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Diamond League Finale 2017 Kipruto und Obiri scheinen im Brüsseler Dämmerlicht

Beim zweiten Finale der Diamond League 2017 siegten Conseslus Kipruto auf den 3.000 m Hindernis und Hellen Obiri auf der 5.000-m-Strecke.

Diamond League Finale 2017 in Brüssel +
Foto: photorun.net

Olympiasieger und Weltmeister Conseslus Kipruto gewann auch das Diamond League-Finale in Brüssel.

Conseslus Kipruto und Hellen Obiri haben beim Diamond League-Finale in Brüssel die Langstrecken gewonnen. Zum großen Saisonabschluss hatten die Organisatoren mit einem Stromausfall zu kämpfen, der das gesamte Stadtviertel rund um das Stadion während des kompletten Meetings lahm legte. Mit einer Notstrom-Versorgung gelang es, das Meeting mit rund 40.000 Zuschauern und weltweiter Medienausstrahlung trotzdem über die Bühne zu bringen. Im Dämmerlicht gewannen die Kenianer Kipruto und Obiri die 3.000 m Hindernis beziehungsweise die 5.000 m und sicherten sich damit eine Final-Siegprämie von jeweils 50.000 US-Dollar.

Neues Wettkampfsystem in der Diamond League 2017

Zum ersten Mal fand das Diamond League-Finale mit Meisterschaftscharakter statt. Wer im Finale gewann, war auch der Gesamtsieger der Serie. Bisher hatte es ein Punktsystem gegeben, das alle Meetings der Serie mit einbezogen hatte. Nun wurden die Punkte nur noch gesammelt, um sich für das Finale zu qualifizieren. Das neue System wertet die Final-Meetings in Zürich und Brüssel deutlich auf und sorgt teilweise auch für spannendere Entscheidungen.

Über 3.000 m Hindernis gab es einen furiosen Zweikampf um den Diamond-Sieg: Nach dem letzten Hindernis führte Soufiane El Bakkali (Marokko) noch mit einigen Metern und sah wie der sichere Sieger aus. Doch Olympiasieger und Weltmeister Conseslus Kipruto schaffte irgendwie noch, auf den letzten 60 Metern vorbeizukommen. Der Kenianer siegte in 8:04,73 Minuten mit einer Zehntelsekunde Vorsprung vor El Bakkali. Dritter wurde Evan Jager (USA/8:11,71), der lange Führungsarbeit geleistet hatte und dann am letzten Wassergraben stürzte.

Obiri siegt über 5.000 m beim Diamond League Finale Brüssel 2017

Auch im 5.000-m-Rennen der Frauen wurde es sehr spannend. Hier entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Hellen Obiri und ihrer kenianischen Landsfrau Caroline Kipkirui. Die 5.000-m-Weltmeisterin von London, Obiri, setzte sich am Ende in starken 14:25,88 Minuten auch beim Diamond League-Finale durch. Kipkirui wurde Zweite in 14:27,55 vor Senbere Teferi (Äthiopien/14:32,03).

Nicht am Start war in Brüssel Konstanze Klosterhalfen (Bayer Leverkusen). Deutschlands Lauf-Shooting-Star hatte sich für das Finale qualifiziert und wollte offenbar auch antreten. Doch ihr Trainer Sebastian Weiß entschied gegen die Teilnahme. Schade, denn die 20-Jährige hätte zum Saisonabschluss beim Diamond League-Finale für ein deutsches Highlight sorgen können und weitere wichtige Erfahrungen auf international höchster Ebene sammeln können.

Mo Farah lief letztes Bahnrennen seiner Karriere beim Diamond League Finale in Zürich

Eine Woche zuvor hatten in Zürich, wo das erste der beiden Final-Meetings der Diamond League stattfand, Mo Farah und Ruth Jebet die 5.000 m beziehungsweise das 3.000-m-Hindernisrennen gewonnen. Der britische Ausnahmeläufer siegte im letzten Bahnrennen seiner Karriere - in der Zukunft will sich Farah auf den Marathon konzentrieren - haarscharf im Spurt: In 13:06,05 Minuten hatte er am Ende einen Vorsprung von vier Hunderstelsekunden auf den Äthiopier Muktar Edris (13:06,09), der ihm in London bei der WM über diese Distanz die Goldmedaille weggeschnappt hatte. Dritter war eigentlich Paul Chelimo (USA), doch der aus Kenia stammende Läufer wurde disqualifiziert, weil er unmittelbar vor dem sehr engen Zieleinlauf andere behindert hatte. Somit rückte Yomif Kejelcha (Äthiopien/13:06,18) auf Platz drei vor.

Nicht so spannend, dafür aber umso hochklassiger war das 3.000-m-Hindernisfinale der Frauen: Nach ihrem enttäuschenden fünften Platz bei den Weltmeisterschaften in London meldete sich die aus Kenia stammende Ruth Jebet (Bahrain) in Zürich eindrucksvoll zurück. Die Olympiasiegerin und Weltrekordlerin (8:52,78) stürmte bei dem Traditionsmeeting zur zweitschnellsten je gelaufenen Zeit mit 8:55,29 Minuten. Damit gewann sie klar vor den Kenianerinnen Beatrice Chepkoech (8:59,84) und Norah Tanui (9:05,31). Einen sehr starken sechsten Rang erreichte im Diamond League-Finale Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) in 9:15,85.
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Autor: race-news-service.com 02.09.2017
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