährige. Nur zwei Plätze hinter ihr lief Mona Stockhecke (LT Haspa Marathon Hamburg) auf Rang neun mit einer persönlichen Bestzeit von 74:20. Sie wird in zwei Wochen den Hamburg-Marathon laufen.
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Autor: race-news-service.com 03.04.2016

Hier finden Sie weitere Informationen zum Berliner Halbmarathon 2016.

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