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Transalpine Run 2015 Jung und Paulmichl siegen erneut

Die Favoriten Daniel Jung und Ivan Paulmichl konnten ihrer Rolle gerecht werden und gewannen die dritte Etappe des Transalpine-Run mit 5:12 Minuten Vorsprung.

TAR 2015 3. Etappe +
Foto: Veranstalter

Auf steilen Bergaufstücken werden die Stöcke eingesetzt, um besser voran zu kommen.

Nach 43 km und 2.019 Höhenmetern von St. Anton am Arlberg nach Landeck erreichten die Südtiroler Daniel Jung und Ivan Paulmichl das Ziel nach 4:21:28 Stunden vor ihren schärfsten Konkurrenten, den Casal-Brüdern. Nach drei von acht Tagen beträgt ihr Vorsprung damit 11:43 Minuten. Den dritten Rang in der Gesamtwertung des Transalpine-Run festigte die immer stärker werdende deutsche Paarung Benjamin Sperl und Lukas Naegele, die mit einem Rückstand von 28:39 Minuten den Dreikampf in der Männer-Klasse perfekt macht.

Favoriten nutzen Schwächephase ihrer Verfolger beim Transalpine-Run

Der Tag vor der sogenannten „Königsetappe“ des 11. Transalpine-Run am Dienstag von Landeck nach Samnaun (Schweiz) hatte es in sich. 43 Kilometer, 2.019 Höhenmeter und erneut Temperaturen von mehr als 30 Grad machten den Athleten mehr und mehr zu schaffen. Zumal es direkt nach dem Start in St. Anton auf die 2.051 Meter hoch gelegene Leutkirchner Hütte ging. Eine sehr selektive Angelegenheit, wobei sich zahlreiche Athleten mit dem fast 18 Kilometer langen Downhill zum Ziel nach Landeck ebenfalls schwer taten. „Besonders das Finale war brutal, dazu die Wärme. So langsam beginnen die Wehwehchen, von Tag zu Tag immer etwas mehr“, zeigte sich der Kasseler Benjamin Sperl von den äußeren Umständen beeindruckt: Blasen an den Füßen, Hautabschürfungen nach Stürzen und starke Hautrötungen aufgrund der starken Sonneneinstrahlung und allgemeinen Erschöpfung sind die meisten physischen Begleiterscheinungen nach drei harten Tagen.

„Wir sind von Anfang an unser Rennen gelaufen. Bis zur zweiten Steigung sind die Andorraner auch mitgegangen. Als Oscar Casal dann Probleme bekommen hat, haben wir das Tempo angezogen“, kommentierte Daniel Jung leicht verschmitzt die entscheidende Situation des Rennens, das am Dienstag mit der 46 Kilometer langen Etappe nach Samnaun in die entscheidende Phase tritt. „Wir haben uns heute etwas zurückgenommen, haben nicht 100 Prozent gegeben, da wir wissen, wie schwer die Etappe nach Samnaun ist. Die letzten sieben Kilometer tun richtig weh“, zeigte der Italiener Ivan Paulmichl gehörigen Respekt vor dem vierten Teilstück.

Deutsches Duo Sperl und Naegele weiter stark unterwegs beim Transalpine-Run

Von Tag zu Tag stärker präsentieren sich die beiden Deutschen Benjamin Sperl (Kassel) und Lukas Naegele (Freiburg). In Landeck erreichten sie mit nur 1:17 Minuten Rückstand auf Oscar und Marc Casal das Ziel. „Wir haben uns zunächst nach hinten orientiert. Aber vielleicht tut sich ja nach vorne auch noch was“, zeigte sich Lukas Naegele durchaus kämpferisch.

Klare Sache in den anderen Kategorien beim Transalpine-Run 2015

Während es bei den Männern spannend bleibt, dominieren drei Paarungen die Kategorien Frauen, Master Men und Mixed. Die Schottinnen Helen Bonsor und Claire Gordon feierten am dritten Tag ihren dritten Etappensieg, diesmal vor den stärker werdenden Französinnen Caroline Freslon-Bette und Maud Gobert, die sich damit auf Rang zwei vorschoben und die US-Amerikanerinnen Brandy Erholtz und Christine Lundy verdrängten. In der Kategorie Master Men feierten die Schweizer Urs Jenzer und Ruedi Bärtschi ihren dritten Tageserfolg, liegen aber dennoch nur 11:45 Minuten vor den Ungarn Tamas Karlowits-Juhasz und Csaba Németh, die in Landeck zum dritten Mal auf Rang zwei liefen. In der Kategorie Mixed dürfte kein Weg an Ragna Debats und Pere Aurell Bove (Niederlande/Spanien) vorbeiführen. Nach ihrem dritten Etappenerfolg führen sie mit 47:47 Minuten vor den Südafrikanern Landie und Christiaan Greyling und dem deutschen Duo Kathrin Schichtl und Michael Arend, 1:05:06 Stunden zurück liegt.

Extrem-Läuferin Flammersfeld schwächelt beim Transalpine-Run 2015

Eine völlig neue Erfahrung beim 11. Transalpin-Run macht indes Anne-Marie Flammersfeld. An der Seite von Tim Wortmann galt die Extrem-Läuferin als große Favoritin, erlebte aber einen ganz schwachen Start und fühlt sich trotz ihres vierten Etappenplatzes in Landeck noch immer in schlechter Verfassung. „Ich habe mich noch nie so schlecht gefühlt, am ersten Tag wollte ich schon aufgeben. Tim musste seine gesamten psychologischen Kenntnisse aufbringen, um mich davon abzuhalten“, zeigte sich Flammersfeld höchst unzufrieden mit ihrer Leistung. Noch vor vier Wochen feierte die gebürtige Duisburgerin, die als eine der erfolgreichsten Extrem-Läuferinnen der Welt gilt, beim Speed-Run auf den 5.895 Meter hohen Kilimanjaro einen neuen Weltrekord. Flammersfeld: „Das ist eine spannende und neue Erfahrung für mich. Ich glaube, jetzt sind mal andere mit dem Gewinnen an der Reihe.“

Norweger Rallye-Pilot läuft die 3. Etappe beim Transalpine-Run durch

Der Norweger Andreas Mikkelsen, Rallye-Pilot und für Volkswagen Motorsport bei der WRC im Einsatz, zeigte auch am dritten Tag erstaunliches Ausdauervermögen. Statt wie geplant an der zweiten Verpflegungsstation auszusteigen, um danach nach Zürich zu reisen, lief der Skandinavier die kompletten 43 km in 6:59:30 Stunden bis zum Etappenziel nach Landeck. Das dürfte mal eine ganz besondere Vorbereitung auf die Rallye Australien sein, an der Mikkelsen ab dem 10. September teilnimmt.
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01.09.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Transalpine-Run 7. Etappe 2016.

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