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ISTAF Berlin Gesa Krause läuft deutschen Rekord

Beim 3.000-m-Hindernislauf der Frauen stellte Gesa Krause in 9:11,85 Minuten als Zweite einen neuen deutschen Rekord auf. Caster Semenya lief eine Weltbestzeit über 600 Meter.

ISTAF / Camera 4 +
Foto: ISTAF / Camera 4

Caster Semenya stürmt zur Weltbestzeit über 600 Meter in Berlin.

Caster Semenya hat beim ISTAF im Berliner Olympiastadion eine Weltbestzeit über 600 Meter aufgestellt. Über die selten gelaufene Distanz erreichte die Südafrikanerin eine Zeit von 1:21,77 Minuten, mit der sie die 20 Jahre alte Bestzeit der Kubanerin Ana Fidelia Quirot um knapp eine Sekunde unterbot. In der Geschichte des bedeutendsten deutschen Leichtathletik-Meetings, das am Sonntag zum 76. Mal stattfand, gab es nunmehr bereits 19 Weltrekorde beziehungsweise Weltbestzeiten.

Die 800-m-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Semenya hatte im Vorfeld Meeting-Direktor Martin Seeber gebeten, anstelle der 800 die 600 Meter ins Programm zu nehmen. Dieser Wechsel hat sich ausgezahlt. Die Südafrikanerin zeigte ein begeisterndes Rennen. Nachdem die Tempomacherin Ilona Usovich (Weißrussland) fast 400 Meter lang geführt hatte und dann aus dem Rennen gegangen war, stürmte Caster Semenya zur neuen Bestzeit von 1:21,77. Da die 600 Meter kein Standard-Wettbewerb sind, führt der internationale Leichtathletik-Verband hier keine Weltrekorde. Es gibt aber Weltbestzeiten über diese Distanz.

Die zweitplatzierte US-Amerikanerin Ajee Wilson stellte mit 1:22,39 Minuten eine amerikanische Kontinental-Bestzeit auf. Dritte wurde Francine Niyonsaba (Burundi), die nach 1:23,18 im Ziel war. „Berlin ist eine besondere Stadt für mich, hier habe ich 2009 meinen ersten WM-Titel gewonnen. Deswegen wollte ich heute hier eine solche Zeit liefern“, sagte Caster Semenya. „Die 600 Meter zu laufen, fällt mir einfacher als die 800. Es geht um Tempo, und das mag ich.“

Ein weiterer Höhepunkt war der 3.000-m-Hindernislauf der Frauen. Hier entwickelte sich von Beginn an ein schnelles Tempo. Nach Zwischenzeiten von 3:02,56 und 6:07,88 Minuten nach einem beziehungsweise zwei Kilometern setzte sich Norah Tanui ab. Die Kenianerin lief den letzten Kilometer in rund 2:56 Minuten und stellte mit 9:03,70 einen Meeting-Rekord auf. Gesa Krause (Silvesterlauf Trier), die bei der WM in London nach einem unverschuldeten Sturz nur Neunte war, lief zum Saisonabschluss ein tolles Rennen. Sie wurde Zweite und steigerte ihren deutschen Rekord von 9:15,70 auf 9:11,85 Minuten. „Das ist ein schönes Ende meiner Saison nach der Enttäuschung von London“, sagte Gesa Krause, die in der ewigen Weltbestenliste nun bereits auf Rang 18 vorrückte.

Eine weitere Bestzeit lief auch Konstanze Klosterhalfen (Bayer Leverkusen). Die 20-Jährige gewann das 1.500-m-Rennen in 3:58,92 Minuten und ist mit dieser Zeit in diesem Jahr die Nummer vier in der Welt. Den 37 Jahre alten deutschen Rekord von Christiane Wartenberg (3:57,71) könnte Konstanze Klosterhalfen schon im nächsten Jahr brechen, wenn ihre Entwicklung so weitergeht. „Ich weiß nicht, wo ich diese Zeit noch hergeholt habe. Aber ich habe gedacht: Heute ist alles egal, ich laufe einfach - das Publikum wird mich schon tragen“, sagte Konstanze Klosterhalfen, die vor Eilish McColgan (Großbritannien/4:01,60) und Susan Krumins (Niederlande/4:02.25) im Ziel war.

Einen Erfolg am Saisonende gab es auch für Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen), der im 5.000-m-Rennen als Fünfter mit 13:13,46 Minuten eine deutsche Jahresbestzeit und die zweitschnellste Zeit seiner Karriere erreichte. Das Rennen gewann der für Bahrain startende Äthiopier Birhanu Balew in 13:11,00. Im nächsten Jahr will Richard Ringer bei der EM in Berlin über 10.000 m antreten.
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Autor: race-news-service.com 28.08.2017
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