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Deutsche 10-km-Meisterschaften Gabius und Tola holen sich den Titel

Arne Gabius und Fate Tola holten trotz ihrer intensiven Vorbereitung auf die Herbst-Marathons in Bad Liebenzell über 10 km die nationalen Meistertitel.

Gabius gewinnt 10 km DM 2015 +
Foto: photorun.net

Arne Gabius ist auf einem guten Weg für den Frankfurt-Marathon.

Mit beeindruckenden Vorstellungen und flotten Endzeiten von 28:44 beziehungsweise 31:56 Minuten haben beide im beschaulichen Schwarzwaldkurort in Bad Liebenzell bewiesen, dass sie zu Recht in der deutschen Laufszene ganz vorne laufen.

Arne Gabius sorgt für ein schnelles Meisterschaftsrennen

Die Bedingungen waren gut, aber windbedingt nicht ideal. Dennoch spannte sich Arne Gabius (Marathon Hamburg), nach seinem WM-Start in Peking längst wieder mit Trainingsbelastungen von über 200 Wochenkilometer in der Marathonvorbereitung, vor die Spitzengruppe, zu der neben Amanal Petros (TSVE Bielefeld) noch Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) und der Deutsche 10.000-m-Meister aus Ohrdruf, Mitku Seboka (LAC Quelle Fürth), gehörten. Während Seboka zurückfiel und letztlich nur Achter wurde, hielten sowohl Amanal Petros als auch Philipp Pflieger Kontakt zum Favoriten. „Arne hat uns immer wieder aufgemuntert, dass wir unter 29 Minuten laufen könnten, wenn wir dranbleiben würden“, sagte der erst 20-jährige Amanal Petros, der sich bei Arne Gabius bedankte. Gabius gewann mit einem harten Spurt. „Wenn ich schon hierher komme, dann möchte ich auch schnell laufen.“ Und mit 28:44 Minuten gelang dies dem in Stuttgart lebenden Hamburger eindrucksvoll. Seine Tempoarbeit hat letztlich die nächstplatzierten Amanal Petros und Philipp Pflieger mit 28:49 beziehungsweise 28:54 Minuten zu neuen Bestzeiten geführt.

Philipp Pflieger blickt zuversichtlich auf sein Marathondebüt

„Mein Fazit für den Augenblick fällt natürlich positiv aus, denn immerhin laufe ich gerade ein Wochenpensum von 200 Kilometern. Und ich habe noch sieben Wochen Zeit für den Marathon in Frankfurt ...“, sagte der 34-jährige Mediziner, der am Main Ende Oktober nicht nur die inzwischen auf 2:12:15 Stunden festgelegte Olympianorm sondern vor allem auch den deutschen Marathonrekord attackieren möchte. Marathon ist auch das Stichwort für Philipp Pflieger, der auf dem Weg zum Berlin-Marathon seine 10-km-Bestmarke um gleich eine dreiviertel Minute drücken konnte. „Mit meiner Zeit bin ich natürlich glücklich. Das stimmt mich optimistisch für Berlin. Schließlich muss ich dort eine 1:06 Stunden über den Halbmarathon anlaufen, wenn ich eine Chance auf die Olympianorm haben will.“

Fate Tola hängt ihre Konkurrenz ab

Bei den Frauen kam Fate Tola Geleto (LG Braunschweig) zu einem Start-Ziel-Sieg, trotz der starken Konkurrenz von Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) und Alina Reh (TSV Erbach). „Mir ist es allerdings nicht leicht gefallen“, kommentierte die gebürtige Äthiopierin Fate Tola die Glückwünsche nach ihrem neuen persönlichen Rekord von 31:56 Minuten. „Damit weiß ich, dass meine Vorbereitung auf den Berlin-Marathon gut läuft.“ Ihre Trainerin Irina Mikitenko wird die Steigerung ihres Schützlings natürlich mit Freude vernehmen, auch wenn diese nur ein Zwischenschritt in Richtung Marathon bedeutet.

Alina Reh wird Dritte - dieses Mal hinter Sabrina Mockenhaupt

Im Kampf um Silber revanchierte sich Sabrina Mockenhaupt gegen Alina Reh, die in Nürnberg überraschend den deutschen 5.000-m-Titel gegen „Mocki“ gewonnen hatte. Für die kleine Siegerländerin wurden 32:59 Minuten gestoppt, Alina Reh folgte über eine halbe Minute später als Dritte. Schmerzhaft für Sabrina Mockenhaupt dürfte allerdings der Rückstand von gut einer Minute auf Fate Tola sein. „Für mich war es heute ein super Rennen, denn ich habe schon mit einer 32er-Zeit bei Alina gerechnet. Außerdem freue ich mich über meinen Bruder Markus, der ist auf der schnellen Strecke Bestzeit gelaufen.“

Mit der Platzierung keineswegs aber mit ihrer Endzeit von 33:35 Minuten war Alina Reh als Meisterin der unter 23-Jährigen zufrieden. „Schade, dass ich meine Trainingsergebnisse nicht im Wettkampf umsetzen konnte. Klar, ich wäre gerne eine 32er-Zeit gelaufen. Aber letztlich ist es ein Jammern auf hohem Niveau. Ich hatte eine super Saison.“ Simret Restle-Apel (PSV GW Kassel) wurde sieben Sekunden dahinter Vierte. Die Regensburgerinnen Franziska Reng (33:53 Minuten) und Anja Schneider (33:58 Minuten) folgten auf den Plätzen fünf und sechs.
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Autor: race-news-service.com 07.09.2015
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