Top Themen: Firmenlauf | Hindernisläufe | Individuelles Coaching | Laufkalender | Laufen | Lauf eintragen

Peking 2015 Gesa Felicitas Krause gelingt Meisterleistung bei der WM in Peking

Auf den Punkt in Topform: Mit neuer persönlicher Bestleistung lief Gesa Felicitas Krause im Finallauf über 3.000-Meter-Hindernis völlig überraschend zu Bronze.

27082015 Gesa Krause Bronze Peking 2015 +
Foto: photorun.net

Gesa Felicitas Krause (rechts) lag auf der Zielgeraden sogar in Führung. Am Ende gewann sie die Bronzemedaille hinter Hyvin Jepkemoi und Habiba Ghribi.

Gesa Felicitas Krause hat sensationell die Bronzemedaille über 3.000-Meter-Hindernis bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking gewonnen. Die 23-Jährige lief in China das beste Rennen ihrer Karriere und stellte mit 9:19,25 Minuten eine persönliche Bestzeit auf. Nach dem letzten Hindernis lag Gesa Felicitas Krause, die für Eintracht Frankfurt startet und von Wolfgang Heinig betreut wird, auf der Zielgeraden sogar kurzzeitig in Führung. Doch auf den letzten 25 Metern lief Hyvin Jepkemoi (Kenia) vorbei und gewann in 9:19,11 Minuten. Unmittelbar vor dem Ziel schob sich dann noch Habiba Ghribi (Tunesien) an Krause vorbei auf den Silberrang. Sie hatte mit 9:19,24 Minuten am Ende nur eine Hundertstelsekunde Vorsprung vor der Deutschen.

Krause einzige deutsche Langstreckenläuferin in Peking

Gesa Felicitas Krause war in Peking die einzige deutsche Frau, die über eine Langstrecke an den Start ging. Sie gewann als erste deutsche Frau in der Leichtathletik-Geschichte eine Medaille über 3.000-Meter-Hindernis bei einer interkontinentalen Meisterschaft (Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen). „Ich bin natürlich überglücklich. Das sind Momente, von denen man träumt, die sich in harten Trainingseinheiten im Kopf abspielen“, sagte die Läuferin gegenüber dem ZDF.

Als Youngster hatte sich Gesa Felicitas Krause bereits als gerade 19-Jährige in die Weltelite geschoben: Bei den Weltmeisterschaften 2011 im südkoreanischen Daegu belegte sie einen starken siebenten Platz. Danach zeigte sie trotz ihres jungen Alters enorme Konstanz: 2012 war sie im olympischen Hindernis-Finale von London Achte und 2013 bei der WM in Moskau Neunte. Bei den Europameisterschaften 2012 war Gesa Felicitas Krause zunächst Vierte, doch vor wenigen Monaten bekam sie aufgrund der Doping-Disqualifikation der vor ihr platzierten Svitlana Shmidt (Ukraine) nachträglich die Bronzemedaille zugesprochen. Vor einem Jahr war sie Fünfte bei der EM in Zürich, während die deutsche Rekordhalterin Antje Möldner-Schmidt sensationell den Titel gewann. Die Läuferin des LC Cottbus musste ihre Saison im Juli aufgrund einer Fußverletzung vorzeitig beenden. Ohne die nationale Dauer-Konkurrentin lief Gesa Felicitas Krause nun ihr größtes Rennen in Peking.

Herzschlagfinale auf den letzten Metern

Im Finale kam Gesa Felicitas Krause das zunächst verhaltene Tempo entgegen. Oftmals waren die großen Finals in den vergangenen Jahren von Beginn an einfach zu schnell für sie gewesen, um noch weiter nach vorne zu kommen. Das Rennen in Peking passte für die 23-Jährige. Als es schneller wurde, hielt sie den Anschluss an die Spitzengruppe und kam nicht aus dem Rhythmus. Das gelang längst nicht allen. So musste die äthiopische Mitfavoritin Hiwot Ayalew vier Runden vor Schluss vor dem Wassergraben sogar stehen bleiben, weil sie aus dem Tritt gekommen war und das Hindernis nicht auf Anhieb nehmen konnte. Ayalew kam wieder heran, hatte jedoch so viel Kraft verpulvert, dass sie am Ende nur Fünfte wurde. Eingangs der letzten Runde war Gesa Felicitas Krause in der siebenköpfigen Spitzengruppe, eingangs der Zielgerade kämpfte sie mit vier anderen Läuferinnen um die Medaillen. Dann führte sie sogar, doch am Ende war die Bronzemedaille ein enormer Erfolg für die junge Läuferin, die in der Zukunft noch viel erreichen kann und eines Tages durchaus den Weg zum Marathon finden könnte.

Richard Ringer im 5.000-Meter-Finale

Ein Erfolg ist diese Weltmeisterschaft auch für Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen). Zum ersten Mal ging er bei einer derartigen Meisterschaft an den Start. Über 5.000 Meter reichte ihm dann ein siebenter Platz im Vorlauf in 13:19,84 Minuten, um in das Finale einzuziehen. Dieses findet am Sonnabend statt. Ringer hatte Glück, dass er im schnelleren der beiden Vorläufe war, da sich neben den ersten fünf Läufern der zwei Rennen auch noch jene fünf für den Endlauf qualifizierten, die die nächstschnellsten Zeiten erreichten. Als Zweiter zog Titelverteidiger Mo Farah (Großbritannien) mit 13:19,44 Minuten letztlich souverän ins Finale ein, allerdings wäre er zuvor zweimal fast zu Fall gekommen, nachdem ihn andere Läufer touchiert hatten. Farah könnte nach seinem 10.000-m-Sieg in Peking als erster Athlet bei einer WM beide Langstrecken-Titel verteidigen.

Genzebe Dibaba und David Rudisha siegen über Mittelstrecken

Einen einmaligen Doppelsieg strebt auch Genzebe Dibaba (Äthiopien) an. Sie gewann das 1.500-m-Finale souverän in 4:08,09 Minuten und wird nun über 5.000 Meter an den Start gehen. Silber über 1.500 Meter gewann Faith Kipyegon (Kenia) in 4:08,96 Minuten vor Sifan Hassen (Niederlande/4:09,34 Minuten). Während über diese Strecke keine deutsche Läuferin am Start war, schied über 800 Meter der Männer der einzige deutsche Athlet, Robin Schembera (Bayer Leverkusen), bereits im Vorlauf aus. Er wurde Vierter mit 1:48,04 Minuten. Im Finale meldete sich der Olympiasieger und Weltrekordler David Rudisha nach langen Verletzungsproblemen eindrucksvoll zurück. Der Kenianer kontrollierte das Rennen von der Spitze und ließ einfach keinen anderen vorbei. Am Ende zeigte er zudem enorme Spurtstärke. Rudisha gewann in 1:45,84 Minuten vor Adam Kszczot (Polen/1:46,08 Minuten) und Amel Tuka (Bosnien-Herzegowina/1:46,30 Minuten).
Jetzt noch besser laufen: aktuelle Lauftipps, News und Tests >>

Autor: race-news-service.com 27.08.2015
Lesen Sie auch: Marathon bei den Stadtmusikanten
Kostenloser Newsletter
RUNNER'S WORLD ERLEBEN
Mehr zu Laufevents
Zwölf Kilometer über Hamburgs Wahrzeichen
Köhlbrandbrückenlauf Hamburg 2015

Foto: Thomas Sobczak

Am 3. Oktober 2016 findet der Köhlbrandbrückenlauf zum sechsten Mal statt. Es werden drei ... ...mehr

330 Kilometer – 6 Tage Zeit
Tor des Geants 2016

Foto: Jeantet Stefano

Der Tor des Géants ist ein Trailwettbewerb in Italien. Das Besondere ist das hohe Maß an A... ...mehr

Firmenlauf-Finale mit Meisterschaft
B2RUN Berlin

Foto: Veranstalter

Die Firmenlauf-Serie B2RUN ging mit dem Finale in Berlin zu Ende. Dabei wurden auch die De... ...mehr

Sie sind hier: >> >> >>Gesa Felicitas Krause gelingt Meisterleistung bei der WM in Peking
(©) Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG