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Olympische Spiele 2016 Läuferinnen aus Kenia und Äthiopien über die Langstrecken favorisiert

Die besten Chancen der deutschen Langstreckenläuferinnen hat in Rio sicherlich Gesa Krause über 3.000 m Hindernis. Unsere Vorschau auf die Bahn-Langstrecken der Frauen.

Gesa Krause +
Foto: photorun.net

Gesa Krause geht als Europameisterin in Rio an den Start.

Am Freitag beginnen die Leichtathletik-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen in Rio. Über die Bahn-Langstrecken - die 5.000 und 10.000 m - sind dabei die Läuferinnen aus Äthiopien und Kenia klar favorisiert. Die besten Chancen der deutschen Langstreckenläuferinnen hat in Rio sicherlich Gesa Krause, die als frisch gekürte Europameisterin über 3.000 m Hindernis starten wird. Nachfolgend lesen Sie die Vorschau auf die Langstrecken der Frauen.

5.000 m
Vorläufe: 16. August, 9.30 Uhr
Finale: 19. August, 21.40 Uhr (jeweils Ortszeit)
Titelverteidigerin: Meseret Defar (Äthiopien/nicht qualifiziert)


Dreimal in Folge kam die Olympiasiegerin über 5.000 m aus Äthiopien: Meseret Defar (2004 und 2012) sowie dazwischen Tirunesh Dibaba (2008) gewannen die Goldmedaillen. Es spricht einiges dafür, dass sich diese Serie in Rio fortsetzen wird. Als Favoritin gilt Almaz Ayana, die vor einem Jahr bereits Weltmeisterin über diese Strecke wurde. Sie hält mit einer Zeit von 14:12,59 Minuten auch die Jahresweltbestzeit über 5.000 m. Während Tirunesh Dibaba über diese Strecke bei der Nominierung nur als Ersatzläuferin vorgesehen wurde und damit sicher nicht zum Einsatz kommen wird, konzentriert sich Genzebe Dibaba auf die 1.500-m-Distanz. Zu den stärksten Gegnerinnen von Almaz Ayana wird die Kenianerin Vivian Cheruiyot zählen, die bereits 2009 und 2011 5.000-m-Weltmeisterin war. Eine Chance für die Konkurrentinnen liegt möglicherweise darin, dass Ayana auch über 10.000 m antreten wird, so dass die Äthiopierin im dritten Rennen binnen acht Tagen nicht mehr ganz so frisch sein könnte. Deutsche Läuferinnen sind über diese Distanz nicht am Start.

10.000 m
Finale: 12. August, 11.10 Uhr (Ortszeit)
Titelverteidigerin: Tirunesh Dibaba (Äthiopien)


Als erste Langstreckenläuferin will Tirunesh Dibaba zum dritten Mal in Folge die olympische Goldmedaille über 10.000 m gewinnen. Die Äthiopierin triumphierte in Peking 2008 und dann in London 2012. In der Topform von 2008, als sie auch die 5.000 m gewann, ist sie jedoch eher nicht. Daher ist wohl ihre Landsfrau Almaz Ayana als Favoritin anzusehen. Sie ist mit 30:07,00 Minuten bisher die schnellste Läuferin des Jahres weltweit. Gelete Burka ist die dritte äthiopische Läuferin im 10.000-m-Finale, das bei Olympia noch nie von einer Kenianerin gewonnen wurde. Vivian Cheruiyot, die im vergangenen Jahr zum zweiten Mal nach 2011 den WM-Titel über diese Strecke gewann, will nun die erste sein, die für ihr Land diese olympische Goldmedaille gewinnt. Mit Alice Aprot Nawowuna hat Kenia eine zweite aussichtsreiche Läuferin in dem Finale, für das sich über die deutsche Olympia-Norm keine deutsche Läuferin qualifizieren konnte.

Drei deutsche Läuferinnen über 3.000 m Hindernis am Start

3.000 m Hindernis
Vorläufe: 13. August, 10.05 Uhr
Finale: 15. August, 10.25 Uhr (jeweils Ortszeit)
Titelverteidigerin: Yuliya Zaripova (Russland/nicht startberechtigt)


Ein hartes Rennen erwartet Gesa Krause (Eintracht Frankfurt) im olympischen Finale - wobei auch das erst einmal erreicht werden muss. Auch ohne die gesperrten Russinnen - sie stellten die bisherigen zwei Olympiasiegerinnen in der für die Frauen noch jungen Disziplin - ist die Konkurrenz sehr stark. 17 Läuferinnen rannten in diesem Jahr bereits Zeiten von unter 9:25 Minuten, ein Dutzend weitere erreichten Ergebnisse unter 9:30. Gesa Krause ist mit ihrer Saisonbestzeit von 9:18,85 die Nummer sieben in der Jahresweltbestenliste als auch auf der Olympia-Startliste. Die sensationelle WM-Dritte des vergangenen Jahres wird hoffen, dass sich zwar ein schnelles Finale entwickelt, aber kein superschnelles.

Die aus Kenia stammende Ruth Jebet (Bahrain) und Hyvin Jepkemoi (Kenia) rannten in dieser Saison im direkten Duell schon sensationelle Zeiten von 8:59,97 beziehungsweise 9:00,01. Emma Coburn (USA) erzielte 9:10,76. Ein Tempo in diesen Bereichen wäre sicher noch zu schnell für Gesa Krause. Angesichts der Konkurrenz wäre eine Platzierung unter den Top acht ein Erfolg für die gerade erst 24-jährige Deutsche. Für Sanaa Koubaa (Bayer Leverkusen) und Maya Rehberg (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) wird es darum gehen Erfahrungen zu sammeln und sich im Vorlauf möglichst gut zu platzieren - eine Finalqualifikation ist kaum möglich.
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