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Towerrunning Jung und alt im Fokus beim Frankfurter Charity-Event

Erste Analyse im Ziel +
Foto: Towerrunning e.U.

Erste Rennanalyse im Ziel.

Jung und alt im Fokus beim Frankfurter Charity-Event
Neben dem Sport stand bei den Firmenläufen und Feuerwehrläufen wie bei der gesamten Veranstaltung vor allem auch der gute Zweck im Vordergrund. Ein Großteil der Einnahmen der Veranstaltung kommt der Arbeitsgemeinschaft für Querschnittgelähmte (Arque) zu Gute, die unter anderem Beratungs-, Sport- und Freizeitangebote für Kinder mit Spina bifida und deren Familien anbietet.

Arque-Renndirektor Michael Lederer, der den Frankfurter Treppenlauf 2007 ins Leben gerufen hat und seither mit großem Engagement zusammen mit seinem Team und den Verantwortlichen des Frankfurter Messeturms die Veranstaltung alljährlich ausgezeichnet organisiert, gebührt erneut ein besonderer Dank für dieses Engagement sowie die ausgezeichnete und in Europa sonst in diesem Ausmaß unerreichte Symbiose zwischen Weltcup-Spitzensport und Charity. Ein besonderes Projekt von Michael Lederer war dann zum Abschluss der Veranstaltung noch der erstmals ausgetragene SkyRun for Kids. Immerhin 20 mutige Nachwuchstreppenläufer zwischen 8 und 16 Jahren stellten sich dem Wettkampf, der im Gegensatz zu den anderen Rennen nur bis zur Zwischenzeit im 31. Stockwerk ausgetragen wurde.

Genauso engagiert wie Thomas Dold und Matthias Jahn ging es zur Sache und der schnellste war mit Lennard Zappey (Jahrgang 1993) einer der jüngsten. Das schnellste Team waren wie „Fantastic 5“ mit einer Gesamtzeit von 28 Minuten und 40 Sekunden, nur fünf Sekunden vor der „Scuderia Toro Rosso“. Die letzte und vielleicht beachtenswerteste Anekdote beim diesjährigen Frankfurter SkyRun gehört dem rasenden Steuerberater Jürgen Frei, der drei Tage vor dem Rennen das 70. Lebensjahr vollendete. Er nahm sich für den Rennsonntag vor, seine Marke von fünf Aufstiegen aus dem Vorjahr nochmals zu steigern und den Turm sechs Mal zu bezwingen. So ging er im flotten Tempo ein ums andere Mal ins Treppenhaus – mal alleine, mal mit den Firmenteams, mal mit der Feuerwehr. Bei jedem Lauf trug er auf dem T-Shirt die Nummer des Aufstieges und als er am Nachmittag die Zielmatte letztmals überschritt, stand es schwarz auf weiß auf dem Shirt: Das sechste Rennen war geschafft. Fernab von Weltcuppunkten, Preisgeldern und den TV-Kameras war er für uns der eigentliche Held des Tages.

Weltcuprennen im Juni
Während sich Jürgen Frei nun eine Erholungspause verdient hat, geht es für die deutschen Spitzenläufer am nächsten Wochenende bereits wieder ins Treppenhaus. Thomas Dold wird am kommenden Sonntag beim Taipei 101 Run Up versuchen, den Rang 3 vom Vorjahr zu optimieren und sich seinen dritten Sieg in der südostasiatischen Metropole zu sichern. Marco des Gasperi, den Dold immer wieder als einen seiner stärksten Gegner bezeichnet und gegen den er bereits zwei Mal in Taipeh unterlag, wird ebenso wie Jonathan Wyatt aus Neuseeland wieder bereit stehen für das Rennen im zweithöchsten Wolkenkratzer der Welt. Der Taipei 101 Run Up gehört zu den lukrativsten der Saison, hohe Preisgelder warten auf die Sieger. Daneben gibt es 200 Weltcuppunkte für einen Taipeh-Sieg und auch für den Vertical World Circuit kann man wertvolle Zähler gewinnen.

In beiden Wertungen kann Thomas Dold die Führung auch bei einem Triumph in Taipeh noch nicht übernehmen, im Towerrunning World Cup wäre aber ein Sprung auf Rang 2 möglich. Beim Skyrun Berlin dürfte es dann für die Führung von Jesse Berg erstmals richtig eng werden, wenn Thomas Dold dort seinen Vorjahressieg wiederholen kann. Auch für Matthias Jahn gibt es nach dem Comeback nur eine kurze Pause.

Im spanischen Benidorm, wo Dold im Jahre 2008 bisher für den einzigen deutschen Sieg sorgte, geht es am kommenden Samstag im Massenstart über 936 Stufen zur Sache. Für die Outdoor-Treppenläufer steht am ebenfalls am Samstag in Niesen das zweitlängste Rennen der Saison über mehr als 11.600 Stufen entlang einer Bergbahn-Trasse auf dem Programm. Am 9. Mai gibt es Liberec dann mit der Fortsetzung der tschechischen Run Up-Serie die nächste gute Gelegenheit, in Osteuropa zu punkten.
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31.05.2011
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